DMEA 2026: Bayern Innovativ Gesundheit zieht positives Fazit nach drei intensiven Messetagen

27.04.2026

Die DMEA 2026 in Berlin bot für Bayern Innovativ Gesundheit an drei Tagen eine zentrale Plattform für fachlichen Austausch, Vernetzung und Einordnung aktueller Entwicklungen rund um die digitale Transformation im Gesundheitswesen. Der Gemeinschaftsstand entwickelte sich dabei zu einem lebendigen Treffpunkt für Gespräche mit Akteurinnen und Akteuren aus Versorgung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Digitale Innovationen und vernetzte Versorgung im Fokus 

Zum Auftakt der Messe standen digitale Innovationen im Gesundheitswesen im Mittelpunkt zahlreicher Gespräche. Thematisiert wurden unter anderem die Anbindung an die Telematikinfrastruktur, vernetzte OP‑Konzepte sowie neue Ansätze der digitalen Patientenversorgung. Aus Sicht von Bayern Innovativ Gesundheit wurde dabei deutlich, dass Prozesse zunehmend integriert, sektorenübergreifend und patientenzentriert gedacht werden. Eine sichere, reibungslose Kommunikation gewinnt sowohl zwischen Leistungserbringenden als auch in Richtung Patientinnen und Patienten weiter an Bedeutung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf KI‑gestützten Lösungen und der Nutzung sowie Integration von Gesundheitsdaten. Künstliche Intelligenz wurde in vielen Gesprächen als wichtiger Baustein für schnellere Diagnostik, Entscheidungsunterstützung und effizientere Datenauswertung eingeordnet. Gleichzeitig war ein klares Bewusstsein dafür spürbar, dass mit zunehmender Vernetzung auch die Anforderungen an Cybersecurity und Datenschutz steigen. Sicherheit wurde vielfach als zentrale Voraussetzung für Akzeptanz und nachhaltigen digitalen Fortschritt benannt. 

 

Zentrale Themen am Stand von Bayern Innovativ Gesundheit

Die Gespräche am Stand von Bayern Innovativ Gesundheit drehten sich insbesondere um die elektronische Patientenakte, die Telematikinfrastruktur, die TI‑Modellregion Franken, Health Care BY Your Side mit DiGAs und moderner Patientenkommunikation sowie um innovative Ansätze aus dem Umfeld des Healthcare Hackathon Bayern. Die thematische Bandbreite spiegelte die Vielfalt aktueller Digital‑Health‑Fragestellungen wider. Am zweiten Messetag stand der Besuch von Staatsministerin Judith Gerlach im Zeichen des politischen Dialogs. Der Austausch zur digitalen Transformation im Gesundheitswesen unterstrich aus Sicht von Bayern Innovativ Gesundheit die Bedeutung des kontinuierlichen Dialogs zwischen Praxis, Wirtschaft und Politik. Ergänzt wurde der fachliche Austausch durch persönliche Begegnungen, etwa im Rahmen eines Weißwurstfrühstücks, das von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für Vernetzung und Gespräche genutzt wurde.

Erkenntnisse und Learnings aus drei Messetagen

Nach drei Tagen zieht Bayern Innovativ Gesundheit ein differenziertes Fazit. Besonders wertvoll waren konkrete Gespräche mit Herstellerinnen und Herstellern sowie potenziellen Leistungserbringenden, etwa im Rahmen der TI‑Modellregion, bei denen auch Perspektiven für mögliche Pilotierungen diskutiert wurden. 

Ein zentrales Learning: Digitalisierung beginnt beim Menschen. Neben technologischer Leistungsfähigkeit entscheiden Akzeptanz, Usability und ein klarer Mehrwert im Arbeitsalltag über den Erfolg digitaler Lösungen. Entsprechend rückte auch das Thema Interoperabilität stärker in den Fokus als in den Vorjahren – als Grundlage dafür, dass digitale Innovation nicht an Schnittstellen scheitert. 

Deutlich wurde zudem, dass Digitalisierung mehr ist als die digitale Abbildung bestehender Prozesse. Ihr Potenzial entfaltet sie vor allem dort, wo Abläufe neu gedacht, effizienter gestaltet und an die Bedarfe der Nutzenden angepasst werden. Regulierung wurde dabei als notwendiger Balanceakt diskutiert: wichtig für Sicherheit und Qualität, zugleich aber mit dem Risiko verbunden, Innovationsdynamiken zu verlangsamen. 

Künstliche Intelligenz war auf der DMEA 2026 sichtbarer und praxisnäher vertreten als in den Vorjahren. Auch das Thema (digitale) Gesundheitskompetenz gewann an Aufmerksamkeit, unter anderem durch Beiträge zu regionaler Aufklärung und der Rolle engagierter Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. 

Einordnung in einem herausfordernden Marktumfeld

Neben großer Innovationskraft war auch eine gewisse Unsicherheit im Markt spürbar. Aktuelle Gesetzesentwürfe und Sparmaßnahmen sorgen bei vielen Akteurinnen und Akteuren für Zurückhaltung – sowohl in der Versorgung als auch in der Industrie, teils auch bei bereits etablierten Lösungen. Umso wichtiger zeigte sich die Rolle der DMEA als Ort der Einordnung, des Austauschs und der Vernetzung. 

Für Bayern Innovativ Gesundheit bleibt die DMEA damit ein zentraler Ankerpunkt, um Entwicklungen im Digital‑Health‑Ökosystem zu bündeln, zu reflektieren und gemeinsam mit relevanten Akteurinnen und Akteuren weiterzudenken. 
 

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