Fokus Gender Health Gap

Geschlechtergerechte Medizin als Innovationsfeld

Gesundheit ist nicht geschlechtsneutral. Das Innovationsnetzwerk Gesundheit unterstützt die Schließung des Gender Health (Data) Gaps als übergreifendes Fokusthema – für geschlechtergerechte Innovationen in Versorgung, Medizintechnik und Digital Health.

Warum der Gender Health Gap ein Innovationsthema ist

Der Gender Health Gap zeigt, dass Gesundheit, Diagnostik und Versorgung nicht für alle Menschen gleich gut funktionieren. Biologische Unterschiede, gesellschaftliche Faktoren und lückenhafte Daten beeinflussen, wie Krankheiten erkannt, behandelt und vorgebeugt werden.

Geschlechtergerechte Medizin setzt hier an: Sie macht Unterschiede sichtbar und übersetzt sie in bessere Forschung, passgenauere Therapien, wirksamere Prävention und nutzerzentrierte Gesundheitslösungen – von FemTech über Digital Health bis zur Medizintechnik. Die 4P-Medizin dient dabei als Instrument, damit Gesundheitsversorgung personalisierter, partizipativer, präventiver und prädiktiver wird; unabhängig des Geschlechts.

Im Innovationsnetzwerk Gesundheit bearbeiten wir den Gender Health Gap ganzheitlich – fachlich fundiert, praxisnah und entlang der gesamten Innovationskette. Unsere Angebote schaffen Räume für Wissenstransfer, Austausch und konkrete Kooperationen.

  • Vernetzen: mit Akteurinnen und Akteuren aus Versorgung, Forschung, Wirtschaft und Politik ins Gespräch kommen
  • Wissen vertiefen: Expertinnen- und Expertenimpulse zu Gender Health Gap, FemTech und geschlechtergerechter Medizin erhalten
  • Innovation anstoßen: Praxisbeispiele, Trends und konkrete Impulse für neue Lösungen nutzen
  • Partner finden: passende Kontakte für Projekte, Anwendungen und Marktzugänge identifizieren
  • Weiterkommen: Ideen von der ersten Orientierung bis zum Markterfolg begleiten lassen

Warum Bayern Innovativ?

  • Vernetzt, um Kompetenzen in Frauengesundheit zu bündeln
  • Setzt die richtigen Impulse, um den Gender Health Gap zu schließen
  • Schafft Orientierung im Wandel, damit Sie relevante Informationen an einem Ort finden
  • Unterstützt individuell, weil Innovationen so individuell sind, wie Gesundheit auch

Themen, die geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung vorantreiben

Innovationslandschaft FemTech und Menopause

Die Menopause betrifft Millionen Frauen und beeinflusst Gesundheit, Lebensqualität und Erwerbsleben. Gleichzeitig bestehen erhebliche Potenziale für neue Lösungen in Prävention, Diagnostik und Versorgung. Bayern Innovativ unterstützt Unternehmen, Start-ups, Forschende und Versorgungseinrichtungen dabei, innovative Ansätze voranzubringen – durch HealthTech Innovation Insights, die Community of Practice, das MedTech Universum, Healthcare Hackathons sowie Förder- und Gründerberatung, die Wissen, Vernetzung und konkrete Innovationen rund um die Frauengesundheit fördern.

Entdecken Sie zentrale Themenfelder, Technologien und Entwicklungen entlang der Wertschöpfungskette.
Gemeinsam mit unserem Netzwerk identifizieren wir die passenden Kompetenzen, Partner und Innovationspotenziale für Ihre Fragestellung.

Die FemTech- und Menopause-Landschaft auf einen Blick

Apps im Bereich Menopause und Frauengesundheit helfen Frauen als digitale Begleiter ihren Körper besser zu verstehen und ihre hormonelle Gesundheit aktiv zu gestalten. Sie bieten evidenzbasierte Informationen rund um Menopause, Zyklus und hormonelle Veränderungen sowie praktische Hilfe zu Schlaf, Ernährung, mentaler Gesundheit und den Umgang mit Symptomen wie Hitzewallungen. Durch Funktionen wie Symptomtracking oder Zyklusbegleitung können Veränderungen dokumentiert und ggf. mit Ärztinnen und Ärzten besprochen und gezielt begleitet werden. Einige Apps stellen außerdem ergänzende Inhalte wie Kurse, Selbsttests, Videos oder Webinare zur Verfügung. Mittlerweile sind einige solcher Anwendungen sogar als Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) verfügbar und werden von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Neben der individuellen Unterstützung richten sich einige Apps auch direkt an Unternehmen, die die hormonelle Gesundheit am Arbeitsplatz durch Workshops, Wissensangebote und praktische Tools fördern möchten.

Online Plattformen im Bereich Menopause bündeln gesundheitliche und edukative Angebote an einem zentralen digitalen Ort und ermöglichen Frauen so einen niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung in der Menopause. Häufig umfassen sie digitale Sprechstunden mit medizinischem Fachpersonal, persönliche Beratungsangebote oder verhaltenstherapeutische Hilfe zur Bewältigung körperlicher und mentaler Beschwerden. Auf Grundlage individueller Angaben zu Symptomen, Lebensstil und Gesundheitszielen erstellen einige Plattformen personalisierte Empfehlungs- und Begleitpläne, um Nutzerinnen bei einem selbstbestimmten Umgang mit den Veränderungen der Menopause zu unterstützen. Auch strukturierte Kurse, Schulungen oder Informationsangebote rund um die Menopause und hormonelle Gesundheit werden oft zusätzlich angeboten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind Community-Funktionen, die den Austausch mit anderen Betroffenen fördern.

FemTech-Lösungen im Bereich Menopause nutzen innovative Technologien, um Frauen beim Umgang mit hormoneller Veränderungen im Alltag zu unterstützen. Smarte Wearables wie Uhren, Armbänder oder Ringe, zeichnen biometrische Daten wie Schlafqualität, Herzfrequenz, Stresslevel, Aktivität und Körpertemperatur auf und ermöglichen so ein umfassendes Symptomtracking. Auf Grundlage der erhobenen Daten können individuelle Gesundheits-Scores und personalisierte Empfehlungen erstellt werden, die bei Bedarf auch mit medizinischem Fachpersonal abgestimmt werden können. Außerdem bieten einige FemTech-Unternehmen Schnelltests zur Analyse des Hormonhaushalts an und ermöglichen so eine bessere Beobachtung hormoneller Veränderungen. Dadurch können Patientinnen ihre Gesundheit datenbasiert verfolgen und informierte und personalisierte Entscheidungen gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten treffen.

Verbände, Vereine und Fachgesellschaften spielen eine wichtige Rolle bei der Wissensvermittlung, Vernetzung und Sichtbarkeit im Bereich Menopause und Frauengesundheit. Sie bieten Zugang zu evidenzbasierte Informationen, Beratungsangeboten, Vorträgen und Informationsveranstaltungen an und fungieren als zentrale Anlaufstellen für Betroffene, Fachkräfte und Interessierte. Darüber hinaus vermitteln einige Organisationen Kontakte zu qualifizierten Gynäkologinnen und anderem spezialisiertem Fachpersonal. Im Bereich Innovationen fördern sie den Marktzugang, die Vernetzung mit relevanten Akteurinnen und fungieren als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Durch ihre Reichweite und Glaubwürdigkeit tragen sie außerdem wesentlich dazu bei, Sichtbarkeit und Awareness von Menopause und Frauengesundheit zu fördern und mehr Bewusstsein für bestehende Herausforderungen zu schaffen.

Die Forschung im Bereich Menopause gewinnt zunehmend an Bedeutung, ist jedoch im Vergleich zu anderen Gesundheitsbereichen noch eher ein Randthema. In Bayern wird die Menopause unter anderem an Universitätskliniken und spezialisierten Zentren betrachtet, beispielsweise in den Bereichen Hormonmedizin, Reproduktionsendokrinologie oder der gynäkologischen Onkologie. Aktuelle Forschungsprojekte zielen darauf ab, ein besseres Verständnis der Menopause und ihrer individuellen Verläufe zu gewinnen. Untersucht werden unter anderem Zusammenhänge zwischen Ernährung, Lebensstil und Menopausesymptomen sowie Faktoren, die dahingehend die Lebensqualität beeinflussen. Dabei kommen zunehmend datenbasierte und personalisierte Ansätze z.B. über smarte Wearables in Kombination mit Künstlicher Intelligenz zum Einsatz. Darüber hinaus werden innovative Konzepte wie digitale Zwillinge oder Personalisierung der Hormontherapie erforscht, die eine hochindividualisierte Betrachtung von Symptomen, Bedürfnissen, Risikofaktoren und Therapieoptionen ermöglichen sollen.

Für alle, die die Zukunft der Frauengesundheit mitgestalten möchten, weil Sie hier neue Impulse gewinnen, relevante Kontakte knüpfen und Innovationspotentiale identifizieren können.

Wie können wir Sie unterstützen?

Stefanie Brauer Bayern Innovativ GmbH,
Stefanie Brauer
Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg
Innovationsnetzwerk Gesundheit, Projektleiterin

Lara Kronester
Lara Kronester
Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg
Innovationsnetzwerk Gesundheit, Projektmanagerin Digitale Gesundheit

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