Landkreis Augsburg setzt auf Rechenzentren der LEW

Die LEW stellt dem Landkreis leistungsfähige Rechenzentrums- und Glasfaserinfrastruktur bereit und unterstützt damit Verwaltung, Schulen und digitale Bürgerservices.

02.09.2026

Quelle: E & M powernews
 
Der Landkreis Augsburg stellt seine IT-Infrastruktur neu auf und setzt dabei künftig auf die Rechenzentren der Lechwerke (LEW).
  
Der bayerische Landkreis Augsburg hat seine IT-Systeme in Rechenzentren der „LEW TelNet“, einer hundertprozentige Tochtergesellschaft der Lechwerke AG, umgezogen. Die Migration sei innerhalb von sechs Monaten erfolgt, teilte die LEW am 1. September mit. Räumlich getrennte Standorte und eine kontinuierliche Datenspiegelung sollen laut LEW eine maximale Ausfallsicherheit garantieren. 

„Gemeinsam mit der LEW verfügen wir über eine moderne, hochsichere IT-Infrastruktur – sie ist die Basis für hochqualitative Bürgerservices und nachhaltig erfolgreiches Lernen an unseren Schulen“, betonte Martin Sailer, Landrat des Landkreises Augsburg.

Die neue IT-Infrastruktur für den Landkreis ist nach Auskunft der Lechwerke auf zwei räumlich getrennte Rechenzentren von LEW verteilt: das Green Data Center in Augsburg-Oberhausen sowie ein weiteres Rechenzentrum in der Region. Der Landkreis nutzt beide Rechenzentren im Colocation-Service: Die LEW stellt an beiden Standorten jeweils zwei Racks exklusiv zur Verfügung. 

Der Landkreis betreibt im Data Center der LEW Telnet seine eigenen Server, um Anwendungen und Daten parallel zu betreiben und zentrale IT-Dienste auch im Fall einer Störung ohne Unterbrechung verfügbar zu halten. Laut der IT-Tochter der LEW steckt dahinter eine klare Datenstrategie: Übertragung, Verarbeitung und Speicherung sämtlicher Verwaltungsdaten erfolgen innerhalb der regionalen IT-Infrastruktur der LEW. Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und LEW besteht seit 2014 und wurde nun bis 2030 verlängert.

Über eine exklusiv bereitgestellte Glasfaserverbindungen mit einer Bandbreite von 10 Gbit/s ist das Landratsamt direkt mit den Rechenzentren verbunden, teilte LEW weiter mit. 30 weitere Verwaltungs- und Schulstandorte des Landkreises greifen ebenfalls über das regionale Glasfasernetz der LEW auf die Landkreis-IT zu. Für die 18 Landkreisschulen hat die LEW zusätzlich eine doppelte Anbindung mit jeweils 1 Gbit/s eingerichtet. Schulverwaltung und das pädagogische Netz laufen über zwei separate Glasfaserleitungen.

Green Data Center setzt auf erneuerbare Energien

Das Green Data Center in Augsburg-Oberhausen erfüllt laut LEW die Anforderungen der DIN EN 50600 sowie der ISO/IEC 27001. Redundante technische Systeme, Sicherheitsvorkehrungen und Glasfaseranschlüsse sollen die Verfügbarkeit der dort betriebenen IT-Systeme absichern.

Für den Regelbetrieb des Rechenzentrums setzt LEW nach eigenen Angaben ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen ein. Dieser stammt bilanziell aus Photovoltaik und regionaler Wasserkraft; die entsprechenden Herkunftsnachweise lässt das Unternehmen beim Umweltbundesamt entwerten. Zum Energiekonzept gehören zudem Luft-Luft-Wärmetauscher für die Kühlung und die Nutzung von Serverabwärme. 

Für die unterbrechungsfreie Stromversorgung nutzt das Rechenzentrum kinetische Energiespeicher anstelle konventioneller Batteriesysteme. Dach- und Fassadenbegrünung sollen zudem den Kühlbedarf des Gebäudes beeinflussen. LEW kombiniert damit Maßnahmen bei Strombezug, Kühlung und Notstromversorgung.

Neben dem Landkreis bietet das Unternehmen die Rechenzentrumskapazitäten weiteren Unternehmen, Behörden und Kommunen an. Das Angebot reicht von Stellplätzen für einzelne Server über vollständige Racks bis zu physisch abgegrenzten Flächen. Hinzu kommen unter anderem Backup-, Wartungs- und Betriebsleistungen sowie sogenannte Remote-Hands-Services.

Autorin: Heidi Roider

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