Energie Burghausen startet Umsetzung des Geothermieprojekts

Eine neue Fernwärmeleitung soll die Stadt ab 2028 mit geothermischer Wärme aus Halsbach versorgen und bestehende Wärmenetze einbinden.

10.08.2026

Quelle: E & M powernews
 
Burghausen soll in Kooperation mit der Naturwärme Kirchweidach-Halsbach an die Geothermie Halsbach angebunden werden.
  
Mit dem Beschluss von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Energie Burghausen GmbH (EBG) beginnt die Umsetzung eines Geothermieprojekts für die kommunale Wärmeversorgung. Die bayerische Stadt soll künftig über eine rund zehn Kilometer lange Fernleitung an die Geothermieanlage der Naturwärme Kirchweidach-Halsbach GmbH & Co. KG angebunden werden. 

Nach vier Jahren intensiver Planung und einer erfolgreichen Vermarktungsphase geht das Projekt damit in die nächste Runde. Die erste Ausbaustufe soll nach aktuellem Stand im Jahr 2028 in Betrieb gehen. Voraussetzung für die Umsetzung sind noch die Bewilligung der beantragten Bundesförderung sowie der erfolgreiche Abschluss der Finanzierungsgespräche. 

„Wir schaffen eine Wärmeversorgung, die Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Komfort vereint. Damit investieren wir in eine Infrastruktur, von der die Menschen in Burghausen über viele Jahrzehnte profitieren werden“, sagte EBG-Geschäftsführerin Tanja Erb.

Bestehende Wärmenetze werden eingebunden

Die Wärme entsteht in der Geothermieanlage in Halsbach und soll künftig über die neue Transportleitung nach Burghausen kommen. Der Übergabepunkt in das städtische Wärmenetz ist im Ortsteil Bergham geplant. Dort errichtet die EBG eine Energiezentrale, von der aus eine Hauptleitung in Richtung Robert-Koch-Straße verläuft. Auf dieser Grundlage soll das Wärmenetz in mehreren Bauabschnitten erweitert werden.

In einer ersten Ausbaustufe integriert die EBG zwei bereits bestehende Wärmenetze in das neue System. Diese sollen künftig ebenfalls mit Geothermie versorgt werden. Nach Möglichkeit will das Unternehmen zudem öffentliche Gebäude an das Netz anschließen. Bereits 2027 soll die Transportleitung fertiggestellt werden und erste Kunden versorgen. Für die wirtschaftliche Umsetzung setzt das Unternehmen auf eine hohe Anschlussquote in den vorgesehenen Versorgungsgebieten.

Autorin: Heidi Roider 

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