500 Millionen Euro für private Ladeinfrastruktur

500-Millionen-Euro-Programm startet: Bund fördert Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern mit Zuschüssen für Wallboxen und Netzanschlüsse

31.03.2026

Quelle: E & M powernews

Das Bundesverkehrsministerium startet ein Förderprogramm für Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern. Anträge können ab dem 15. April gestellt werden.

Das Bundesverkehrsministerium (BMV) fördert mit bis zu 500 Millionen Euro den Aufbau privater Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern. Das teilte die Nationale Leitstelle für Ladeinfrastruktur am 27. März mit. Im Fokus stehen demnach rund neun Millionen Stellplätze außerhalb des öffentlichen Straßenraums, die bislang nur begrenzt mit Lademöglichkeiten ausgestattet sind. Gefördert werden unter anderem Wallboxen, Netzanschlüsse sowie notwendige bauliche Maßnahmen.

Das Programm umfasst laut Mitteilung drei Förderlinien für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie private Vermieter und größere Wohnungsunternehmen. Für WEG und KMU soll die Bewilligung nach dem Eingangsprinzip erfolgen, während für größere Wohnungsbestände ein wettbewerbliches Verfahren vorgesehen ist.

Die Ladeleistung pro Ladepunkt ist dem Vernehmen nach auf maximal 22 kW begrenzt. Voraussetzung für eine Förderung sei unter anderem, dass mindestens 20 Prozent der Stellplätze eines Objekts vorverkabelt werden und mindestens sechs Stellplätze elektrifiziert werden.

1.500 Euro für Stellplatz mit Wallbox

Die Förderhöhe liegt bei bis zu 1.300 Euro pro Stellplatz ohne Ladeeinrichtung, bis zu 1.500 Euro mit Wallbox sowie bis zu 2.000 Euro bei Ladepunkten mit bidirektionaler Funktion.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erklärte: „Der Umstieg auf das E-Auto scheitert oft nicht am Willen, sondern an der Lademöglichkeit Zuhause. Gerade in Deutschland lebt ein Großteil der Menschen in Mehrparteienhäusern – doch die zugehörigen Stellplätze sind bislang nur unzureichend mit Ladeinfrastruktur ausgestattet. Das ändern wir jetzt mit unserer Förderung in Höhe von 500 Millionen Euro.“

Die inhaltliche Betreuung des Programms übernimmt die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der bundeseigenen NOW GmbH. Deren CEO Dagmar Fehler sagte: „In Deutschland gibt es rund 21 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern und fast 9 Millionen Stellplätzen, die dazu gehören – ein riesiges Potenzial für den Ausbau von privater Ladeinfrastruktur.“ 

Das Programm setzt eine Maßnahme des Masterplans Ladeinfrastruktur 2030 um, den das Bundeskabinett im November 2025 beschlossen hatte. Ziel ist es, Investitionen in Ladeinfrastruktur im Gebäudebestand zu beschleunigen.

Die Antragstellung erfolgt über den Projektträger Pricewaterhouse Coopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der ein digitales Portal bereitstellt. Anträge sind ab dem 15. April möglich.

Autor: Manfred Fischer

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