Event

Bayerischer Halbleiter-Kongress 2026

6. Juli 2026

10:00 - 19:00 Uhr

Design Offices München Macherei
Weihenstephaner Straße 12
81673 München
Deutschland
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Stilisierter Chip auf einer Leiterplatte AdobeStock©Edelweiss_51490712,

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger lud gemeinsam mit der Bavarian Chips Alliance zum fünften Bayerischen Halbleiter-Kongress nach München ein.

Rückblick

Der Bayerische Halbleiter-Kongress 2026 brachte erneut mehr als 320 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zusammen und stellte Mikroelektronik als strategische Grundlage für digitale Transformation, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und europäische Handlungsfähigkeit in den Mittelpunkt. Auch bei der mittlerweile 5. Ausgabe wurde erfolgreich eine Verbindung von politischer Rahmensetzung, technologischen Zukunftsfeldern und konkreten wirtschaftlichen Anwendungsperspektiven umgesetzt: Von technologischer Souveränität über KI-gestützte Halbleiterentwicklung und Photonic Integrated Circuits bis hin zur Rolle des bayerischen Ökosystems wurde deutlich, dass Standortstärke künftig vor allem durch Vernetzung, Transfer und Skalierungsfähigkeit entsteht.

Technologische Souveränität, politische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Perspektiven

Die Vormittagssession ordnete Halbleiter als zentrale Voraussetzung für Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit ein. Im Mittelpunkt standen die strategische Bedeutung der bayerischen Halbleiter-Initiative, wirtschaftliche Abhängigkeiten in Zeiten geopolitischer Spannungen, europäische Halbleiterpolitik und die Rolle von Mikroelektronik als Grundlage für KI. Damit wurde der Rahmen gesetzt, in dem technologische Souveränität nicht als Autarkie, sondern als Fähigkeit verstanden wurde, kritische Technologien, industrielle Anwendungen und politische Rahmenbedingungen so zu verbinden, dass Bayern, Deutschland und Europa langfristig handlungs- und wettbewerbsfähig bleiben.

AI-Powered Semiconductors

In den Vorträgen der ersten Fachsession am Nachmittag wurde verdeutlicht, dass KI und Mikroelektronik künftig noch enger ineinandergreifen: Einerseits braucht KI leistungsfähige, energieeffiziente und spezialisierte Halbleiterlösungen, andererseits verändert KI selbst die Entwicklung, Simulation, Optimierung und Fertigung von Chips. Thematisch standen KI-gestützte Halbleiterfertigung, industrielle KI-Plattformen, High-Tech-AI-Chips, KI im Chipdesign und Smart Manufacturing im Fokus. Die Kernaussage der Session war dementsprechend, dass Wettbewerbsfähigkeit künftig stärker durch das Zusammenspiel von Hardware, Software, Daten, Designkompetenz und industrieller Skalierung entsteht.

Photonic Integrated Circuits

Die Sprecher der zweiten Fachsession am Nachmittag stellten Photonic Integrated Circuits als Schlüsseltechnologie für optische Kommunikation, Datenzentren, Sensorik, Quantentechnologien und energieeffiziente KI-Infrastrukturen heraus. Thematisch ging es um neue Fertigungsansätze für photonische Chips, photonische Lösungen zur Verbindung digitaler Intelligenz mit der physischen Welt, optische Netzwerke sowie nächste Generationen der Datenübertragung für Rechenzentren, Quantum Tech und Sensing. Somit kann Photonik zentrale Energie- und Bandbreitenlimits klassischer Elektronik adressieren und damit ein strategisches Technologiefeld für künftige KI-, Kommunikations- und Industrieanwendungen bilden.

Bavarian Chips Alliance und bayerisches Ökosystem

Die abschließende Session rückte die Bavarian Chips Alliance als vernetztes Experten-Netzwerk in den Mittelpunkt des bayerischen Halbleiter-Ökosystems. Thematisch standen die Einordnung Bayerns im globalen Halbleiter-Ökosystem, die Rolle regionaler und europäischer Clusterstrukturen sowie die Verbindung von Industrie, Forschung, Transfer und Netzwerkkoordination im Fokus. Als Schlussfolgerung konnte festgestellt werden, dass Bayern seine Stärke nicht allein aus einzelnen technologischen Kompetenzen bezieht, sondern aus der Fähigkeit, Akteure entlang der Wertschöpfungskette systematisch zu vernetzen und industrielle Bedarfe mit wissenschaftlicher Exzellenz und europäischer Anschlussfähigkeit zusammenzuführen.

Fazit

Der Kongress machte deutlich, dass Mikroelektronik weit über einzelne Komponenten oder Anwendungen hinausreicht: Sie ist eine strategische Voraussetzung für KI, Digitalisierung, sichere Lieferketten, industrielle Transformation und europäische Wettbewerbsfähigkeit. Für Bayern ergibt sich daraus die Chance, seine industrielle Basis, Forschungskompetenz und Netzwerkstrukturen gezielt zu bündeln und als Transfer- und Innovationsstandort weiter zu stärken. Entscheidend wird sein, technologische Zukunftsfelder wie KI-gestützte Halbleiterentwicklung und Photonic Integrated Circuits mit politischen Rahmenbedingungen, wirtschaftlichen Skalierungspfaden und konkreten industriellen Bedarfen zu verbinden.

Dieses Jahr standen die Themen „Photonische Integrierte Schaltungen“ und „Künstliche Intelligenz in der Mikroelektronik“ im Fokus.

Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zusammen, um aktuelle Trends, Herausforderungen und Chancen der Halbleiterindustrie zu diskutieren. Mit Fachvorträgen und lebhaften Diskussionen förderte der Kongress den Austausch von Ideen und die Vernetzung des bayerischen Halbleiter-Ecosystems.

Die Halbleiterindustrie spielt eine zentrale Rolle für die bayerische Wirtschaft und die europäische Wettbewerbsfähigkeit und ist entscheidend für die digitale Transformation. Ziel des Kongresses war es, Bayern als führenden Standort für Forschung und Entwicklung in der Halbleiterbranche zu stärken.

Weitere Informationen, inklusive das Programm, finden Sie hier.