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AgriTech AI Vision Day: mit Bilddaten und KI zum Mehrwert
4. Mai 2026
08:30 - 15:30 Uhr
iStock©Scharfsinn86_2259515771,
Wie transformiert KI-gestützte Bildverarbeitung die Agrartechnik – jetzt und in den kommenden Jahren? Beim AI Vision Day im AgriTechHUB trafen sich führende Forschende, innovative Unternehmen und visionäre Start-ups, um genau diese Zukunft zu gestalten. Teilnehmer erlebten einen Tag voller Erkenntnisse, praxisnaher Anwendungen und echter Co-Creation. Sie entdeckten, welche Lösungen in Computer Vision bereits funktionieren, welche Herausforderungen wir als Branche gemeinsam lösen müssen – und wo die nächsten großen Schritte liegen.
Beim AgriTech AI Vision Day im AgriTechHUB trafen sich Experten und Expertinnen von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups in Freising, um die Zukunft der KI-gestützten Bildverarbeitung in der Agrartechnik zu diskutieren. Im Fokus standen konkrete Anwendungen, zentrale Herausforderungen und der Transfer innovativer Lösungen in die Praxis. Deutlich wurde: Die Technologie ist weit – jetzt zählt die Umsetzung.
Wie transformiert KI-gestützte Bildverarbeitung die Agrartechnik – heute und in den kommenden Jahren? Diese Frage stand im Zentrum des AgriTech AI Vision Day, zu dem der AgriTechHUB ins Creativity and Innovation Lab der Hochschule Weihenstephan Triesdorf (HWST) nach Freising eingeladen hatte. Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle Entwicklungen greifbar zu machen und den Austausch zwischen Forschung, Unternehmen und Start-ups gezielt zu fördern.
Der Vormittag bot hochkarätige Impulse aus unterschiedlichen Perspektiven: Prof. Dr. Florian Haselbeck von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf stellte KI-gestützte Pflanzenschutz-Frühwarnsysteme vor und zeigte, wie datenbasierte Ansätze frühzeitig Risiken erkennen können. „Ich bin überzeugt, dass KI ein zentrales Werkzeug für die Landwirtschaft der Zukunft ist, beispielsweise um Ressourcen wie Pflanzenschutz- und Düngemittel gezielter einzusetzen. In Weihenstephan gestalten wir diese Entwicklung aktiv mit: durch anwendungsnahe Forschung ebenso wie durch moderne, zukunftsorientierte Inhalte in unseren Studiengängen“, so Prof. Haselbeck. Prof. Dr. Torsten Schön von der Technischen Hochschule Ingolstadt gab Einblicke in den Stand des autonomen Fahrens in der Automobilindustrie und leitete daraus relevante Entwicklungen für die Agrartechnik ab. Markus Riedi von der Opto GmbH präsentierte innovative Ansätze der KI-gestützten Mikroskopie und deren Potenzial für zukünftige Anwendungen in der Landwirtschaft.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, welche Herausforderungen es zu adressieren gilt, damit KI-gestützte Bildverarbeitung erfolgreich in der Praxis eingesetzt werden kann. Eine zentrale Voraussetzung sind qualitativ hochwertige und ausreichend umfangreiche Datensätze – insbesondere im komplexen und dynamischen Umfeld der Natur. Gleichzeitig braucht es ein fundiertes Verständnis für KI-Technologien, um deren Potenziale realistisch einzuordnen und gezielt zu nutzen. „Der entscheidende Hebel liegt jedoch in der Umsetzung: Lösungen müssen skalierbar, robust und praxistauglich sein“, betont Christian Metz, Leitung des AgriTechHUB bei Bayern Innovativ.
Ein weiterer Programmhöhepunkt waren die Start-up-Pitches aus dem TUM Venture Lab und dem bayerischen AgriTech-Umfeld. Unternehmen wie AGAi, Karevo, KIREAP, TALOS und FeldSchau präsentierten ihre innovativen Ansätze und zeigten eindrucksvoll, wie neue Technologien konkret in der Praxis eingesetzt werden können.
Ergänzt wurde das Programm durch praxisorientierte Workshops, in denen die Teilnehmenden gemeinsam an konkreten Fragestellungen arbeiteten – unter anderem in Zusammenarbeit mit Fendt und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Darüber hinaus bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Networking und zur Entwicklung konkreter Kooperationsansätze.
Ein besonderes Highlight war die Vorstellung des ersten Whitepapers „AgriTech Bayern: Wo die Branche morgen gewinnt – Technologien und Hebel für Wettbewerbsfähigkeit“, das federführend von Joseph Schapfl, Teil des AgriTechHUB, erarbeitet wurde. Die Publikation zeigt zentrale Entwicklungslinien auf und liefert wichtige Impulse für die zukünftige Ausrichtung der Branche.
Das Fazit ist klar: Die Forschung im Bereich der KI-gestützten Bildverarbeitung ist bereits weit fortgeschritten. Nun gilt es, diese Erkenntnisse konsequent in marktfähige Anwendungen zu überführen. Gefragt sind integrierte, wirtschaftlich tragfähige Lösungen, die Landwirtinnen und Landwirten echten Mehrwert bieten. Innovation entsteht dabei nicht isoliert, sondern im engen Zusammenspiel von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups. Genau hier setzt der AgriTechHUB an und schafft ein Ökosystem, in dem gemeinsam tragfähige Lösungen entwickelt werden.
- Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Expertinnen und Experten – unter anderem von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, der Technischen Hochschule Ingolstadt und der Opto GmbH – diskutierten aktuelle Herausforderungen, Best Practices und Anforderungen an KI‑gestützte Bildverarbeitung. - Start-up-Pitches
Junge Unternehmen präsentierten innovative Lösungen aus dem TUM Venture Lab und dem bayerischen AgriTech-Ökosystem: u. a. AGAi, Karevo, KIREAP und TALOS. - Praxisorientierte Workshops
Im interaktiven Gruppenformat arbeiteten Teilnehmer an konkreten fachlichen Themen von Fendt und der HSWT. - Whitepaper Preview
Erstvorstellung des Whitepapers „AgriTech Bayern: Wo die Branche morgen gewinnt: Technologien und Hebel für Wettbewerbsfähigkeit“ - Networking
Teilnehmer knüpften neue Kontakte, tauschten sich aus und entwickelten konkrete nächste Schritte für das AgriTechHUB-Ökosystem.
08:30 - 09:00 Uhr
Check-in & Begrüßungskaffee
09:00 - 09:10 Uhr
Begrüßung und Hinführung zum Thema
Joseph Schapfl,
09:10 - 09:50 Uhr
Interdisziplinäre Impulse aus Forschung und Industrie: KI, Bilddaten und Sensorik
KI in der Landwirtschaft: von Bildanalyse im Feld zu digitalen Pflanzenschutz‑Frühwarnsystemen
Kooperative Wahrnehmung: ein wichtiger Beitrag zum autonomen Fahren
Torsten Schön,
KI-gestützte Mikroskopie für die Landwirtschaft der Zukunft
10:00 - 10:40 Uhr
Diskussion: aktuelle Herausforderungen, Best Practices und Anforderungen an KI‑gestützte Bildverarbeitung
Torsten Schön,
Prof Dr. Heinz Bernhardt,
10:40 - 11:00 Uhr
Kaffee und Kommunikationspause
11:00 - 11:10 Uhr
Vorstellung Whitepaper
"AgriTech Bayern: Wo die Branche morgen gewinnt - Technologien und Hebel für Wettbewerbsfähigkeit"
Joseph Schapfl,
11:10 - 12:00 Uhr
Start-up-Pitches der TUM Venture Labs
AGAi entwickelt KI-basierte Soil Intelligence für Agrifood-Produzenten und verarbeitungsnahe Supply Chains. Unsere Modelle prognostizieren Ertrag, Qualität und Erntezeitpunkte auf Basis von Boden-, Klima- und Bewirtschaftungsdaten Monate im Voraus. So ermöglichen wir erstmals planbare, resilientere und effizientere Produktionssysteme – vom Feld bis zur Verarbeitung
Karevo entwickelt kompakte optische Kartoffelsortieranlagen, ideal für Direktvermarkter und Familienbetriebe. Mit intelligenter Bildverarbeitung erkennen die Systeme Defekte zuverlässig und sortieren effizient, so wird der Arbeitsalltag der Betriebe erleichtert, Zeit gespart und gleichbleibend hohe Qualität gesichert.
KIREAP ist ein KI- und DeepTech-Startup, das landwirtschaftliche Daten- und Warenströme vom Feld bis zum Abnehmer in einem integrierten, digitalen Ökosystem bündelt.
Durch die Kombination von Satellitendaten, KI, Blockchain- und Quantentechnologie entwickelt KIREAP innovative Lösungen für eine effiziente und nachhaltige Landwirtschaft.
Während Landwirte ihre Bewirtschaftungskosten senken und Erträge steigern, gewinnen Abnehmer an Planungssicherheit und Transparenz für Ihre Lieferketten- und Klimaziele.
Versicherer und Behörden profitieren von geringeren Überwachungskosten.
TALOS ist ein Münchner NewSpace-Startup, das satellitenbasierte IoT-Technologie zur Verfolgung von Wildtieren und Nutztieren aus dem All entwickelt. Leichte, solarbetriebene Tags erfassen Standort-, Bewegungs-, Temperatur- und Beschleunigungsdaten und übertragen diese über eine CubeSat-Konstellation. Die Technologie ermöglicht sensorbasierte Datenerhebung aus abgelegenen Regionen – mit direkten Anwendungen in der Nutztierüberwachung, Weideanalyse, Früherkennung von Tierkrankheiten sowie im Wildtierschutz.
Weitere Start-up-Pitches
Die FeldSchau GmbH entwickelt digitale Produkte, die komplexe Beobachtungs- und Analyseaufgaben für Pflanzen, Tiere und Umwelt vereinfachen, beschleunigen und objektivieren. 2024 in Ingolstadt aus der Technischen Hochschule Ingolstadt und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf heraus gegründet unterstützen wir die „grüne Branche“ in ihren täglichen Aufgaben. Unsere Vision ist es, Zustände von Pflanzen und Tieren in Produktions- und Ökosystemen automatisiert, verlässlich und skalierbar zu erfassen.
12:00 - 13:00 Uhr
Mittagspause
13:00 - 14:45 Uhr
Praxis‑Workshops in parallelen Gruppen – konkrete Fragestellungen gemeinsam bearbeiten
Joseph Schapfl,
Forschungsprojekte und Hochschulkooperationen aus Unternehmenssicht wirksam gestalten – wie Zusammenarbeit attraktiver, zugänglicher und praxisnäher wird
Austausch zur Nutzung KI-basierter Werkzeuge bei der Produktentwicklung
Dr. Tobias Nothdurft,
Wie kann KI-gestützte Bilderkennung im Ackerbau durch die Einbindung externer Daten (z. B. Wetter-, Boden- oder Satellitendaten) sinnvoll unterstützt und verbessert werden?
HORSCH Maschinen SE & Co. KG,
14:45 - 15:00 Uhr
Wrap-up und Ausblick
Joseph Schapfl,
15:00 Uhr
Zeit zum Networking
| Preis brutto | Preis netto | |
| Unternehmen, Forschungsinstitute | 203,49 € | 171,00 € |
| Partner Cluster/Netzwerk | 180,88 € | 152,00 € |
| Hochschulen, Behörden | 101,15 € | 85,50 € |
| Start-ups | 101,15 € | 85,50 € |
| Studierende | 23,80 € | 20,00 € |