Workshop
Automatisierungspotenziale im Betrieb erkennen und einordnen
13. Oktober 2026
10:00 - 14:00 Uhr
Die meisten Automatisierungsprojekte beginnen an einer Aufgabe, die aufgefallen ist. Offen bleibt, ob es die richtige war. In diesem Workshop kartieren Sie Ihren eigenen Standort und finden die Aufgabe, an der es sich zuerst lohnt.
Wo fangen wir an? Und woran erkennt man, dass es die richtige Aufgabe ist?
Automatisierung beginnt selten mit einer Entscheidung. Sie beginnt mit einem Angebot, das ins Haus kommt, oder mit einer Aufgabe, bei der es sichtbar hakt. Dann wird geprüft, ob sich dort etwas lösen lässt, und meistens lässt es sich. Was dabei offenbleibt, ist die Frage, ob es die richtige Aufgabe war und was danach kommt.
Dieser Workshop dreht die Reihenfolge um. Sie beginnen nicht an einem einzelnen Punkt, sondern bei Ihrem Betrieb als Ganzem: welche Bereiche es gibt, was sich zwischen ihnen bewegt, wo sich Wege kreuzen und wo es regelmäßig klemmt. Erst wenn dieses Bild steht, entscheidet sich, welche Aufgabe zuerst dran ist und warum.
Automatisierungsvorhaben scheitern nicht nur an der Technik. Sie scheitern daran, dass die Menschen, deren Arbeit sich verändert, zu spät einbezogen werden, oder dass niemand damit gerechnet hat, wer sonst noch betroffen ist. Deshalb ist der Mensch in unserer Methode nicht ein Aspekt neben anderen, sondern der Maßstab: Wir fragen zuerst, wer an einer Stelle arbeitet, wer dort durchgeht und wessen Alltag sich ändert, wenn dort ein System steht.
Die Methode ist nicht auf produzierende Betriebe beschränkt. Sie funktioniert überall dort, wo auf einem Gelände oder in einem Gebäude täglich Abläufe stattfinden, an denen Menschen beteiligt sind.
Sie arbeiten dabei an Ihrem eigenen Betrieb, nicht an einem Musterfall. Wir moderieren, ordnen und fragen nach.
Der Workshop besteht zu großen Teilen aus eigener Arbeit. Nach einem kurzen Einstieg zu typischen Ursachen gescheiterter Automatisierungsvorhaben kartieren Sie in mehreren Schritten Ihren Betrieb: zunächst die Bereiche, dann die Bewegungen von Material, Menschen und Information zwischen ihnen.
Sie bewerten Ihre Karte anhand von drei Fragen, die ohne technisches Vorwissen beantwortbar sind:
- Wo teilen sich verschiedene Bewegungen dieselbe Fläche?
- Wo müssen Menschen regelmäßig ausgleichen, was nicht funktioniert?
- Was passiert mehrmals täglich, ohne dass dabei jemand entscheidet?
Wo sich diese Markierungen häufen, liegt Ihr erster Kandidat.
Im letzten Teil betrachten Sie, wer an dieser Aufgabe beteiligt ist und welche Zusammenhänge zu anderen Aufgaben in Ihrem Betrieb bestehen. Zum Abschluss ordnen wir gemeinsam ein, welche Art von System für Ihre Aufgabe in Frage kommt.
Sie arbeiten in Kleingruppen mit fester Moderation. Vorkenntnisse zu Robotik oder Automatisierungstechnik sind nicht erforderlich.
- Automatisierung als betriebliche Ordnungsaufgabe statt als Einzelprojekt
- Systematische Kartierung des eigenen Standorts
- Bewertung von Potenzialen anhand nachvollziehbarer Kriterien
- Menschen als Ausgangspunkt: wer an einer Aufgabe arbeitet, wer davon berührt wird, wer übersehen wird
- Zusammenhänge und Synergien zwischen mehreren Vorhaben
- Orientierung im Lösungsraum ohne Anbieterbindung
- Eine Potenzialkarte Ihres Betriebs: die Aufgaben im Verhältnis zueinander, nicht als Einzelliste
- Die Aufgabe, an der Sie anfangen, mit einer Begründung, warum diese und keine andere
- Ein erster Hinweis, welche Art von System dort in Frage kommt
- Drei Fragen, mit denen Sie weitere Potenziale selbst finden
- Ein klareres Bild davon, wessen Arbeit sich verändert und wer im Betrieb frühzeitig einbezogen werden muss
Betriebe, die Automatisierung nicht als Einzelprojekt behandeln wollen. Unabhängig davon, ob Sie am Anfang stehen oder bereits ein System im Einsatz haben.
- Betriebs-, Werk- und Standortleitung
- Produktions-, Technik- und Facility-Verantwortliche
- Geschäftsführung kleiner und mittlerer Unternehmen
- Verantwortliche für Standortentwicklung und Investitionsplanung
Sie arbeiten im Workshop an Ihrem Standort, nicht an einer einzelnen Anlage.
Ihren Betrieb im Kopf. Denken Sie vorab an Situationen, in denen es bei Ihnen regelmäßig hakt: wo etwas liegen bleibt, wo jemand wartet, wo nachgefragt werden muss, wo improvisiert wird.
Wenn Sie einen Lageplan Ihres Standorts zur Hand haben, bringen Sie ihn gern mit. Nötig ist er nicht, er kann aber als Gedächtnisstütze helfen.
Sie arbeiten in Tischgruppen mit fünf bis sechs Personen und moderierter Begleitung. Jede und jeder kartiert dabei den eigenen Betrieb.
Alles Weitere, Arbeitsbögen und Material, wird gestellt.
09:30 Uhr
Check-in & Networking mit Kaffee
10:00 Uhr
Begrüßung & Einstieg "Warum Automatisierungsvorhaben scheitern"
10:30 Uhr
Die Methode: Erst der Standort als Ganzes, dann die einzelne Aufgabe
10:45 Uhr
Kartierung Teil 1: Bereiche und Bewegungen
11:30 Uhr
Kartierung Teil 2: Bewertung und Auswahl
12:15 Uhr
Mittagspause mit Imbiss & Networking
12:35 Uhr
Beteiligte und Betroffene
13:05 Uhr
Zusammenhänge, Synergien und Lösungsorientierung
13:25 Uhr
Ergebnissicherung & Abschluss
14:00 Uhr
Ende der Veranstaltung
David Beyersdorffer,
Barend Visser,
| Kategorie | Preis (netto) | Preis (brutto)* |
| Unternehmen, Forschungsinstitute, Privatpersonen | 290,00 € | 345,10 € |
| Hochschulen, Bildungseinrichtungen, öffentliche Einrichtungen | 290,00 € | 345,10 € |
| Studierende | 290,00 € | 345,10 € |
| Start-up | 290,00 € | 345,10 € |
| Partner im Cluster Mechatronik & Automation | 232,00 € | 276,08 € |