Phenogy zeigt Natriumionenspeicher in München

Phenogy präsentiert auf der The smarter E Europe 2026 ein skalierbares Natriumionen-Speichersystem für Gewerbe- und Industrieanwendungen

19.06.2026

Quelle: E & M powernews

Phenogy stellt auf der Messe The smarter E Europe 2026 in München ein skalierbares Natriumionen-Speichersystem für Gewerbe- und Industrieanwendungen vor.

Der Schweizer Speicheranbieter Phenogy mit Sitz in Root im Kanton Luzern präsentiert auf der Fachmesse The smarter E Europe 2026 in München sein neues Speichersystem PHENOGY 1.1. Das Unternehmen zeigt die luftgekühlte Natriumionen-Batterie am Stand C3.514 und richtet sich damit an gewerbliche sowie industrielle Anwender.

Laut Phenogy wurde das modulare Speichersystem für Anwendungen wie Lastspitzenmanagement, Eigenverbrauchsoptimierung, Microgrids, Notstromversorgung, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Energiehandel entwickelt. Das Unternehmen sieht einen steigenden Bedarf an Speichern, die neben der Stromspeicherung auch digitale Vernetzung und flexible Einsatzmöglichkeiten bieten.

Phenogy 1.1 gehört zur Produktfamilie „Serie 1“ und bildet die schrankbasierte Variante einer skalierbaren Speicherplattform. Diese reicht nach Unternehmensangaben von kompakten Systemen bis hin zu containerbasierten Großspeichern. Durch den modularen Aufbau sollen Betreiber die Speicherkapazität an unterschiedliche Standortanforderungen anpassen können.

Das Unternehmen verweist darauf, dass Batteriespeicher in dezentralen Energiesystemen zunehmend zusätzliche Aufgaben übernehmen. Neben dem Ausgleich von Stromangebot und -nachfrage sollen sie die Versorgungssicherheit erhöhen, lokale Wertschöpfung unterstützen und digitale Steuerungsfunktionen ermöglichen.

Technologisch setze Phenogy auf Natriumionenzellen. Laut Unternehmen bietet diese Batterietechnologie eine hohe thermische Stabilität und verringert das Risiko von Überhitzung sowie eines thermischen Durchgehens. Im System sind Batterie, Kühleinheit und Wechselrichter in einem gemeinsamen Gehäuse integriert. Dies soll die Planung und Installation vereinfachen.

Für den Betrieb verweist das Unternehmen auf die Temperaturbeständigkeit der Natriumionentechnologie. Die Zellen reagierten weniger empfindlich auf extreme Temperaturen als andere Batterietypen und ermöglichten dadurch eine stabile Leistung auch unter anspruchsvollen Bedingungen. Das luftgekühlte System verfüge über eine vergleichsweise einfache Architektur, was den Wartungsaufwand reduzieren könne.

Peter E. Braun, CEO und Mitgründer von Phenogy, sieht die Rolle von Batteriespeichern im Energiesystem im Wandel. Speicher müssten künftig mehr leisten als die reine Stromspeicherung und zugleich Resilienz, Energiesouveränität und die Integration in vernetzte Infrastrukturen unterstützen, erklärte Braun laut Unternehmensmitteilung.

Mit der Präsentation auf der The smarter E Europe unterstreicht Phenogy nach eigenen Angaben seinen Fokus auf dezentrale Energiesysteme. Dabei setzt das Unternehmen auf die Kombination aus modularer Bauweise, Natriumionentechnologie und digitaler Systemintegration.

Autorin: Susanne Harmsen

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