KfW finanziert Netzausbau bei N-Ergie

150 Millionen Euro sollen Investitionen in Netzinfrastruktur, Umspannwerke und die Integration erneuerbarer Energien in Nürnberg und Mittelfranken ermöglichen.

31.08.2026

Quelle: E & M powernews

Die KfW Ipex-Bank stellt der N-Ergie 150 Millionen Euro für Investitionen in Strom- und Fernwärmenetze in Nürnberg und Mittelfranken bereit.
 
Die KfW Ipex-Bank stellt der N-Ergie Aktiengesellschaft ein Förderdarlehen der KfW über 150 Millionen Euro zur Verfügung. Die Ipex ist die internationale Projekt- und Exportfinanzierungsbank der KfW mit Sitz in Frankfurt am Main. Diese Mittel sollen Investitionen in die Strom- und Fernwärmenetze in den Jahren 2026 und 2027 finanzieren.

Nach Angaben der Bank fließen die Gelder unter anderem in den Ausbau und die Erneuerung von Netzen sowie in neue Umspannwerke. Das Investitionsgebiet umfasst Nürnberg und weite Teile Mittelfrankens. Die Finanzierung erfolgt als bilaterale Einzelfinanzierung zwischen der Ipex-Bank und N-Ergie aus Nürnberg.

Zum Einsatz kommen die KfW-Programme 293 „Klimaschutzoffensive für Unternehmen“ und 148 „Investitionskredit kommunale und soziale Unternehmen“. Damit sollen insbesondere Investitionen in die Energieinfrastruktur unterstützt werden, die für die Energiewende und die Elektrifizierung des Energiesystems erforderlich sind.

Modernisierung fürs Stromnetz

Laut KfW Ipex-Bank dienen die Investitionen dazu, die Stromnetze zu modernisieren und zu verstärken. Dadurch soll zusätzliche Kapazität für die Aufnahme erneuerbarer Energien entstehen. Auch die zunehmende Elektrifizierung von Wärme und Verkehr erfordert demnach einen Ausbau der Verteilnetze. Dazu zählen etwa Infrastrukturen für Elektromobilität und Wärmepumpen.

„Wir unterstützen die N-Ergie dabei, Strom- und Fernwärmenetze gezielt für die Anforderungen der Energie- und Wärmewende auszubauen“, sagt Velibor Marjanovic, Mitglied der Geschäftsführung der Ipex-Bank. Die Finanzierung stärke kommunale Infrastruktur und unterstütze eine klimafreundliche Energieversorgung, erklärt er. N-Ergie ist der kommunale Energie- und Wasserversorger der Stadt Nürnberg. Das Unternehmen versorgt über seine Tochtergesellschaft N-Ergie Netz GmbH große Teile Mittelfrankens mit Strom und Gas. In Nürnberg kommen Trinkwasser- und Fernwärmeversorgung hinzu.

Investitionen abgesichert

Für N-Ergie hat die Finanzierung laut Vorstandssprecher Maik Render eine langfristige Bedeutung. „Für unser Investitionsprogramm sind verlässliche, langfristige Finanzierungen entscheidend“, erklärt Render. Die Zusammenarbeit mit der KfW Ipex-Bank gebe dem Unternehmen die finanziellen Möglichkeiten, seine Netze zu modernisieren und die Energieversorgung in Nürnberg und der Region weiterzuentwickeln.

Mit den Investitionen reagieren die beteiligten Unternehmen auf steigende Anforderungen an die kommunale Energieinfrastruktur. Neben der Integration zusätzlicher erneuerbarer Erzeugung erhöhen insbesondere Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und weitere elektrische Verbraucher den Bedarf an leistungsfähigen Verteilnetzen. Die KfW-Finanzierung soll dazu beitragen, die dafür notwendigen Investitionen bei N-Ergie in den kommenden beiden Jahren abzusichern. 

Autorin: Susanne Harmsen

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