Bayerisches Start-up realisiert Batteriespeicherprojekt in Österreich
21.07.2026
Quelle: E & M powernews
Das Münchner Unternehmen Stabl Energy liefert Batteriespeicher an den österreichischen Wasserkraftwerksbetreiber Elektrowerk Schröder.
Premiere für Stabl Energy: Der Münchner Batteriespeicher-Hersteller setzt nach eigenen Angaben sein erstes Projekt außerhalb Deutschlands um. Kunde ist der österreichische Wasserkraftwerksbetreiber Elektrowerk Schröder. Der Familienbetrieb in der Steiermark versorgt rund 2.400 Haushalte. Sieben Batteriespeicher sollen die Stromversorgung künftig flexibler machen.
Vier der Batteriespeicher will Stabl Energy Ende August an zentralen Schaltstelle des Kraftwerksbetreibers installieren. Drei weitere sind an Kraftwerksstandorten vorgesehen. Das Start-up verwendet für seine Speicher wiederverwendete Batteriemodule sowie ungenutzte Batterien aus Produktionsüberschüssen oder anderen Restbeständen. Das Unternehmen selbst spricht von „Second-Chance- und Zero-Life-Batterien“.
Die Systeme nutzen eine „modulare Multilevel-Wechselrichtertechnologie“, mit der Batteriemodule unterschiedlichen Zustands innerhalb eines Speichersystems kombiniert werden können, schreibt der Batteriehersteller. Die Speicher sollen auf dieser Basis einen Wirkungsgrad von 94,6 Prozent erreichen. Die Speicher für den österreichischen Versorger sollen insgesamt auf eine Kapazität von 13.000 kWh kommen.
Das Elektrowerk Schröder erzeugt Strom in drei eigenen Wasserkraftwerken. Hinzu kommt Strom aus sieben privaten Wasserkraftwerken und einigen privaten Photovoltaik-Anlagen. Damit versorgt werden private und gewerbliche Kunden und öffentliche Einrichtungen im Bezirk Murau. Durch die Batteriespeicher soll Eigenverbrauch steigen und das Stromnetz entlastet werden. Das Projekt zielt auf den Betrieb in einem intelligenten Stromnetz, das Erzeugung, Speicherung und Verbrauch miteinander verknüpft.
“Der Markt bietet großes Potenzial für flexible Speicherlösungen, die erneuerbare Energien effizient integrieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit stärken“, kommentiert Stabl-Vertriebschef Rene Bisplinghoff den Schritt nach Österreich. Und dabei soll es nicht bleiben. „Dieses Projekt ist der Auftakt für unsere Expansion im deutschsprachigen Raum, bevor wir weitere europäische Märkte ins Auge fassen.“
Stabl Energy wurde im Jahr 2019 gegründet. Aktuell zählt das Unternehmen mehr als 80 Mitarbeitende. Den Kapitalzufluss durch private und öffentliche Investoren beziffert der Batteriespeicher-Hersteller auf gut 20 Millionen Euro. Im Geschäftsabschluss für 2024 wies er Eigenkapital in Höhe von 7,8 Millionen Euro aus. Unter dem Strich bilanzierte er einen Jahresfehlbetrag von 4,7 Millionen Euro (2023: 3,2 Millionen Euro).
Autor: Manfred Fischer
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