Eisspeicher trifft Wärmepumpe
So sieht die Wärmeversorgung der Zukunft aus
5.11.2026
Wie lassen sich Wärmepumpen, thermische Speicher, Wärmenetze und intelligente Energiesysteme zu praxistauglichen Lösungen verbinden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Cluster-Treff am 29. Oktober in der PSD Bank Nürnberg ARENA. Fachbeiträge und Einblicke vor Ort zeigten, wie vielfältig die Ansätze für Gebäude, Quartiere und Gewerbeareale sind.
Im Mittelpunkt stand nicht eine einzelne Technologie, sondern das Zusammenspiel verschiedener Lösungen. Die Beiträge beleuchteten die Herausforderungen der Wärmewende, Wärmepumpen und Eisspeicher, kalte Nahwärme, Sektorenkopplung sowie Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten. Die Veranstaltung knüpfte damit an die zentrale Frage an, wie Wärme und Kälte künftig effizient und flexibel zusammengedacht werden können.
Prof. Dr. Dirk Pietruschka von der Technischen Hochschule Aschaffenburg ordnete die Herausforderungen der Wärmewende ein. Seine zentrale Botschaft: „Flexibilität ist der Rohstoff der Energiewende.“ Auch die weiteren Vorträge machten deutlich, welche Rolle Speicher dabei spielen können: Sie helfen, Energieüberschüsse aufzunehmen und erneuerbare Energien besser in Versorgungssysteme einzubinden.
Wie solche Ansätze in der Praxis aussehen können, zeigte Florian Czerwek von der Max Bögl Gruppe anhand von Gebäude- und Quartierskonzepten mit Wärmepumpen und Eisspeichern. Ein vorgestelltes Konzept verbindet ein kaltes Nahwärmenetz mit dezentralen Sole-Wasser-Wärmepumpen, Eisspeichern und einer zentralen Techniklösung. Weitere Impulse kamen von Andreas Wimmer (AIT-Gruppe), Thomas Vogel (Zeitgeist Engineering), Fritz Wallner (Kommunalunternehmen Markt Schierling) und Julius Seidler (Institut für Energietechnik IfE GmbH). Prof. Dr. Volker Stockinger von der TH Nürnberg führte durch die abschließende Diskussion.
Ein besonderer Programmpunkt war die Führung hinter die Kulissen der Arena. Dort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Gebäudetechnik und die Kälteanlage und damit in die konkreten Anforderungen an die Energieversorgung einer Multifunktionshalle.
Von der technischen Möglichkeit zur Umsetzung
In der Abschlussdiskussion wurde deutlich: Innovative Lösungen und Technologien sind vorhanden; die Herausforderung liegt darin, sie konsequent in die Umsetzung zu bringen. Die Diskussionsteilnehmenden sprachen unter anderem über mehr Mut, neue Wege zu gehen, eine bessere Nutzung von Potenzialen wie Abwärme und Photovoltaikstrom sowie über intelligente Lösungen, die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zusammenbringen.
Auch die Vorbildrolle von Staat und Kommunen, die Umsetzung naheliegender Maßnahmen wie Dämmung und thermischer Bauteilaktivierung sowie mehr Nachwuchs in Handwerk und MINT-Berufen kamen zur Sprache.
Der Cluster-Treff zeigte:
Die Wärmewende braucht mehr als innovative Einzeltechnologien. Entscheidend ist, sie intelligent miteinander zu verknüpfen und die Lösungen in die Praxis zu bringen. Eine wichtige Erkenntnis dabei: Speicher sind das Gold der Energiewende!
Vielen Dank an die Veranstaltungspartner Max Bögl Gruppe und AIT-Gruppe/alpha innotec, an alle Referentinnen und Referenten sowie an die Teilnehmenden für den fachlichen Austausch und die lebhafte Diskussion.
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Text: KI-redigiert
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