Dünnglas für PV-Module: Neue Beschichtung steigert Festigkeit deutlich
20.08.2026
Glas ist schwer. Mit bis Dichten um die 2500 kg/m³ ist es in vielen modernen Anwendungen inzwischen ein relevanter Faktor, wenn es um das Thema Gewicht und damit oft Kosten ein-hergeht. Jedoch sind für viele Anwendungen hohe Glasdicken notwendig, um eine ausrei-chende mechanische Stabilität zu gewährleisten. Ursache für die unzureichende Stabilität sind Mikrorisse an der Glasoberfläche, welche die Gesamtstabilität stark beeinträchtigen. Ohne diese Fehler sind deutlich geringere Glasdicken für technische Anwendungen einsetz-bar. Und genau hier setzt die Entwicklung von Exxosqel und dem Fraunhofer-Center für Sili-zium-Photovoltaik CSP an, von welcher sowohl am Bayerischen Glasgipfel vom 13.07.2026 (Bayerischer Glasgipfel 2026: Bayern Innovativ) als auch bei glaswelt.de berichtet wurde.
Gemeinsam haben sie einen Demonstrator für ein besonders leichtes Glas-Glas-PV-Modul entwickelt. Dabei kommen Front- und Rückgläser mit einer Dicke von jeweils nur 1 mm zum Einsatz. Eine speziell entwickelte reaktive Oberflächenbeschichtung soll die mechanischen Nachteile des Dünnglases ausgleichen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen wie Hagel deutlich erhöhen.
Die Beschichtung reagiert gezielt mit Mikrorissen auf der Glasoberfläche und stabilisiert die-se. Dadurch wird die Festigkeit der Gläser erheblich gesteigert, während die optischen Eigen-schaften weitgehend erhalten bleiben.
Es wird für diese Technologie ein großes Potenzial für leichtere und ressourcenschonendere Solarmodule, insbesondere für Anwendungen in der gebäudeintegrierten Photovoltaik (BIPV) gesehen.
Weitere Informationen finden Sie hier: Spezialbeschichtung macht dünnes Glas-Glas-PV-Modul hagelfest
Das könnte Sie auch interessieren
Bayern Innovativ Newsservice
Sie möchten regelmäßige Updates zu den Branchen, Technologie- und Themenfeldern von Bayern Innovativ erhalten? Bei unserem Newsservice sind Sie genau richtig!