Bayerischer Glasgipfel 2026
Vernetzung, Souveränität und Innovationen im Fokus
16.07.2026
Am 13. Juli 2026 kamen in Landshut auf Einladung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit Unterstützung des Netzwerks Glas 2.0 auf dem ersten Bayerischen Glasgipfel über 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Mittelstand, Forschung, Start-ups, Verbänden und Politik zusammen.
Im Mittelpunkt standen dabei die Themen technologische Souveränität, Resilienz, Innovationskraft und neue Geschäftsmodelle für die bayerische Glasindustrie. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den Austausch zu wirtschaftlichen, technologischen und politischen Rahmenbedingungen einer Branche, die für zahlreiche industrielle und technologische Anwendungen von zentraler Bedeutung ist.
Nach der Begrüßung durch den Regierungspräsidenten von Niederbayern, Rainer Haselbeck, eröffnete Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den Glasgipfel. In seinem Grußwort betonte er die Bedeutung der Glasindustrie für Wertschöpfung, Beschäftigung und technologische Unabhängigkeit in Bayern. Gleichzeitig verwies er auf die Herausforderungen durch hohe Energiekosten, die CO₂-Bepreisung sowie den internationalen Wettbewerbsdruck und sprach sich für bessere politische Rahmenbedingungen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche aus.
Fachliche Impulse lieferten anschließend Benedikt Scharfe von der Sigmund Lindner GmbH mit seiner Keynote zum Thema „Resilient, weil vielfältig – Wie sich ein KMU souverän aufstellt“ sowie Prof. Dr. Miriam Unterlass vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC. Sie zeigte auf, wie technologische Souveränität als Grundlage für Innovation und langfristige Wettbewerbsfähigkeit in der Glasbranche dienen kann.
In der Paneldiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Mittelstand und Forschung wurden Herausforderungen, Chancen und Zukunftsperspektiven der Branche diskutiert. Ein herzliches Dankeschön den Teilnehmern:
- Prof. Dr. Andreas Buske (Zwiesel Fortessa AG)
- Prof. Dr. Thorsten Gerdes (Keylab Glastechnologie, Universität Bayreuth)
- Christian Baierl (Glashütte Lamberts Waldsassen GmbH)
- Frank Hammerschmidt (Ernst Röser Siebdruckerei GmbH)
Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Klaus-Peter Potthast vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Abgerundet wurde das Programm durch die Impulse durch die EXXOSQEL GmbH und ewigbyte GmbH, die innovative Lösungsansätze und neue Perspektiven für die Branche präsentierten. Die begleitende Ausstellung durch das Cluster Neue Werkstoffe sowie der Bayerischen EnergieEffizienznetzwerk-Initiative von Bayern Innovativ, der Glas-Allianz-Bayern, der Gründerwerkstatt Zwiesel sowie die zahlreichen Networking-Gelegenheiten während der Pausen und beim abschließenden Get-together boten den Teilnehmenden zusätzliche Möglichkeiten für den fachlichen Austausch und die Anbahnung neuer Kooperationen.
Der Bayerische Glasgipfel 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für die Zukunft der Glasbranche ist. Das große Interesse der Teilnehmenden und die vielen konstruktiven Gespräche unterstrichen die Relevanz des Formats.
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