Transfer braucht digitale Reife

ein Playbook für KMU und Innovationsakteure

Digitale Transferkompetenz als Infrastruktur der Innovation.

Digitale Reife entscheidet darüber, ob Innovation in Wertschöpfung übersetzt wird – besonders im High- und Deep-Tech-Bereich, wo Komplexität, Geschwindigkeit
und Vernetzung zum Alltag gehören.

Doch was bedeutet digitale Reife im Technologietransfer?
Viele Unternehmen verbinden digitale Reife mit Software, KI oder Collaboration-Tools. Doch im Technologietransfer greift diese Sicht zu kurz.
Digitale Transferkompetenz beschreibt die Fähigkeit, Innovation nicht nur zu entwickeln, sondern sie digital, gemeinsam und systematisch wirksam zu machen.
Durch Digitale Transferkompetenz bleibt Innovation kein Zufall sondern kann zum reproduzierbaren Erfolgsmodell werden.

Und wie können Unternehmen und Transferakteure sie gezielt entwickeln?

Zeit für ein Playbook.

Die 4 Handlungsprinzipien digitaler Transferkompetenz

Digitale Reife im Transfer zeigt sich darin, Wissen, Daten und Technologien systematisch zu verstehen, relevante Akteure intelligent zu vernetzen,
Innovationsprozesse digital zu beschleunigen und Kooperationen über einzelne Projekte hinaus in größeren Zusammenhängen zu denken. So entsteht die
Fähigkeit, Innovation nicht nur zu entwickeln, sondern nachhaltig wirksam zu machen. Mit unserem Playbook geben wir Ansatzpunkte an die Hand – für die
langfristige effiziente digitale Anschlussfähigkeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, zwischen Technologie und Markt, zwischen Idee und Wirkung.

1: KOMPETENZEN DIGITALISIEREN

Investieren Sie gezielt in Fähigkeiten, die Zusammenarbeit, Datenkompetenz und Transfer ermöglichen – nicht nur in Technologien.

Digitale Reife im Transfer entsteht nicht allein durch Technologien, sondern durch Menschen, die sie sinnvoll einsetzen. Unternehmen und Organisationen benötigen Kompetenzen, um zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie zu vermitteln und digitale Werkzeuge effektiv zu nutzen. Dabei geht es nicht nur um IT-Know-how, sondern um neue Fähigkeiten wie das Übersetzen wissenschaftlicher Erkenntnisse in wirtschaftliche Anwendungen, die Gestaltung digitaler Zusammenarbeit und den Umgang mit Daten und Plattformen.
 

2: KI ALS TRANSFERBESCHLEUNIGER NUTZEN

Investieren Sie gezielt in Fähigkeiten, die Zusammenarbeit, Datenkompetenz und Transfer ermöglichen – nicht nur in Technologien.

Nutzen Sie KI nicht nur im Produkt, sondern im Innovationsprozess. Entscheidend ist nicht die KI selbst, sondern ihre Einbindung in Arbeitsabläufe und Entscheidungsstrukturen. Das betrifft auch die Einbindung von KI in Transferprozesse. KI ermöglicht beispielsweise die systematische Analyse von Wissensbeständen. Auch Kooperationspotenziale, Matching-Prozesse und Entscheidungswege können mit Hilfe von KI automatisiert sowie optimiert werden.

3: DIGITALE CO-CREATION STATT ERGEBNIS-ÜBERGABE

Gestalten Sie Transfer nicht als Übergabe, sondern als digitalen Entwicklungsprozess.

Traditionell folgt Technologietransfer einer linearen Logik: Forschung entwickelt, Unternehmen übernehmen. Wissen wird übergeben, nicht gemeinsam entwickelt. Digitale Reife macht Transfer zu einem vernetzten, datenbasierten und iterativen Prozess. Heute entstehen Innovationen dort, wo Unternehmen, Wissenschaft und Start-ups parallel arbeiten und Erkenntnisse in Echtzeit miteinander teilen. Digitale Kollaborationstools und KI-gestützte Analysen ermöglichen es, Entwicklungsprozesse zu öffnen, Feedback zu teilen und Kooperationen zu skalieren. Innovation entsteht nicht mehr nacheinander, sondern gleichzeitig
– über Organisationsgrenzen hinweg. Digitale Co-Creation bedeutet:
Transfer beginnt nicht nach der Entwicklung, sondern mitten im Entwicklungsprozess.
 

4: ÖKOSYSTEM-AUFBAU STATT PROJEKTLOGIK

Bauen Sie Transfer als langfristiges Netzwerk auf – nicht als Abfolge einzelner Projekte.

Digitale Reife zeigt sich nicht nur im täglichen Arbeiten, sondern in der Fähigkeit, stabile Innovationsnetzwerke aufzubauen. Wer Kooperationen nur projektbezogen organisiert, bleibt abhängig von Zufällen und Einzelkontakten. Nachhaltiger Transfer entsteht dort, wo Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Start-ups und Intermediäre dauerhaft miteinander verbunden sind. Community-Plattformen, digitale Netzwerke und Ökosysteme schaffen Räume, in denen Wissen, Partner und Ressourcen kontinuierlich verfügbar sind. Die Wissenschaft wir dabei zum Teil eines gemeinsamen Innovationsraums. Transferakteure übernehmen eine neue Rolle: Sie moderieren Communities, orchestrieren Netzwerke und schaffen digitale Infrastruktur für Zusammenarbeit. So wird Transfer schneller, planbar, skalierbar und langfristig zum Wettbewerbsvorteil.
 

Digitale Transferkompetenz: Der Wettbewerbsvorteil für Bayern

Digitale Reife im Transfer ist nicht nur eine Frage von Technologien, sondern auch von Fähigkeiten. Verstehen, verbinden, beschleunigen, skalieren – diese vier Kompetenzen entscheiden darüber, ob Wissen in Wirkung übersetzt wird. Wer sie beherrscht, macht aus Kooperation ein System, aus Innovation Geschwindigkeit
und aus Transfer einen strategischen Wettbewerbsvorteil.

Für Bayern als Innovationsstandort bedeutet das:
Digitale Reife im Transfer ist kein Zusatzthema. Digitale Reife ist eine wichtige Grundlage, um High- und Deep-Tech erfolgreich in die Zukunft zu führen.

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