EU-Resilienzprogramm: bislang 450 Milliarden Euro ausgezahlt

Das Enterprise Europe Network informiert:

07.10.2026

Die Europäische Kommission hat bislang 450 Milliarden Euro an Zuschüssen und Darlehen aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF; englisch: The Recovery and Resilience Facility, RRF) an die EU-Mitgliedstaaten ausgezahlt. Das entspricht fast 80 Prozent des von den Mitgliedstaaten beantragten Gesamtbetrags.

Die 2021 als Reaktion auf die COVID-19-Krise eingerichtete ARF ist Teil der Initiative NextGenerationEU. Sie unterstützt Reformen und Investitionen, insbesondere für den grünen und digitalen Wandel, und soll die Wettbewerbsfähigkeit der EU stärken.

Letzte Zahlungen bis Ende 2026 geplant

Die Mitgliedstaaten mussten die in ihren Aufbau- und Resilienzplänen festgelegten Etappenziele und Zielwerte bis zum 31. August 2026 erreichen. Die Kommission prüft derzeit die letzten 32 Zahlungsanträge im Gesamtumfang von 123 Milliarden Euro. Diese gingen bis zum 30. September 2026 ein. Nach Abschluss der Prüfungen sollen die letzten Zahlungen bis Ende des Jahres erfolgen.

Deutschland erhält 30,3 Milliarden Euro

Deutschland stehen insgesamt 30,3 Milliarden Euro an Zuschüssen zur Verfügung. Rund 80 Prozent davon wurden bereits ausgezahlt. Gefördert werden unter anderem Investitionen in Mikroelektronik und Wasserstoffforschung, die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, grüne Mobilität sowie die energetische Sanierung von Gebäuden.
Den vierten und letzten Zahlungsantrag hat Deutschland am 25. September 2026 eingereicht. Die Europäische Kommission prüft ihn derzeit.

Erwartete Effekte für Wirtschaft und Klima

Nach ersten Schätzungen könnte jeder in digitale Maßnahmen investierte Euro bis 2030 rund 1,50 Euro an Wirtschaftsleistung in der EU bewirken. ARF-geförderte Investitionen sollen die jährlichen Treibhausgasemissionen der EU um 1,5 Prozent senken. Unterstützte Reformen könnten weitere Einsparungen von etwa 1,4 Prozent der jährlichen Emissionen ermöglichen.

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Quelle: Europäische Kommission

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