Wissenstransfer als Türöffner für neue Märkte

Wie Aluminium neue Wege findet

Die GUTMANN ALUMINIUM DRAHT GMBH (GAD) aus Weißenburg ist Spezialist für gezogene Aluminiumdrähte sowie Rund- und Profilstangen aus Aluminium. Die Produkte kommen aktuell in unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz – von der Automobilindustrie über den Maschinenbau bis hin zur Medizin- und Elektrotechnik.
Doch die Frage lautet: Wo liegen die Märkte von morgen?

Mit dem Wandel vieler Industrien wächst auch der Bedarf, bestehende Werkstoffkompetenzen in neue Anwendungen zu übertragen. Für GAD stehen dabei Zukunftsfelder wie Batterietechnik, nachhaltiges Bauen, Humanoide Robotik und sogar Fusionstechnologien im Fokus. Die Herausforderung besteht dabei weniger in der Technologie selbst als im Zugang zu den richtigen Partnern, Forschungsakteuren und Anwendungsfeldern.

An dieser Stelle kam Bayern Innovativ ins Spiel. Über mehrere Innovationsnetzwerke und den Austausch mit den Transformationslotsen entstanden Kontakte zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die neue Perspektiven auf die Einsatzmöglichkeiten von Aluminium eröffneten. Gleichzeitig wurden Themen wie Kreislaufwirtschaft, KI-gestützte Prozessoptimierung, Förderprogramme und Schutzrechte diskutiert. 

„Aus den Netzwerken ist ein intensiver Austausch mit dem FAPS der FAU Nürnberg-Erlangen sowie dem Fraunhofer IISB entstanden. Ein erstes Forschungsprojekt wurde bereits bewilligt. Zudem konnten wir mit zwei Unternehmen aus der Region Kooperationen schließen, die wir bei Netzwerkveranstaltungen von Bayern Innovativ kennengelernt haben“, blickt Arne Mendel, Leitung Aluminiumtechnologie & Entwicklung bei Gutmann, zurück.

Mehrwert für beide Parteien

Der Wissenstransfer verlief dabei in beide Richtungen: Die Forschungseinrichtungen brachten neue Erkenntnisse zu Materialien, Technologien und Anwendungen ein. GAD wiederum konnte seine langjährige Expertise in der Aluminiumverarbeitung und die Anforderungen industrieller Märkte einbringen. So entstanden neue Impulse für gemeinsame Entwicklungen und mögliche Anwendungsfelder außerhalb der bisherigen Kernmärkte. „Im Bereich der Elektrifizierung – einer relativ neuen Branche für Gutmann – bringen wir aktuell den neuen Aluminiumwerkstoff „G-MAG“ auf den Markt, der mit mechanischen Kennwerten auf Kupferniveau bei max. elektrischer Leitfähigkeit >59%IACS gezielt für die Kupfersubsitution optimiert wurde“, führt Mendel weiter aus.
Desweiteren investierte Gutmann in neue Anlagen, auf denen Al-Bonddraht (4N, 5N Al) produziert werden kann, der in der Leistungselektronik zur Chipkontaktierung benötigt wird.
Heute profitiert das Unternehmen von einem erweiterten Netzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft. Für GAD ist das ein wichtiger Baustein, um neue Märkte zu erschließen und die eigene Innovationskraft weiter auszubauen. Die Verbindung zwischen Forschung und Industrie entsteht dabei nicht zufällig – sie braucht Menschen und Netzwerke, die beide Seiten zusammenbringen. Oder wie es Arne Mendel und Rudi Ehrengruber von GAD formulieren: „Die durch Bayern Innovativ geknüpften Verbindungen zu Unternehmen und Forschungsinstituten haben die Innovationskraft unseres Unternehmens auf ein neues Level gehoben.
 

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