Start-ups und KMUs: Wie ein neuer Blickwinkel aus einem Hasen eine Ente macht

Dass dieses Bild ein Tier zeigt, wird wohl niemand anzweifeln. Doch welches Tier ist abgebildet? Auf den ersten Blick ist es klar: eine Ente natürlich. Oder?

Wer hier keine Ente sieht, sondern vielleicht einen Hasen, muss nicht zum Optiker, denn das ist genauso richtig. Beim längeren Hinsehen und durch die Fokussierung auf einen anderen Teil des Bildes wird klar, hier sind sowohl eine Ente als auch ein Hase zu sehen. Beide Sichtweisen sind richtig. Ein Bild, das je nach Perspektive des Betrachtenden ein anderes Motiv annimmt, nennt sich Kippbild oder Kippfigur. Wichtig ist aber auch, dass die eine Darstellung nicht ohne die andere funktioniert. Das gesamte Bild ergibt sich nur, wenn man beide Perspektiven eingenommen hat. Bleibt man bei seiner Sichtweise, bleibt einem die andere Hälfte des Bildes verwehrt.

Das vollkommene Bild kann nur erreicht werden, wenn man sich auch in die Perspektive der anderen Seite hineinversetzt. So funktioniert es auch bei der Zusammenarbeit zwischen Start-ups und kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs). Sie können stark voneinander profitieren, denn der Spirit ist der gleiche. Sie wollen ihre Idee und ihr Unternehmen vorantreiben, so gut und weit es geht. Und beiden haben recht damit. Die eine Seite hat Probleme, für die die andere Seite Lösungen bietet. Doch diese Zusammenarbeit funktioniert nur, wenn die Perspektiven ausgetauscht werden. Wer die Lösung will, muss nicht nur die eigene Sicht, sondern auch die Sicht des anderen auf das Problem einnehmen.

Die Probleme der anderen lösen

Start-ups haben etwas, was KMUs wollen und umgekehrt. Die etablierten Unternehmen suchen nach Innovationen und frischen Ideen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und um Lösungen für ihre Probleme in den Firmen zu finden. Besonders das technologische Know-how der Start-ups macht sie für KMUs attraktiv. Gleichzeitig müssen KMUs oft erst analysieren, wo es bei ihnen hängt, also für welche Themen sie eigentlich neue Lösungen brauchen, bevor sie gezielt nach Lösungen suchen können. Das stellt oft schon die erste Herausforderung bei der Zusammenarbeit zwischen KMUs und Start-ups dar.

Aber was erwarten Start-ups eigentlich von der Zusammenarbeit? Auf den ersten Blick scheint die Antwort klar: finanzielle Mittel, Zugang zu Netzwerken und Unterstützung beim Wachstum. Schließlich wollen viele Start-ups langfristig selbst zu etablierten Unternehmen werden. Trotzdem ist die Situation am Markt oft unausgeglichen: Es sind meist die KMUs, die entscheiden, ob und wie eine Kooperation zustande kommt. Dabei ist den meisten Start-ups vor allem eines wichtig: eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Sie möchten ihre Leistungen oder Ideen einbringen und im Gegenzug nicht nur gefördert, sondern auch als gleichwertige Partner wahrgenommen werden. Hier treffen unterschiedliche Gründerpersönlichkeiten aufeinander: Die jungen, oft technikaffinen Start-up-Gründenden stehen erfahrenen Unternehmenden mit gewachsenen Netzwerken gegenüber. Beide Seiten bringen wertvolle Perspektiven mit ein, doch damit sie voneinander profitieren können, müssen sie auch die des jeweils anderen einnehmen. Denn beide haben recht, aber in Kombination ergibt sich die Lösung.

Zwei unterschiedliche Perspektiven auf ein Bild

Sie könnten voneinander profitieren, ja sogar die Probleme des anderen lösen und dafür Lösungen für ihre eigenen Probleme bekommen. Klingt nach einem Perfect Match. Die Realität sieht aber anders aus. Start-ups sind oft jung, technikaffin und agieren mit einem starken Fokus auf ihr Produkt, wodurch sie ihre Innovationen schnell vorantreiben. KMUs hingegen bauen auf langjährige Erfahrung, ein etabliertes Netzwerk und sorgfältige Entscheidungsprozesse. Während Start-ups ihre Entscheidungen eher schnell treffen, brauchen KMUs oft mehr Zeit für Abstimmungen und Planung, da bei ihnen die Prozesse größer sind und länger dauern. Diese unterschiedlichen Arbeitsweisen und Ansätze können jedoch zu Missverständnissen führen. Hier kann ein Perspektivwechsel helfen: den Start-ups, um nicht in einen Tunnelblick zu verfallen und das Drumherum zu übersehen und den KMUs, um den Fokus auf die richtigen Dinge zu setzen.

Hinzu kommt, dass beide Seiten die Zusammenarbeit unterschiedlich wahrnehmen. Sie haben unterschiedliche Sichtweisen darauf. KMUs sehen in Start-ups oft eher ein potenzielles Investment, während Start-ups oft auch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe anstreben. Natürlich gibt es sowohl seitens der KMUs als auch bei den Start-ups Akteure mit anderen Absichten, beispielsweise Start-ups, die gezielt nach Investoren suchen, doch genau das muss eben richtig kommuniziert werden. Auch hier müssen die jeweiligen Motive abgeglichen werden. Wenn die Start-up-Gründenden verstehen, was die Inhabenden der KMUs von ihnen möchten und andersherum, dann können gemeinsame Ziele auch gemeinsam erreicht werden.

Zwei Sichtweisen ergeben ein Bild

Das Ziel ist dasselbe: das eigene Unternehmen mit den eigenen Ideen möglichst weit zu etwas bringen. Doch wie können Start-ups und KMUs sich gegenseitig dazu verhelfen? Eigentlich logisch, durch eine gute Zusammenarbeit. Wie bei der Ente und dem Hasen muss der eigene Blickwinkel verändert werden, um das ganze Bild zu erkennen. Eine Vermittlung erleichtert die Zusammenarbeit. Denn bevor es zu einer Kooperation kommen kann, müssen sich die Akteure erst einmal finden, und das ist die größte Hürde. Hier ist das Stichwort: Matchmaking. KMUs und Start-ups müssen erst einmal voneinander erfahren, sich kennenlernen und herausfinden, ob sie sich gegenseitig helfen können.

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Von der Ente zum Hasen und zurück: Gemeinsam das ganze Bild sehen

Am Ende geht es bei der Zusammenarbeit von Start-ups und KMUs darum, mehr zu sehen als nur die eigene Perspektive. Wie beim Kippbild von Ente und Hasen entsteht das volle Potenzial erst, wenn beide Seiten bereit sind, ihre Sichtweise zu erweitern und die andere Perspektive einzunehmen. So können Start-ups und KMUs ihre jeweiligen Stärken wirklich einbringen, Missverständnisse überwinden und gemeinsam Lösungen für ihre Herausforderungen finden.

Wenn beide Seiten nicht nur ihre Unterschiede, sondern vor allem ihre Stärken erkennen und wertschätzen, entsteht etwas Neues und Großes. Wie beim Kippbild, das erst durch die Kombination der Blickwinkel auf Ente und Hase vollständig wird, kann die Zusammenarbeit von Start-ups und KMUs innovative Lösungen hervorbringen, die allein kaum denkbar wären. Mit Offenheit, einer guten Vermittlung und der Bereitschaft, die Perspektive des anderen einzunehmen, können sie nicht nur ihre individuellen Ziele erreichen, sondern auch gemeinsam den Fortschritt vorantreiben.

Haben Sie auch Lust bekommen, mit Ihrem Unternehmen eine Kooperation mit einem Start-up oder einem KMU einzugehen und voneinander zu profitieren?

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