Ladepark für Elektro-Busse der Stadtwerke Tübingen

Neuer Ladepark soll den steigenden Strombedarf der wachsenden E-Busflotte decken und die Elektrifizierung des Tübinger Nahverkehrs vorantreiben

14.04.2026

Quelle: E & M powernews

Die Stadtwerke Tübingen bauen für die hungrigen Batterien ihrer Omnibusflotte eine neue Futterstelle. Bis zu 21 Elektro-Busse können perspektivisch auf einem neuen Areal Strom laden.
 
Die Flotte der Elektro-Busse im Bestand der Stadtwerke Tübingen wächst. Damit der Versorger ihren Strombedarf decken kann, entsteht nun ein Ladepark für die Fahrzeuge. Die Vorbereitungen für die Bauarbeiten haben begonnen.

Innerhalb der Stadtwerke ist die Tochter „TüBus“ für den öffentlichen Nahverkehr zuständig. Auf dem Gelände eines früheren Autohändlers sollen künftig bis zu 21 Ladeplätze für Elektro-Busse entstehen. Die alten Firmengebäude müssen für die Tübus-Pläne in den kommenden Wochen weichen.

Für die erste Ausbaustufe der Ladeinfrastruktur hatten die Stadtwerke seinerzeit insgesamt rund 7 Millionen Euro ausgeben wollen, 2,5 Millionen Euro davon stammen aus öffentlicher Hand. Die in zwei Stufen erfolgende Umstellung der Busflotte auf Batterie-Antriebe schlägt mit 20 Millionen Euro zu Buche.

Im laufenden und im nächsten Jahr schaffen die Stadtwerke auch weitere E-Busse an. Dabei handelt es sich um 18 Gelenkbusse, neun davon kommen noch 2026 nach Tübingen. Zwei weitere Solobusse sind für 2027 eingeplant. Dadurch wächst die E-Flotte auf 47 Fahrzeuge. Das würde den Anteil der klimafreundlichen Busse auf etwa 60 Prozent erhöhen, teilen die Stadtwerke mit.

Ende 2025 verfügte jeder vierte Tübinger Bus über einen Elektroantrieb. Schon mit diesem Anteil bezeichnete das Unternehmen sich als Vorreiter bei der Elektrifizierung der Busse, weil der Schnitt bundesweit bei rund 10 Prozent liege.

Der ÖPNV ist allerdings auch in Tübingen keine Cash-Cow. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Aufsichtsrat der Stadtwerke auf die Ausgabenbremse getreten. Über geringere Fahrleistungen soll Tübus pro Jahr 1 Million Euro einsparen. Das Angebot schrumpfte dadurch zunächst um 5 Prozent.
 
Autor: Volker Stephan