Kultur als ökonomische Kraft: Beitrag im Dossier „Kosmos Kulturwirtschaft“

Wie entsteht wirtschaftliche Wertschöpfung? Nicht nur in Laboren, Werkshallen oder Rechenzentren, sondern ebenso in Ateliers, Studios und digitalen Kreativräumen. Genau diese Perspektive bringt Veronika Fischer (Bayern Innovativ/ Kreativwirtschaft) in ihrem Beitrag „Kultur als ökonomische Kraft“ ein, der im neu erschienenen Dossier „Kosmos Kulturwirtschaft“ des Deutschen Kulturrates veröffentlicht wurde.

Der Beitrag zeigt, wie eng Kreativität, Technologie, Wissenschaft und Wirtschaft heute miteinander verwoben sind und warum die Kultur- und Kreativwirtschaft ein zentraler Treiber für Innovation und neue Märkte ist.

Creative Tech als Innovationsmotor

Im Mittelpunkt steht Creative Tech: die Verbindung von Kunst, Design und Technologie. Innovation entsteht hier nicht allein aus Ingenieurwissen und Datenpräzision, sondern aus Imagination, Intuition und der Fähigkeit, komplexe Herausforderungen aus ungewohnten Blickwinkeln zu betrachten. Genau diese Kompetenz bringt die Kultur- und Kreativwirtschaft in Innovationsprozesse ein.

Große Branche, besondere Strukturen

Rund 345.000 Erwerbstätige erwirtschaften in Bayern einen Umsatz von 44,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig ist die Branche stark projektbasiert, geprägt von Solo-Selbstständigkeit und flexiblen Arbeitsweisen, für die klassische wirtschaftliche Rahmenbedingungen oft nicht passen. Das Ergebnis ist ein großes, häufig ungenutztes Potenzial.

Bayern Innovativ als Schnittstelle

Hier setzt Bayern Innovativ an. Wir verbinden Kreative mit Technologie, Wissenschaft und Wirtschaft und schaffen Räume, in denen neue Ideen, Kooperationen und marktfähige Konzepte entstehen.
In Workshops, Coachings und Vernetzungsformaten treffen Menschen aufeinander, die zuvor keine gemeinsame Sprache hatten – und genau dort eine finden. Besonders sichtbar wird das in Formaten der Cross-Innovation, bei denen kreative Impulse auf etablierte Branchen treffen.

Creative Tech in der Praxis

Wie das konkret aussieht, zeigen unter anderem:
•    die Cross-Innovation-Reise zur Ars Electronica, bei der Kreativschaffende gemeinsam mit Medizintechnik, Forschung und Technologie an Themen wie KI-gestützter Prävention, Robotik in der Pflege und ästhetisch-funktionalen Prothesen arbeiteten,
•    das NEB Living Lab, in dem die Energiewende nicht nur technisch, sondern auch kulturell und ästhetisch gedacht und erlebbar gemacht wird.
Dort entstehen Lösungen, die funktional, ästhetisch, sozial wirksam und marktfähig sind.

Das Dossier „Kosmos Kulturwirtschaft“

Das Dossier „Kosmos Kulturwirtschaft“ des Deutschen Kulturrates, entstanden in Kooperation mit KreativBund – Bundeszentrum Kultur- und Kreativwirtschaft, beleuchtet die Branche aus unterschiedlichen Perspektiven. Es zeigt, dass Kulturprodukte gleichzeitig Kulturgut und Ware sind und dass unternehmerisches Denken und kreative Methoden eine besondere Stärke dieser Branche darstellen.
Der Beitrag „Kultur als ökonomische Kraft“ stammt von Veronika Fischer, Bayern Innovativ, und ist Teil dieser Veröffentlichung.
Das Dossier liegt der aktuellen Ausgabe von „Politik & Kultur“ bei und ist darüber hinaus über den Buchhandel, den Shop des Deutschen Kulturrates sowie kostenfrei online erhältlich.

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