Großes Potenzial für H2-Speicherung in Bayern
Studie der TU München und der Montanuniversität Leoben sieht großes Potenzial für untertägige Wasserstoffspeicherung im bayerischen Molassebecken
04.03.2026
Quelle: E & M powernews
Die „SpeicherCHeck“-Studie untersucht das Potenzial süddeutscher Porenspeicher für die Wasserstoffspeicherung. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor.
Die „SpeicherCHeck“-Studie der TU München und der Montanuniversität Leoben (Österreich) beziffert das statische Wasserstoffspeicherpotenzial im bayerischen Molassebecken auf 12,6 bis 25,2 TWh. Grundlage der Untersuchung ist die Auswertung der geförderten Erdöl- und Erdgasvolumina von 58 Lagerstätten.
Auf dieser Basis wurde der durch Förderung freigewordene Porenraum ermittelt und unter Speicherbedingungen rechnerisch mit Wasserstoff befüllt. Ergänzend erfolgten eine erste Abschätzung zu salinaren Aquiferen sowie einfache wirtschaftliche Betrachtungen.
Die Bandbreite des Potenzials hängt vom angenommenen Arbeitsgasanteil ab. 96 Prozent des Gesamtpotenzials ohne Berücksichtigung salinarer Aquifere entfallen dabei auf die 25 größten Lagerstätten. 95 Prozent der Kapazitäten liegen im südöstlichen Teil des Molassebeckens.
Mit 39 Prozent entfällt der größte Anteil auf fünf aktive Erdgasspeicher, weitere 37 Prozent auf 27 ausgeförderte Gaslagerstätten. Allein die aktiven Erdgasporenspeicher erreichen ein Potenzial von fünf bis zehn TWh und damit einen signifikanten Anteil am bundesweiten Wasserstoffspeicherpotenzial.
Die ausgewiesenen Werte sind als statische Speicherkapazitäten zu verstehen und unterliegen Unsicherheiten. Sie bilden weder zyklische Betriebsweisen noch geochemische Wechselwirkungen oder wirtschaftliche Detailfragen ab. Gleichwohl verweist die Studie auf das Potenzial poröser Formationen für die untertägige Wasserstoffspeicherung. Insbesondere die bestehenden Erdgasporenspeicher gelten als gut untersucht, infrastrukturell erschlossen und speichertechnisch erprobt.
Der vollständige Studienbericht „Statische Speicherkapazitäten für H2 in Kohlenwasserstofflagerstätten und Gasspeichern. Abschlussbericht zum Arbeitspaket 1 des F&E Projekts SpeicherCHeck − Teil 1:Wasserstoff“ ist auf den Internetseiten des Bayerischen Wirtschaftsministeriums abrufbar.
Autorin: Katia Meyer-Tien