Faire Arbeitskräftemobilität und einfachere Qualifikationsanerkennung

Das Enterprise Europe Network informiert:

15.07.2026

Die Europäische Kommission hat ein Paket zur fairen Arbeitskräftemobilität verabschiedet. Ziel ist es, soziale Rechte in der EU besser zu schützen, die Anerkennung beruflicher Qualifikationen zu beschleunigen und Verwaltungsverfahren für mobile Arbeitnehmer sowie Unternehmen zu vereinfachen.

Die Kernpunkte des neuen Pakets
  • Europäischer Sozialversicherungspass: Erleichtert den Nachweis und die Geltendmachung von Sozial- und Krankenversicherungsansprüchen über Grenzen hinweg.
  • Skills Portability Act: Eine Verordnung über digitale und vergleichbare Qualifikationen, die die Anerkennung deutlich beschleunigt. Stärkung der Europäischen Arbeitsbehörde (ELA): Verbessert die Zusammenarbeit der nationalen Verwaltungen und schützt mobile Arbeitnehmer besser vor Missbrauch.
  • Berufsqualifikationen & Drittstaatsangehörige: Anpassung der Richtlinien, um den Fachkräftemangel durch effizientere Verfahren zu bekämpfen.
 
Wirtschaftlicher Nutzen und Hintergründe

Im Jahr 2024 lebten rund 14 Millionen Europäer in einem anderen EU-Mitgliedstaat, während gleichzeitig 18 Prozent der Befragten einer Eurobarometer-Umfrage den Wunsch äußerten, im Ausland zu arbeiten. Nach vollständiger Umsetzung soll das Paket bis zum Jahr 2040 einen Nutzen von geschätzten 6 Milliarden Euro generieren, durch Einsparungen für Unternehmen und Behörden, schnellere Verwaltungsverfahren und die effektive Vermeidung von Betrug.

Pressemitteilung

Quelle: Europäische Kommission