EU genehmigt deutsche Wasserstoff-Beihilfe

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20.05.2026

Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zur Förderung von erneuerbarem Wasserstoff genehmigt. Ziel ist es, den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen und die Dekarbonisierung der Industrie sowie die energiepolitische Unabhängigkeit der EU voranzutreiben.

Konkret soll die Förderung über das Instrument Auctions-as-a-Service der Europäischen Wasserstoffbank erfolgen. Dabei stellt die EU ein zentrales Auktionssystem bereit, das Mitgliedstaaten nutzen können, um nationale Fördermittel effizient und abgestimmt mit EU-Förderungen zu vergeben.

Im Fokus der Maßnahme stehen:
  • der Aufbau von bis zu 1.000 MW Elektrolysekapazität,
  • die Produktion von bis zu 10 Millionen Tonnen erneuerbarem Wasserstoff,
  • sowie eine potenzielle Vermeidung von bis zu 55 Millionen Tonnen CO₂.

Gefördert werden Unternehmen, die planen neue Elektrolyseure zu errichten und den erzeugten Wasserstoff in die Pipeline „Danish Hydrogen Backbone 1“ einspeisen. Dieses Vorhaben verbindet Produktionsstandorte in der Nordsee mit Abnehmern im deutschen Wasserstoff-Kernnetz und stärkt damit die europäische Energieinfrastruktur.

Die Beihilfen im Rahmen der Regelung werden in Form von direkten Zuschüssen je Kilogramm erzeugtem erneuerbarem Wasserstoff für einen Zeitraum von höchstens zehn Jahren gewährt. Voraussetzung ist die Einhaltung der EU-Kriterien für erneuerbare Kraftstoffe.

Nach Prüfung kommt die Kommission zu dem Ergebnis, dass die Regelung:
  • gezielt Anreize für Investitionen schafft,
  • zur Entwicklung des Wasserstoffmarktes beiträgt,
  • und gleichzeitig Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU begrenzt.

Die Maßnahme ist Teil der europäischen Wasserstoffstrategie und knüpft an zentrale Initiativen wie den REPowerEU-Plan und den Deal für eine saubere Industrie an. Sie soll dazu beitragen, die geplanten Ausbauziele für erneuerbaren Wasserstoff bis 2030 zu erreichen und die Transformation hin zur Klimaneutralität zu unterstützen.

Vollständige Pressemitteilung

Quelle: Europäische Kommission

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