Energy Unit 2.0: XL-Wärmepumpenlösung feiert Premiere in Dortmund

Vaillant und Alois Müller realisieren sechsstufige Wärmepumpenkaskade mit 80 kW Leistung für Mehrfamilienhäuser von DOGEWO21.

24.02.2026

Quelle: Alois-Müller-Gruppe

In Dortmund ist erstmals die XL-Variante der Energy Unit 2.0 in Betrieb gegangen.

Die modulare Wärmepumpen-Heizzentrale wurde von Vaillant gemeinsam mit dem Anlagenbauer Alois Müller entwickelt und nun bei der DOGEWO21 – Dortmunder Gesellschaft für Wohnen mbH installiert.

Das Projekt gilt als XL-Premiere: Die Anlage verfügt über eine sechsstufige Wärmepumpenkaskade und erreicht eine Gesamtleistung von rund 80 kW. Damit soll sie zeigen, wie sich serielle Heizungssanierung, hohe Effizienz und begrenzte Platzverhältnisse im Gebäudebestand wirtschaftlich kombinieren lassen.

Serielle Lösung für den Mehrfamilienhausbestand

Versorgt werden zwei Mehrfamilienhäuser aus dem Baujahr 1967 mit jeweils zehn Wohneinheiten und rund 720 Quadratmetern Wohnfläche pro Gebäude. Zuvor erfolgte die Wärmeversorgung über gasbasierte Zentralheiztechnik. Nach dem Ausfall eines Wärmeerzeugers entschied sich DOGEWO21 für eine nachhaltige und schnell realisierbare Lösung.

Die Energy Unit 2.0 wird industriell vorgefertigt („Plug and Heat“), anschlussfertig geliefert und außen aufgestellt. Dadurch reduziert sich der Installationsaufwand im Gebäude deutlich – ein entscheidender Vorteil bei Sanierungen im bewohnten Bestand.

Modulares Konzept mit optimierter Akustik

Die Energy Unit 2.0 besteht aus einem Hydraulikmodul mit integrierter Speicher- und Regelungstechnik sowie einem variablen Wärmepumpenmodul. Vier Baugrößen (S, M, L und XL) decken mit zwei bis sechs Wärmepumpen einen Leistungsbereich bis rund 80 kW ab.

In der Dortmunder XL-Variante kommen sechs Luft/Wasser-Wärmepumpen des Typs aroTHERM plus VWL 125/8.1 mit dem natürlichen Kältemittel R290 zum Einsatz. Zwei Pufferspeicher mit je 800 Litern sowie ein elektrisches Zusatzheizgerät sichern den Betrieb bei niedrigen Außentemperaturen. Die erwartete Jahresarbeitszahl liegt bei mindestens 3,5.

Gegenüber dem Vorgängermodell wurde die Anlage kompakter konstruiert und akustisch optimiert. Durch die schallentkoppelte Einhausung beträgt der maximale Schallleistungspegel 64,2 dB(A) im Tagbetrieb. Optional sind zusätzliche schalldämpfende Elemente möglich, um geringere Abstände zur Wohnbebauung zu realisieren.

Beitrag zur Dekarbonisierung

Mit dem Umstieg von Gas auf das Wärmepumpensystem reduziert DOGEWO21 die CO₂-Emissionen um rund 20,5 Tonnen pro Jahr. Gleichzeitig verbessert sich die Energieeffizienzklasse der Gebäude von F auf B.

Für Vaillant und Alois Müller ist das Projekt ein Beleg dafür, dass serielle, modulare Wärmepumpenlösungen ein tragfähiger Ansatz für die Dekarbonisierung des Mehrfamilienhausbestands sind – technisch skalierbar, wirtschaftlich darstellbar und mit kurzen Umsetzungszeiten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Alois-Müller-Gruppe