Digitale Transformation: Darum braucht es Kompetenzen & Weiterbildung

Digitale Transformation: Darum braucht es Kompetenzen & Weiterbildung

Ein Beitrag von Dirk Maaß, Leiter des Transformationslotsen-Teams bei Bayern Innovativ 

09.02.2026

Die Themen digitale Transformation, neue Geschäftsmodelle und technologische Innovation prägen aktuell nahezu alle Branchen. Ob Künstliche Intelligenz, Automatisierung, Cloud-Technologien oder datengetriebene Prozesse. Neue Technologien sind heute zentrale Treiber für Wettbewerbsfähigkeit. Doch ihr tatsächlicher Wert entsteht nicht durch die Technologie allein, sondern erst durch die Menschen, die sie anwenden. 

In der Praxis zeigt sich immer wieder: Viele Unternehmen investieren zwar frühzeitig in neue Systeme und Lösungen, denken aber zu spät an die Usability, die Umsetzbarkeit und Qualifikationen ihrer Mitarbeitenden. Dabei gehören fehlende oder unzureichende Kompetenzen zu den häufigsten Gründen, warum Digitalisierungs- und Transformationsprojekte hinter den Erwartungen zurückbleiben oder ganz scheitern. 

Menschen sind der Schlüssel zum Erfolg

Technologien entfalten ihren Nutzen nur dann, wenn Mitarbeitende verstehen, wie sie funktionieren, wofür sie eingesetzt werden und wie sie sinnvoll in bestehende Geschäftsprozesse integriert werden. Ohne dieses Verständnis sinken Akzeptanz und Produktivität, steigen Fehlerquoten und entstehen Schattenprozesse, die den eigentlichen Mehrwert der Technologie untergraben. 

Gleichzeitig entwickeln sich Technologien heute rasant. Qualifikationslücken entstehen schneller, als viele Unternehmen reagieren können. Wer erst nach der Einführung neuer Systeme beginnt, Qualifizierungen zu planen, läuft Gefahr, wertvolle Zeit zu verlieren und unnötige Kosten zu verursachen. 

Weiterbildungsperspektive mit Weitblick ist ein strategischer Erfolgsfaktor 

Deshalb sollte die Weiterbildungsperspektive von Beginn an Teil strategischer Entscheidungen sein. Sei es bei der Einführung und Nutzen neuer Technologien, beim Aufbau neuer Geschäftsmodelle oder beim Wechsel in neue Branchen. Um zukünftige Kompetenzbedarfe rechtzeitig zu erkennen und gezielt aufzubauen, sollten Personalabteilungen frühzeitig in strategische Veränderungsprozesse eingebunden werden. Gerade im Hinblick auf High- und Deeptech-Themen ist es wichtig, Wissen frühzeitig im Unternehmen aufzubauen und zu etablieren 

Frühzeitige Kompetenzplanung ermöglicht:

  • die rechtzeitige Anpassung von Rollenprofilen 
  • interne Mobilität und Umschulung  
  • die Einsparung kostenintensiver externer Neueinstellungen 
  • die Identifikation mit neuen Produkten, Service, Strategien 
  • die Entwicklung zukunftsfähiger Karrierepfade 
  • die Identifikation neuer Jobprofile. 

Das stärkt nicht nur die Mitarbeitenden, sondern hilft auch, Fachkräfte langfristig im Unternehmen zu halten und Ängste abzubauen. 

Früh planen heißt auch Kosten sparen 

Wer frühzeitig plant, kann Qualifizierungsmaßnahmen gezielt steuern und besser in den Arbeitsalltag integrieren. Eine vorausschauende Qualifizierungsplanung sorgt zudem für Planungssicherheit und Effizienz. Denn späte, hektisch organisierte Trainings und Schulungen führen meist zu höheren externen Kosten, mehr operativen Störungen und erhöhten Fehlerquoten.  

Unterstützung durch Förderprogramme und Netzwerke 

Unternehmen müssen diesen Weg nicht allein gehen. Es gibt zahlreiche Weiterbildungsförderprogramme und Initiativen wie Komm weiter in Bayern, Angebote der Bundesagentur für Arbeit oder von regionalen Transformationsnetzwerken wie transform.by, das Unternehmen gemeinsam mit Sozialpartnern unterstützt. Diese Programme helfen dabei, Qualifizierungen finanziell zu fördern, passende Maßnahmen zu identifizieren und Netzwerke aufzubauen. 
Und natürlich unterstützt auch Bayern Innovativ Unternehmen durch Wissenstransfer: mit Technologie-Know-how, Quick-Checks, Vernetzung und Informationen zu Förderprogrammen. Ein Beispiel dafür ist das Pilotprojekt mit der Agentur für Arbeit in Ingolstadt, das zeigt, wie gezielte Kompetenzentwicklung frühzeitig in Transformationsvorhaben integriert werden kann. 

Fazit: Transformation gelingt nicht durch Technologie allein. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Wer heute in die Kompetenzen und Technologien von morgen investiert, schafft die Grundlage für nachhaltigen Erfolg. 

Ihr Kontakt

Dirk Maaß
+49 911 20671-739
Transformation, Leitung Transformationslotse, Bayern Innovativ GmbH, München