Individualisierung, Flexibilität, veränderte Markt- und Kundenanforderungen, Arbeitswelt 4.0, Transformation…das sind nur einige Herausforderungen, mit denen Unternehmen heutzutage konfrontiert werden. Entscheidend dabei ist, dass der Prozess des Kunden vorgibt, wie die Lösung aussieht!
Ein Beispiel aus der Praxis bietet die NeoLog GmbH aus Landshut, die sich darauf spezialisiert hat, passende Lösungen in den Bereichen Materialfluss, Logistik und Produktion zu entwickeln. Transformationslotse Dirk Maaß hat im Gespräch mit Christian Schulz, Geschäftsführer der NeoLog GmbH, nähere Einblicke erhalten, wie das Unternehmen Transformationsthemen begegnet.

Christian: Wir arbeiten frei nach dem Motto „Das Werkzeug muss sich immer zu 100 Prozent dem Prozess anpassen“ und entwickeln dementsprechend passende Lösungen mit möglichst geringem technischem Aufwand unter Beachtung wichtiger Aspekte, wie z.B. Mitarbeiterergonomie, Arbeitssicherheit, ESD oder anderen geltenden Regeln und Vorschriften.
Wir sehen uns als Transformationsunterstützer oder Beschleuniger, d.h. wir haben den Anspruch, für jeden Bereich und jeden Mitarbeitenden optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und gleichzeitig den Gesamtprozess im Auge zu behalten.
Somit ermöglichen wir für viele unserer Kunden die notwendige Transformation für die Mit-arbeitenden leichter greifbar zu machen und damit die Akzeptanz zu erhöhen. Wir nehmen die Mitarbeitenden bis zur Inbetriebnahme der fertigen Lösung (z.B. den Packtisch, den Kommissionierwagen oder auch die ganze Produktionslinie) mit.
Christian: In unserem Geschäft wird der Begriff „Transformation“ oft mit Veränderung gleichgesetzt – sei es von unseren Kunden oder der Branche an sich. Gegenwärtig sind viele Unternehmen der Meinung, dass Transformation nur den Einsatz von Automatisierung und Robotern bedeutet. Es werden also große Projekte für diese Bereiche angeschoben und leider allzu oft von Anbietern auch mitgetragen, ohne eine echte Effizienzverbesserung, Ertragssteigerung oder Mitarbeiterentlastung im Vorfeld neutral und ehrlich zu betrachten. Wir haben festgestellt, dass wir mit unseren „einfachen“ Lösungen oft bei Kunden Verbesserungen im Bereich der menschlichen Arbeitsplätzen umsetzen konnten, weil man erkannt hat, dass in diesen Bereichen zu wenig Planung stattgefunden hat.
Christian: Ich sehe das ähnlich wie Du. Ich denke, der Logistiksektor - im speziellen der Bereich E-Commerce und Versandhandel - wird auch im nächsten Jahr überproportional wachsen. Man sieht bereits heute, dass in der Branche das Wachstum zwar abflacht aber die Logistik heute schon den drittgrößten Wirtschaftsbereich in Deutschland ausmacht.
Meine persönliche Meinung ist, dass sich der Automotive Bereich zu lange „auf den Lorbeeren der Vergangenheit“ ausgeruht hat und somit die aktuellen Veränderungen und Transformationen der Welt verpasst hat.
Natürlich passen wir unsere Lösungen und genutzte Technik immer dem Markt, der Zeit und den Anforderungen an und dabei versuchen wir so wenig wie möglich geistige Grenzen aufzubauen.
Christian: KI ist momentan das Buzz Word schlechthin und die meisten denken dann sofort an ChatGPT oder künstlich generierte Bilder. Tatsächlich ist die Technik schon viel weiter und wird in der Industrie bereits wertschöpfend eingesetzt. Ich denke, im Bereich Arbeitsplatzsystem wird das Thema KI den Bereich Werkerunterstützung (Anm. der Red.: IT-Lösungen, wie Monitore mit Montageanweisungen) massiv verändern und das Arbeiten für die Menschen erleichtern. Künstliche Intelligenz kann Menschen z.B. dabei unterstützen, kognitive Fähigkeiten zu verbessern und Nebenaufgaben abzugeben.
Bei NeoLog erweitern wir unser Anbieternetzwerk und das eigene Wissen im Bereich KI und deren Möglichkeiten konstant, um unseren Kunden auch zukünftig die optimalen Lösungen anbieten zu können.
Christian: Unsere Baukastensysteme ermöglichen es uns heute schon zu 100 Prozent, individuell und diversifiziert auf Anforderungen verschiedener Branchen zur reagieren. Wir haben heute Kunden von „A wie Automobil“ über „F wie Flugzeuge“ oder „L wie Lebensmittel“ bis hin zu „R wie Raketentechnik“.
Natürlich passen wir unsere Lösungen und genutzte Technik immer dem Markt, der Zeit und den Anforderungen an und dabei versuchen wir so wenig wie möglich geistige Grenzen aufzubauen.
Christian: Die Offenheit, das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und Stärken und vor allem das Unternehmertum der Führungsmannschaften. Dieses Unternehmertum hat uns erfolgreich werden lassen und wir brauchen es in den Köpfen zurück. Den Anspruch, Probleme zu lösen und nicht darauf zu hoffen, dass jemand kommt und das erledigt. Die Politik gibt Rahmen vor und diese Rahmen passen nie für jedes Unternehmen oder jedes Problem. Es ist daher Aufgabe von uns Unternehmern, unsere Unternehmen in diesen Planken erfolgreich zu gestalten.