Richtlinie zur Förderung eines „Kompetenzzentrum Chipdesign“
Eine Bekanntmachung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt; Bundesanzeiger vom 04.05.2026
Fähigkeiten und Kapazitäten im Chipdesign sind entscheidend für technologische Souveränität und eine wettbewerbsfähige Mikroelektronik in Deutschland. Ein maßgeblicher Teil der Wertschöpfung in neuer Mikroelektronik liegt im Design von Chips und elektronischen Systemen. Das Chipdesign setzt Anforderungen der Anwender in Funktionalitäten der Mikroelektronik um und prägt somit Produktinnovationen.
Diese Förderrichtlinie ist eine Flaggschiff-Maßnahme der „Hightech Agenda Deutschland“. Sie ist Teil der Mikroelektronik-Strategie der Bundesregierung im Handlungsfeld „Fähigkeiten im Chipdesign ausbauen“. Sie setzt auf dem Whitepaper-Prozess des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) zum Kompetenzzentrum Chipdesign auf, mit dem die Fachcommunity eingeladen war, ihren Input zum Aufbau eines Kompetenzzentrums einzubringen.
Die Ziele der Fördermaßnahme sind Stärkung der technologischen Souveränität im Chipdesign, mehr Wertschöpfung und Innovation durch Designkompetenz in Forschung und Industrie, Mobilisierung von Fachkräften sowie Bündelung bestehender nationaler Aktivitäten im Chipdesign und Anbindung an die europäische Designplattform. So soll Deutschland zu einem der führenden Chipdesign-Standorte in Europa ausgebaut werden und einen zentralen Beitrag in der Sicherung der technologischen Souveränität Europas leisten. Das zentrale Element der Fördermaßnahme ist die Umsetzung von Design-Enablement aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen heraus, orientiert an den Bedarfen der Anwenderindustrie in Deutschland.