Batteriespeicher könnten mehr PV ans Netz bringen
02.10.2026
Quelle: E & M powernews
Autorin: Susanne Harmsen
Eine Fraunhofer-Studie sieht an 1.313 Umspannwerken Potenzial für rund 150.000 MW zusätzliche PV-Leistung. Batteriespeicher sollen vorhandene Netzkapazitäten besser nutzbar machen.
Deutschlands Stromnetze könnten nach einer neuen Kurzstudie deutlich mehr Photovoltaikleistung aufnehmen als bislang angenommen. Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (Fraunhofer IEE) hat im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) untersucht, wie Batteriespeicher an Umspannwerken zusätzliche PV-Anlagen ermöglichen können.
Das technische Potenzial an 1.313 ländlichen, stark von erneuerbaren Energien geprägten Standorten beziffert die Studie auf rund 150.000 MW zusätzliche PV-Leistung. Zum Vergleich: In Deutschland sind derzeit erst rund 130.000 MW davon installiert.
Der BSW-Solar will die Ergebnisse in die laufenden Beratungen des Bundestags zum sogenannten Netzpaket einbringen. Die Bundesregierung plant damit, den Ausbau von erneuerbaren Energien und Speichern stärker mit dem Netzausbau abzustimmen. Vorgesehen sind zudem Änderungen bei Netzanschlüssen und beim Umgang mit Netzengpässen.
Nach Ansicht des Verbandes sollten Netzkapazitäten zunächst besser genutzt werden, bevor zusätzliche Gebiete als Netzengpassgebiete ausgewiesen werden. Der BSW-Solar fordert unter anderem einen stärker digitalisierten Netzbetrieb sowie einen erleichterten Einsatz netzdienlicher Batteriespeicher an Umspannwerken.
Die Kurzstudie „Mehr PV-Strom durch intelligente Batteriespeicher“ ist über die Internetseite des BSW-Solar aufrufbar.