411 Millionen Euro für Proxima Fusion: Ein weiterer Meilenstein für die deutsche Fusionslandschaft

08.07.2026

Das Münchner Start-up Proxima Fusion hat eine Finanzierungsrunde über 411 Millionen Euro abgeschlossen und erreicht damit eine Bewertung von mehr als 2,4 Milliarden Euro.

Damit zählt das Unternehmen zu den führenden Fusionsunternehmen weltweit und setzt ein starkes Signal für den Technologiestandort Bayern, Deutschland und Europa. 

Mit dem frischen Kapital will Proxima Fusion den nächsten Schritt auf dem Weg zur industriellen Anwendung der Kernfusion gehen. Die Mittel fließen unter anderem in den Aufbau von Alpha, den geplanten Nettoenergie-Demonstrator, sowie in den Ausbau zentraler Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten als auch Technologien. Dass sich mit RWE und Google zwei Schwergewichte strategisch beteiligen, ist zudem ein starkes Signal. 

Bayern Innovativ als Begleiter der Fusionsindustrie 

Wir bei Bayern Innovativ freuen uns besonders über diesen Meilenstein, weil wir Proxima Fusion bereits kurz nach der Gründung begleiten durften: von ersten Gesprächen über Netzwerkformate bis hin zu Unternehmensbesuchen und Workshops. Im Mittelpunkt stand dabei stets die Frage, wie ein industrielles Ökosystem für die Kernfusion entstehen kann. 

So auch auf der FusionX:Global 2026. Als Local Host haben wir die internationale Fusions-Community, darunter auch Investoren, erstmals nach München geholt. Für lokale Akteure wie Proxima Fusion bot die Veranstaltung somit eine starke Bühne. In derselben Woche unterzeichnete das Start-up unter anderem mit dem Freistaat Bayern ein Memorandum of Understanding. Es bildet die Grundlage für Alpha in Garching und für Stellaris, das perspektivisch weltweit erste kommerzielle Stellarator-Fusionskraftwerk auf dem RWE-Gelände in Gundremmingen.

Proxima Fusion bestätigte uns nach dem Event auch, dass noch während der Veranstaltung Gespräche über eine neue Finanzierungsrunde von mehreren Hundert Millionen Euro aufgenommen worden sind. „Die FusionX:Global war für uns der Auslöser.“

Welche Effekte diese Sichtbarkeit und Vernetzung für Proxima Fusion hatte, machte CEO Dr. Francesco Sciortino bereits auf der FusionX:Global deutlich: „Wir sind unglaublich dankbar, dass Bayern Innovativ uns und das ganze Ökosystem unterstützt. Wegen Bayern Innovativ ist die FusionX nach München gekommen und diese Veranstaltung ist das Wichtigste für die Fusion. […] Ohne Bayern Innovativ hätten wir uns nicht so gut mit der bayerischen Regierung vernetzt, um eine solche Veranstaltung zusammenzubringen.” 

Auch Unternehmen können jetzt profitieren 

Die aktuelle Finanzierungsrunde zeigt, wie stark das Interesse an der Kernfusion inzwischen gewachsen ist. Sie ist nicht mehr nur Energieversprechen, sondern entwickelt sich zur industriellen Schlüsseltechnologie. Denn auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk entstehen neue Anforderungen an verschiedene Branchen, etwa in der Fertigung, Material, Sensorik und Zuliefernetzwerk. Genau hier können auch Unternehmen aus Bayern und Deutschland schon jetzt eine wichtige Rolle einnehmen. 

Für die Standorte Bayern und Deutschland ist die Entwicklung deshalb mehr als eine gute Nachricht für ein einzelnes Start-up. Sie zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Forschung, Industrie, Kapital, Politik und internationale Netzwerke frühzeitig zusammenkommen. Bayern Innovativ wird diesen Weg weiter begleiten. Denn auch 2027 kommt die FusionX:Global wieder nach München. 

Weitere Informationen zur FusionX:Global:  FusionX: Global: Bayern Innovativ