Batteriefertigung bei MAN
Ein Erfolgsbeispiel für Vernetzung, Förderung und Arbeitsplatzsicherung in Bayern
26.06.2026
Die Batteriefertigung ist ein strategisches Thema für die gesamte Nutzfahrzeugindustrie. Der Bayerische Nutzfahrzeughersteller MAN ist nun einen großen Schritt in Richtung Zukunft gegangen. Am Standort Nürnberg ist seit 2025 die Großserienproduktion von Hochvolt-Batteriepacks in vollem Gange.
Wo bisher vor allem leistungsstarke Dieselmotoren gefertigt wurden, laufen ab jetzt auch die Traktionsbatterien für elektrisch angetriebene Busse und Trucks vom Band. Mit dem Ausbau dieser Batterieproduktion stärkt MAN den Industrie- und Innovationsstandort Bayern, investiert in einer Zukunftstechnologie und sichert rund 400 Arbeitsplätze in Nürnberg. Die Transformation des Standorts wurde damit erfolgreich vorangetrieben. Bayern Innovativ hat als Vernetzer und Förderinstitution entscheidend mitgewirkt.
Langjährige Verbindung im Mobilitätsbereich
Die Verbindungen zwischen der Bayern Innovativ GmbH und der MAN Truck & Bus SE sind das Ergebnis eines etablierten und intensiven Austauschs. Der Grundstein hierfür wurde vom Bereich Mobilität gelegt: Gemeinsam mit MAN werden seit Jahren kontinuierlich Anknüpfungspunkte, wie die Organisation eines Lieferanten-Innovationstags, der Einstieg in den Arbeitskreis Bordnetze oder auch der Austausch zu einem Depot-Ladeinfrastrukturförderprogramm für den E-Straßengüterverkehr identifiziert. „Vor allem die aktive Rolle von MAN im Beirat des Clusters Automotive erwies sich als Türöffner zu weiteren Themen: Somit konnte nach einer Grundberatung z. B. der direkte Zugang zum Projektträger bei Bayern Innovativ hergestellt werden, um für die Entwicklung innovativer Batterietechnologien für Nutzfahrzeuge geeignete Förderprogramme auszuloten”, so Holger Czuday, Leitung Cluster Automotive, Bayern Innovativ GmbH.
Unterstützung durch Förderung
Mit dem Projektträger Bayern der Bayern Innovativ GmbH kam das Bayerische Technologieförderungsprogramm plus (BayTP+) ins Spiel. Dr. Urs Bernhard, Bereichsleiter des Projektträgers, erklärt die Hintergründe des Programms: „Mit BayTP+ unterstützt der Freistaat Unternehmen in der Entwicklung technologisch neuer Produkte und Verfahren sowie in der Anwendung moderner Technologien in Produkten und in der Produktion. So werden die Einführung und Verbreitung innovativer Technologien in der Wirtschaft ermöglicht und die Wettbewerbsfähigkeit bzw. Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Wirtschaftsstruktur in Bayern gestärkt”.
Der Forschungsschwerpunkt des Förderprojekts im Produktionsbereich liegt auf der Entwicklung eines Laserschweißverfahrens, das eine kostengünstigere und verbesserte Kontaktierung von Batteriezellen ermöglichen soll. Gleichzeitig soll ein Vorgehen entwickelt werden, das es ermöglicht, die Qualität der Schweißnaht während des Prozesses in Echtzeit zu überwachen und bei mangelhafter Kontaktierung direkt korrigieren zu können. Zusätzlich ist die Entwicklung eines Steuerungssystems vorgesehen, mit dem miteinander verbundene Produktions- und Materialversorgungseinheiten geplant, simuliert und optimiert werden können. Wissenschaftliche Unterstützung kommt in den Forschungsthemen aus zwei bayrischen Universitäten (FAU und TU München) sowie der TU Braunschweig. Die Förderschwerpunkte sollen immer unter Berücksichtigung einer vorgegeben Ökobilanz und möglicher Nachhaltigkeitsrisiken erfolgen. Übergeordnetes Ziel ist dabei der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung bzw. der Ausbau des Beschäftigungsstandortes in Bayern.
Kooperation mit dem TechHUB Batterie
Auch der Bereich Energie bei Bayern Innovativ pflegt eine enge Zusammenarbeit mit dem Nutzfahrzeughersteller, vor allem beim jährlich stattfindenden Bayerischen Batteriekongress. Aber auch darüber hinaus: “Über den Empfang von internationalen Delegationsbesuchen bis zur aktiven Mitgestaltung der Bayerischen Batteriestrategie sind die gemeinsamen Projekte im Bereich Energie & Bau vielseitig. Genau solche Partnerschaften treiben Innovationen im Energie- und Mobilitätssektor voran“, so Leonard Höcht, Leitung TechHUB Batterie bei der Bayern Innovativ GmbH.
Die Kombination aus strategischer Einbindung und regelmäßigem Dialog macht den Unterschied – und ist letztlich die Grundlage der gemeinsamen Erfolgsgeschichte: „Bayern Innovativ begleitet uns seit Jahren maßgeblich bei der Entwicklung innovativer Batterietechnologien für unsere Nutzfahrzeuge. Diese Förderung ist entscheidend, um den notwendigen Technologiewandel zügig voranzutreiben und CO₂-neutrale Lösungen für die Logistikbranche sowie den Personentransport zu realisieren. Dank der Unterstützung können wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Bayern zukunftsweisende Konzepte erarbeiten und erfolgreich umsetzen“, so Dr. Friedel Koerfer, MAN Truck & Bus SE.
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