Corporate Influencing für Innovationsmarketing

Das Innovationsbotschafter-Programm der Bayern Innovativ

Wie werden komplexe Innovationen schneller von der Zielgruppe verstanden und akzeptiert? Bei Bayern Innovativ setzen wir dafür auf Mitarbeitende aus unseren verschiedenen Innovationsnetzwerken und Innovationsservices, die auf ihren persönlichen LinkedIn-Profilen Zukunftsthemen aus ihrer fachlichen Perspektive erklären, die sich daraus für Unternehmen ergebenden Chancen analysieren und den Wissenstransfer fördern. Unser Corporate-Influencer-Programm heißt deshalb bewusst Innovationsbotschafter-Programm.

Start Offiziell seit 2025
Community 18 Innovationsbotschafterinnen und Innovationsbotschafter aus unterschiedlichen Teams
Ziel Innovationen erklären, Expertise sichtbar machen, Austausch & Akzeptanz bei relevanten Zielgruppen fördern, Neukunden akquirieren
Verantwortung Programmaufbau und Weiterentwicklung durch Verena Krones gemeinsam mit relevanten internen Stakeholdern: Geschäftsführung, HR und Compliance
Arbeitsweise Guidelines statt Freigabeprozesse, regelmäßige hybride Schulungen und 1:1-Coaching

So ist das Innovationsbotschafter-Programm aufgebaut

Das Onboarding der ersten Gruppe erfolgte mit Unterstützung eines externen Trainers. Nach zwölf Wochen war die Grundausbildung abgeschlossen. Seitdem entwickelt Bayern Innovativ das Programm kontinuierlich weiter:

  • mit wöchentlichen digitalen Schreibwerkstätten, 
  • thematischen Masterclasses
  • und ein bis zwei analogen Community-Treffen pro Jahr, bei denen der Teamspirit bewusst im Mittelpunkt steht.

Die nachfolgenden Gruppen werden intern ausgebildet. Zusätzlich führt die Programmverantwortliche, Verena Krones, einmal pro Jahr mit jeder Innovationsbotschafterin und jedem Innovationsbotschafter ein persönliches 1:1-Gespräch, um in einem sogenannten Safe Space über individuelle Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu sprechen. Gleichzeitig werden Impulse der Innovationsbotschafterinnen und Innovationsbotschafter gesammelt, um das Programm gemeinsam weiterzuentwickeln.

Das Programm wird nicht als abgeschlossenes Projekt, sondern als fortlaufender Wissenstransfer- und Community-Building-Prozess verstanden.

Folgende Themenschwerpunkte beinhaltet die Ausbildung zum Innovationsbotschafter

  • Funktionsweise des LinkedIn-Algorithmus 
  • Qualitätskriterien eines guten Posts
  • Etablierung einer Content-Creation-Routine
  • Tools zur Themenfindung 
  • Storytelling und Schreibskills (komplexe Themen einfach erklären)
  • Community Management 
  • Foto- & Videoproduktion
  • Grafikgestaltung
  • korrekte Interpretation von Analytics

Auch auf die Ausbildungspunkte haben die Innovationsbotschafterinnen und Innovationsbotschafter Einfluss. Die Schulungen richten sich nach ihren Bedarfen. Je größer die Community wird, desto stärker können sich die individuellen Kompetenzen unterscheiden.

Die wichtigsten praxisbezogenen Learnings aus dem Innovationsbotschafter-Programm

  • Motivation und Mut sind die Grundvoraussetzungen dafür, dass Corporate Influencer langfristig am Ball bleiben.
  • Die größte Herausforderung ist das knappe Zeitkontingent neben dem Tagesgeschäft. Deshalb helfen feste Schreibwerkstatt-Blocker im Kalender besser als allgemeine Content-Creation-Tipps.
  • Wertschätzung und konstruktives Feedback von Führungskräften sowie Kolleginnen und Kollegen sind ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor.
  • Das Programm stärkt nicht nur die externe Sichtbarkeit, sondern auch das gegenseitige Verständnis für Themen, Teams und Expertisen innerhalb der Organisation. Teamspirit ist dabei kein selbstverständlicher Nebeneffekt. Er wächst nur, wenn der Austausch über Postfeedback und gemeinsame Erfahrungen bewusst gefördert wird, digital und idealerweise auch analog.
  • Mindestens genauso wichtig wie die Kommunikation nach außen ist die kontinuierliche interne Kommunikation über das Markenbotschafter-Programm. Ziele und Erfolge müssen immer wieder erklärt werden, damit das gemeinsame Verständnis und die interne Akzeptanz steigen. Gesammelte Learnings sollten auch mit Kolleginnen und Kollegen geteilt werden, die noch keine offiziellen Corporate Influencer sind. So entsteht nicht der Eindruck eines exklusiven, geschlossenen Inner Circles.
  • Externes Feedback kommt schneller als erwartet. Positive Kommentare, Anfragen zum Austausch, Interviewwünsche oder Einladungen zu Vorträgen zeigen oft früh, dass persönliche Innovationskommunikation Türen öffnet.
  • Guidelines reichen aus und können Freigabeprozesse ersetzen, wenn Vertrauen vorhanden ist. Grundvoraussetzungen sind eine vertrauensvolle Unternehmenskultur, zuverlässige Eigenverantwortung, Wertschätzung und Interesse an einem kontinuierlichen Austausch auf Augenhöhe.
  • Ohne eine Programmleitung, die sich als Community Manager versteht, alle Mitglieder zusammenhält und kontinuierlich motiviert, läuft es nicht. Ein Markenbotschafter-Programm ist kein Selbstläufer.
  • Ein Buddy-Programm, bei dem erfahrene Markenbotschafterinnen und Markenbotschafter neue Community-Mitglieder unterstützen, entlastet die Programmleitung und fördert den Teamspirit.
  • Wenn bereits aktive Corporate Influencer die Auswahl neuer Teammitglieder mitbestimmen dürfen, wird dies als sehr wertschätzend empfunden und beeinflusst den Community-Spirit positiv.
  • Die Follower-Zahl ist nicht allein entscheidend für eine hohe Reichweite. Viel wichtiger ist es, kontinuierlich mehrwertbietende Inhalte zu veröffentlichen und den Austausch mit der Community zu pflegen. 
  • Wer nur Posts veröffentlicht, aber weder Kommentare unter eigenen Posts beantwortet noch externe Beiträge kommentiert, wird langfristig wenig Sichtbarkeit erzielen. Insbesondere bei wenig verfügbarer Zeit sind Kommentare eine gute Option, um weiterhin sichtbar zu bleiben. Teilweise erzielen Kommentare sogar mehr Impressions als eigene Posts.
  • Für den Aufbau tiefgehender Beziehungen ist es entscheiden, digitalen Austausch auch im analogen Raum zu vertiefen. Umgekehrt wirken analog geknüpfte Kontakte, beispielsweise bei einem Event, auch noch digital nach, indem der Austausch z. B. via LinkedIn fortgesetzt wird. 

Woran wird die Wirkung des Innovationsbotschafter-Programms gemessen?

Klassische Kennzahlen wie Reichweite, Klicks, Likes, Saves, Steigerung von Bewerbungen oder Generierung neuer Kontakte werden betrachtet, jedoch ist die Wirkung, die sich nicht immer direkt in Dashboards abbilden lässt, genauso wichtig:

  • qualifizierte Kommentare
  • konkrete Anfragen für Interviews, Austauschformate, Vorträge oder Kooperationen
  • Weiterempfehlungen
  • persönliches Feedback

Gerade im Innovationsmarketing sind diese qualitativen Reaktionen ein wichtiger Hinweis darauf, ob Themen nicht nur gesehen, sondern verstanden und weitergedacht werden.

Kommen Sie mit unseren Innovationsbotschafterinnen & Innovationsbotschaftern ins Gespräch:

Verena Krones

Dr. Mara Cole

Elisabeth Mess

Nicolai Harnisch

Daniela Engelhard

Andrea Janssen

David Rottenegger

Dr. Jennifer Reinz-Zettler

Dirk Maaß

Stefanie Klement

Joseph Schapfl

Dr. Stephanie Rith

Dr. Maximilian Bock

Friederike Gut

Marcus Duvenbeck

Judit Jane Soneira

Lucie Steinbügl

Dr. Lisa Heitmann