Gesundheit

TEAM-X

Deine Gesundheit, deine Daten

TEAM-X ist ein Netzwerk aus spezialisierten Partnern, die gemeinsam an der vertrauensvollen und sicheren Nutzung von Patientendaten im Gesundheitssektor arbeiten. Verantwortungsbewusstsein, sichere Technologien und die Souveränität der Patientinnen und Patienten stehen dabei im Mittelpunkt.

Ziel von TEAM-X ist die Schaffung eines geschützten und vertrauenswürdigen, digitalen Datenökosystems basierend auf der Gaia-X-Infrastruktur zur Entwicklung von datengetriebenen Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen. Es ist die Basis für eine zukunftsweisende Gesundheits- und Pflegeversorgung, die präventiv, personalisiert und partizipativ ist. Heute unzugängliche Gesundheitsdaten werden in diesem Rahmen verfügbar und nutzbar gemacht. Die Datenhoheit geht zu den Patienten über. Sie bestimmen, wer Zugriff auf ihre Daten bekommt und wie diese verwendet werden. Lückenlose Dokumentation und Sicherheit spielen dabei eine große Rolle. Zugriff und Freigabe wird von jedem Endgerät aus möglich sein.

Die bisher durch TEAM-X entwickelten Lösungen sind derzeit in zwei Anwendungsfällen praktisch abgebildet. Sie sind: CURE – Frauengesundheit und CARE – die digitale Plattform, für stationäre und ambulante Altenpflege. Basis zur Schaffung des digitalen Vertrauensraums für die Arbeit von TEAM-X bilden die, auf europäischer Ebene entwickelten, Digital Responsibility Goals.

TEAM-X arbeitet daran, nur schwer zugängliche Gesundheitsdaten besser für Patienten und Leistungserbringer wie Ärzte oder Pflegepersonal verfügbar zu machen. Auf der Basis von Gaia-X – nach ethischen, rechtlichen und sozialen Gesichtspunkten – werden Systeme erarbeitet, mit deren Hilfe Prävention, Prädikation und Personalisierung für alle Beteiligten verbessert werden. Die Daten, unter der Hoheit der Patienten, werden dabei sicher abgelegt und ihre Nutzung wird lückenlos dokumentiert. Der Zugriff wird von jedem Endgerät ermöglicht und eine Datenfreigabe zu Forschungszwecken wird realisiert.

Das Netzwerk TEAM-X verfolgt folgende Ziele, für deren Umsetzung es in enger Abstimmung mit seinen elf Konsortialpartnern und drei Kooperationspartnern Strategien entwickelt.

TEAM-X hat sich zum Ziel gesetzt, die digitale Kompetenz und Innovationskraft des Gesundheits- und Pflegewesen zu stärken. Der Zugang zu relevanten Gesundheitsdaten ermöglicht eine faktengestützte Entscheidungsgrundlage, welche die Akteure im Gesundheits- und Pflegewesen befähigen, ihre digitale Kompetenz und Innovationskraft zu stärken. Aber: Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ist es in Zeiten der digitalen Transformation eine Herausforderung, wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Nicht selten fehlt es an finanziellen Mitteln, Zeit und Ressourcen.
Das vertrauenswürdige digitale Datenökosystem basierend auf der Gaia-X-Infrastruktur, welches von TEAM-X entwickelt wird, befähigt zur Schaffung von innovativen datengetriebenen Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen. Diese stellen die Basis für eine zukunftsweisende länderübergreifende Gesundheitsversorgung dar.

Innerhalb von TEAM-X werden zu diesem Zweck zunächst zwei Use Cases erprobt:

Der Use Case „Frauengesundheit“ ist ein Kommunikationstool, welches unter Berücksichtigung der Gaia-X-Philosophie sowie der Digital Responsibility Goals, Patienten und Mediziner disziplinübergreifend auf jeden Schritt der Brustkrebsversorgung begleitet. Dafür wird die GaiaONE-Solution so weiterentwickelt, dass ein individualisierter Zugang zu Patientendaten von allen Endgeräten aus möglich ist. Dies schließt alle medizinisch relevanten Dokumente mit ein. Ultimatives Ziel des Use Case „Frauengesundheit“ ist es, eine direkte, niederschwellige Kommunikationsplattform für Patienten und Ärzteteams zu etablieren, auf der Daten aus dem Klinikkontext ausgetauscht werden können. Sie bietet außerdem Raum zur Selbsterfassung von gesundheitsrelevanten Daten durch die Patientinnen und Patienten.
Im Use Case „Digitale Pflegeplattform“ soll durch ein digitales Patientenbild sowie durch die Anwendung von Sensoren die stationäre und ambulante Altenpflege optimiert werden. Dafür entwickelt TEAM-X ein Sensorsystem, welches im stationären Setting Patientendaten zur Vermeidung von Gefahren und zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung sammelt. Ambulant erhebt ein gesunder Klient selbstständig Daten über seine Gesundheit, Aktivitäten und Vorlieben, wobei er über die Oberhoheit der Weiterleitung des gesammelten Materials innerhalb des TEAM-X Daten-Ökosystems verfügt. Die technologischen und strukturellen Komponenten dieser digitalen Pflegeplattform können an den entsprechenden Anwendungsfallgeschichten ausgerichtet werden. Ein Beispiel dafür ist die digitale Pflegeplattform – Gesundheitsstandort Haushalt. Durch die so entstehenden datenbezogenen und pflegerischen Schnittstellen können neue innovative digitale Techniken in die Versorgungsprozesse eingebunden werden.

„Deine Gesundheit, deine Daten“ mit dieser Leitidee befähigt TEAM-X Bürgerinnen und Bürger zu einem souveränen, selbstbestimmten und barrierefreien Umgang mit den eigenen Gesundheitsdaten. Das Daten-Ökosystem von TEAM-X ermöglicht Datensouveränität und gewährleistet persönliche Kontrolle. Im Zentrum des Handelns von TEAM-X steht der unmittelbare und einfache Zugang zu den eigenen Gesundheitsdaten in elektronischer Form. Selbstbestimmtes Handeln und Entscheiden wird dadurch erst möglich.

Transparenz und Kontrolle sind Grundvoraussetzung für die Datensouveränität bei der Erhebung, Speicherung, Nutzung und Verarbeitung der eigenen Daten. Daher hat sich TEAM-X zum Ziel gesetzt, ein Werteframework zu etablieren, welches als ideologischer Überbau von Gaia-X als Verbindung zu den globalen und europäischen Nachhaltigkeitszielen dient. Dafür werden innerhalb von TEAM-X die, von Identity Valley entwickelten, „Digital Responsibility Goals“ etabliert und im Ökosystem gelebt. Die Digital Responsibility Goals sind auf www.identityvalley.org zu finden.

Das von TEAM-X zu entwickelnde, vertrauenswürdige digitale Datenökosystem soll nicht nur einen effizienten Austausch der Gesundheitsdaten für die Gesundheitsversorgung selbst (Primärnutzung), sondern auch für die Gesundheitsforschung (Sekundärdatennutzung) ermöglichen. Ziel ist, die bessere Nutzung der Gesundheitsdaten in der Forschung, Innovation und Gesundheitspolitik zu ermöglichen. Hierfür schafft TEAM-X einen soliden Rechtsrahmen für die Verwendung von Gesundheitsdaten für die Sekundärdatennutzung.

TEAM-X fördert somit die Bereitstellung repräsentativer Daten für die Forschung und implementiert Anwendungen, welche – unterstützt durch KI – die Früherkennung von Krankheiten im Sinne einer personalisierten Behandlung und Pflege liefern. TEAM-X zielt damit auf die Stärkung von Deutschlands Rolle als führenden Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort ab.

Für den Use Case „Frauengesundheit“ wurde der Themenkomplex „Brustkrebs“ gewählt. TEAM-X soll das Ziel erreichen, die Versorgung von Frauen mit einer Brustkrebserkrankung disziplinübergreifend mit einem Kommunikationstool über verschiedene Schritte der Prozesskette der Brustkrebsversorgung zu begleiten. Es kann – im Sinne einer Gaia-X-konformen Datenerfassung und Speicherung sowie Datenweitergabe – den behandelnden Medizinern zur Verfügung gestellt werden. Zur Datenerfassung, Speicherung und Freigabe muss die Datenprozessierung in Bezug auf Anonymisierung oder Pseudonymisierung gewährleistet werden. Die Datensouveränität soll dabei zu jedem Zeitpunkt bei der Patientin oder dem Patienten verbleiben. Technisch wird dieses Ziel erreicht, indem TEAM-X die GaiaONE-Solution spezifisch weiterentwickelt, sodass eine individualisierte Zugänglichkeit ermöglicht wird. Dies soll mittels adaptiver Nutzerschnittstellen zur Erfassung von klinischen Dokumenten gewährleistet werden – im pdf-Format als auch mit Fotos der Patienten. Auch die Erfassung von Fragebögen zur Lebensqualität, Nebenwirkungen und Vitalparameter soll möglich sein. Im Use Case „Frauengesundheit“ gelingt die Speicherung und Synchronisation aller Endgeräte der Patientinnen und Patienten mittels GaiaONE.

Der Use Case „Pflege“ beschäftigt sich mit ambulanter und stationärer Altenpflege sowie der ambulanten und stationären Palliativpflege. Im Rahmen der Versorgung von Klienten im stationären Kontext werden über Sensorsysteme (z. B. Bedin, Bedout, Aktivitätstracker) eine Vielzahl von Daten erhoben, deren derzeitiger Verwendungszweck primär in der Vermeidung von Gefahren (z. B. Sturz) liegt. Gleichzeitig werden Daten generiert, die für eine gute pflegerische Versorgung sinnvoll nutzbar sind, aber in der Konsequenz umfassend in die Privatsphäre des einzelnen Klienten eingreifen. Im Setting der ambulanten Pflege sammelt ein gesunder Klient Daten über seine Gesundheit, Aktivität und Vorlieben, um diese bei Bedarf dem Arzt, dem Pflegedienst oder seinem Hilfesystem zu Verfügung stellen zu können. Diese Daten werden sowohl manuell als auch automatisch individuell erfasst. Der Klient entscheidet, welche Daten er sammeln möchte, welche Daten er datensatzspezifisch für welche Zielgruppe (Arzt, Seelsorger, Angehörige, Therapeut, Forschungsvorhaben) und für welchen Anlass freigeben möchte.

Innerhalb des TEAM-X-Projekts soll ein Inkubatorprogramm als Plattform für gesundheitsbezogene Mehrwertdienstkonzepte mit Anschlussfähigkeit an das Gaia-X-Ökosystem etabliert werden. Dafür soll eine Zwei-Phasen-Inkubation mit maximal 20 ausgewählten digitalen Mehrwertkonzepten aus dem Bereich Gesundheitswesen durchgeführt werden. Ziel des Inkubatorprogramms ist es, tragfähige Konzepte und Minimum Viable Prototypen (MVPs) mit Anschlusspotenzial an das Gaia-X-Ökosystem, zu entwickeln. Die begleiteten, inkubierten Teams ergänzen somit die Use Cases im Rahmen von TEAM-X zielgerichtet und vergrößern die Versorgungsrelevanz von TEAM-X nachhaltig.

Es zeigt sich, dass innerhalb des Gaia-X-Ökosystems zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten existieren. Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle innerhalb des vertrauenswürdigen digitalen Datenökosystems von TEAM-X ist daher ein Ziel. Neben den technologischen Fragestellungen werden im Rahmen der Geschäftsmodellentwicklung nachhaltige Wertschöpfungsnetzwerke konzipiert.

Ziel ist die Konzeption der einzelnen Komponenten für die Umsetzung von GaiaONE und GaiaCLOUD, die Erstellung der Software-Architektur und eines harmonisierten Datenmodells. Eine Verschränkung der beiden Varianten wird hierbei im Rahmen von TEAM-X realisiert.

Als Prototypen für die praktische Anwendung des Datenökosystems von TEAM-X wurden zwei Use Cases gewählt. Zum einen der Use Case „Medizin/Frauengesundheit“, in welchem Frauen mit einer Brustkrebserkrankung eine disziplinarübergreifende und verbesserte Versorgung erhalten. Zum anderen der Use Case „digitale Pflegeplattform“ für die Versorgung in der stationären und ambulanten Alten- und Palliativpflege.

Der Use Case "Frauengesundheit" beschäftigt sich mit dem transparenten Umgang der Daten im Erkrankungsverlauf zwischen Patienten, Ärzten und anderen Akteuren der Gesundheitsversorgung.

TEAM-X entwickelt ein Kommunikationstool, welches – unter Berücksichtigung der Gaia-X-Philosophie sowie der Digital Responsibility Goals – Patienten und Mediziner disziplinübergreifend auf jedem Schritt der Brustkrebsversorgung begleiten soll. Dieses Ziel wird erreicht, indem die GaiaONE-Solution dahingehend weiterentwickelt wird, dass eine individualisierte Zugänglichkeit der Patientendaten auf allen Endgeräten ermöglicht wird. Dies bezieht sich auf sämtliche Dokumente vom Arztbrief über Befunde bis hin zu Anamnesebögen. Auch tangierende Daten wie Fragebögen zur Lebensqualität und Vitalparameter sind in diesen Prozess miteingeschlossen.

Als Use Case Medizin/Frauengesundheit wurde für TEAM-X der Themenkomplex Brustkrebs gewählt. TEAM-X soll für die Brustkrebsversorgung das Ziel erreichen, im Use Case Medizin die Versorgung von Frauen mit einer Brustkrebserkrankung disziplinübergreifend mit einem Kommunikationstool über verschiedene Schritte der Prozesskette Brustkrebsversorgung zu begleiten. Das Kommunikationstool kann dabei im Sinne einer Gaia-X-konformen Datenerfassung und Speicherung sowie Datenweitergabe an die behandelnden Ärzte und Ärztinnen betrachtet werden. Eine direkte, niedrigschwellige Kommunikation zwischen den Patientinnen und Patienten und dem Ärzteteam wird somit innerhalb von TEAM-X ermöglicht. Durch die Nutzung der TEAM-X Endanwendungen soll es als anwendungsbezogenes Ziel möglich werden, Dokumente aus dem Klinikkontext durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte, aber auch Dokumente oder Daten zum Gesundheitszustand durch die Patientinnen und Patienten selbst zu erfassen und nach Freigabe durch die Patientinnen und Patienten auch die Möglichkeit eines Datenaustausches zu gewährleisten.

Im Use Case "Digitale Pflegeplattform" soll durch ein digitales Patientenabbild und die Anwendung von Sensoren die stationäre und ambulante Altenpflege optimiert werden.

TEAM-X entwickelt ein Sensorsystem, welches im stationären Setting Patientendaten sammelt, derzeit primär zur Vermeidung von Gefahren und zur Optimierung der pflegerischen Versorgung. Im ambulanten Setting erhebt ein gesunder Klient selbstständig (persönlich oder automatisch) Daten über seine Gesundheit, Aktivitäten und Vorlieben. Er verfügt dabei über die Oberhoheit zur Weiterverwendung des Datenmaterials innerhalb des TEAM-X Datenökosystems.

Als zweiter Use Case wurde eine „digitale Plattform für die stationäre und ambulante Altenpflege“ gewählt. Der Use Case Pflege beschäftigt sich dabei mit der ambulanten und stationären Altenpflege sowie der ambulanten und stationären Palliativpflege. Der Use Case Pflege wird hierbei anhand verschiedener Anwendungsfallgeschichten definiert, sodass die technologischen und strukturellen Komponenten nachfolgend an den entsprechenden Anwendungsfallgeschichten ausgerichtet werden können. Als Beispiel für eine solche Anwendungsfallgeschichte kann der „Gesundheitsstandort Haushalt“ aufgeführt werden, in welchem die An- und Zugehörigen oder Pflegedienstleister die notwendige ambulant pflegerische Unterstützung ermöglichen. Ziel von TEAM-X ist es, durch die datenbezogenen und pflegerischen Schnittstellen neue innovative digitale Techniken in die Versorgungsprozesse anzubinden.

Die sieben Digital Responsibility Goals (DRGs), entwickelt von der gemeinnützigen Organisation Identity Valley in Zusammenarbeit mit einem Gremium aus Expertinnen und Experten diverser Sektoren, sind Leitprinzipien für eine bessere digitale Verantwortung. Den DRGs liegen Leitkriterien zugrunde, die auf europäischen Werten basieren und als Orientierungsrahmen für unternehmerisches Handeln sowie für eine regionale und überregionale Gesetzgebung gelten. Zu den DRGs zählen Werte wie Digitale Kompetenz, Cybersicherheit, Privatsphäre, Datenfairness, Vertrauenswürdige Algorithmen, Transparenz sowie Menschliche Verantwortung und Identität. Ziel ist der wertschätzende, gerechte und menschzentrierte Umgang miteinander und mit unseren Daten im virtuellen Raum. Wirtschaftlich – gerecht – humanistisch.

www.identityvalley.org

1. Digitale Kompetenz

Digitale Kompetenz und der freie und kompetente Zugang zu digitalen Services und zur Infrastruktur sind Voraussetzungen für den souveränen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Technologien. Sie sind die Basis für alle weiteren Ziele der Digital Responsibility Goals.

2. Cybersicherheit

Cybersicherheit wappnet Systeme vor Kompromittierung und Manipulation durch Unbefugte und stellt den Schutz der Nutzerinnen und ihrer Daten sicher: Die Basis für Vertrauen und Sicherheit im digitalen Miteinander.

3. Privatsphäre

Privatsphäre ist ein wichtiger Teil zum Schutz der Menschenwürde. Ein Schutz der Privatsphäre – mit durchgängiger Zweckbindung und Datensparsamkeit – erlaubt es Nutzerinnen, vertrauensvoll im Digitalen zu agieren.

4. Datenfairness

Datenfairness bedeutet, dass auch nicht personenbezogene Daten geschützt und entsprechend ihrem Wert sorgfältig und transparent behandelt werden müssen, um eine Ausgewogene und faire Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren im Datenökosystem zu gewährleisten: ein neues Verständnis für Daten.

5. Vertrauenswürdige Algorithmen

Vertrauenswürdige Algorithmen stellen sicher, dass die Daten auch nach der Datenerhebung auf Basis von Grundprinzipien wie Nachvollziehbarkeit, Überprüfbarkeit und Fairness weiterverarbeitet werden: die Bedingung für vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz.

6.Transparenz

Transparenz ist ein wichtiger Baustein für den Aufbau von Vertrauen. Im Digitalen gilt es, zum einen proaktiv Transparenz zu den zugrundeliegenden Prinzipien für alle Nutzerinnen und alle weiteren Stakeholderinnen herzustellen, zum anderen Transparenz mit Blick auf die digitale Lösung und deren Komponenten an sich zu schaffen.

7. Menschliche Verantwortung und Identität

Menschliche Verantwortung und Identität sind entscheidende Wegweiser und Voraussetzung für die Entwicklung digitaler Produkte, Dienstleistungen und Prozesse. Diese sind mensch-zentriert, nachhaltig, integrativ und unter menschlicher Aufsicht zu entwickeln und einzusetzen: Es geht um unsere Zukunft. Jetzt.

TEAM-X ist ein Netzwerk bestehend aus Konsortial- und Kooperationspartnern aus verschiedenen Fachgebieten. Es entwickelt technische Lösungen wie den Cloud-Edge-Ansatz des TEAM-X-Datenökosystems und untersucht deren ethische, rechtliche und soziale Auswirkungen. TEAM-X arbeitet seit 1. Januar 2022 für die Dauer von drei Jahren an der Stärkung der Fähigkeit und Selbstbestimmung der Bevölkerung im Umgang mit ihren Gesundheits- und Pflegedaten sowie an der digitalen Kompetenz und Innovationskraft der Gesundheits- und Pflegebranche.​

TEAM-X Organisationsstruktur:

Bayern Innovativ hat im Projekt TEAM-X die Konsortialführung inne und betreut die Projektkoordination.

In diesem Rahmen zeichnet das Unternehmen für die Entwicklung und den Aufbau der Governance-Struktur verantwortlich und entwickelt, gemeinsam mit den Projektpartnern, mögliche Geschäftsmodelle für die Verwertung der Projektergebnisse. Verantwortlicher des Konsortialpartners Bayern Innovativ ist Sebastian Hilke, Leiter der ZD.B-Themenplattform Digitale Gesundheit/Medizin.

Die Bayern Innovativ GmbH ist die Gesellschaft für Innovation, Technologie- und Wissenstransfer in Bayern. Bayern Innovativ unterstützt Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft in allen Stufen der Wertschöpfungskette mit maßgeschneiderten Dienstleistungen, um ihre Innovationsdynamik zu erhöhen. Bayern Innovativ agiert dabei gezielt an den Schnittstellen unterschiedlichster Branchen und Technologien. Im Fokus der Aktivitäten stehen, neben den eigenen Clustern Energietechnik, Automotive, Neue Werkstoffe und Mechatronik & Automation, die Themen Gesundheit/Medizintechnik, Textil, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Digitalisierung. Große Bedeutung hat auch das „CrossClustering“ mit anderen bayerischen Clustern sowie die Vernetzung mit anderen wesentlichen Playern in der Innovationslandschaft Bayerns. Das von Bayern Innovativ betriebene „ThinkNet Bayern“ verknüpft Experten und deren Wissen mit modernen Methoden des Innovationsmanagements. Ziel ist ein Ecosystem mit dynamischen Netzwerken für einen beschleunigten Innovationsprozess. Das vom Bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geförderte Unternehmen versteht sich als Wissensmanager, Impulsgeber und Beschleuniger für Innovationen.

Die C&S Computer und Software GmbH ist bei TEAM-X hauptverantwortlich für den Bereich Pflege und die Gaia-X-konforme Umsetzung der digitalen Plattform.

In der DACH-Region ist die C&S Computer und Software GmbH in den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Jugendhilfe und offene Sozialarbeit tätig. Seit 1983 wurden von C&S mehr als 6.000 Installationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Damit gehört das Unternehmen zu den marktrelevantesten Firmen im deutschsprachigen Raum. C&S beschäftigt sich, als forschendes KMU, in erster Linie mit sozialen Innovationen. Fragestellungen zu Blogchain Technology, die Anbindung an die Telematik Infrastruktur sowie das Internet of Things im Bereich der Sozialwissenschaft und deren verbesserte und effizientere Nutzung für die Klientenversorgung zählen zu aktuellen Projekten.

Bruno Ristok, Geschäftsführer der C&S Computer und Software GmbH, ist Projektleiter bei für C&S bei TEAM-X.

Die ecsec GmbH arbeitet als Konsortialpartner von TEAM-X an den sicherheitsrelevanten Erweiterungen von Gaia-X mit Bezug auf das Identitätsmanagement und die elektronische Signatur.

Die ecsec GmbH mit Sitz in Michelau, Deutschland, ist spezialisierter Anbieter von Lösungen im Bereich Sicherheit der Informations- und Kommunikationstechnologie, Sicherheitsmanagement, Chipkartentechnologie, Identitätsmanagement, Internetsicherheit und Elektronische Signatur. Mit jahrelanger, internationaler Erfahrung unterstützt ecsec renommierte Kunden. Das Unternehmen wurde für seine Arbeit bereits mehrmals mit verschiedenen Awards ausgezeichnet.

Die beiden Ansprechpartner des TEAM-X Konsortialpartners sind die ecsec-Geschäftsführer Tina Hühnlein und Dr. Detlef Hühnlein. Tina Hühnlein fungiert auch als Ansprechperson für die Presse.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist mit drei Lehrstühlen an TEAM-X beteiligt.

Der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung (FAPS, Prof. Dr. Jörg Franke) koordiniert das Projekt FAU-weit und beteiligt sich insbesondere in den technischen Arbeitspaketen mit dem Fokus auf dem Internet der Dinge (IoT) und dem Gaia-X-Ökosystem.

Der Lehrstuhl für Maschinelles Lernen und Datenanalytik (MAD, Prof. Dr. Björn Eskofier) arbeitet in den Themenfeldern der Künstlichen Intelligenz (KI) und der Nutzerakzeptanz. Der Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschafts- und Medizinstrafrecht (STR3, Prof. Dr. Christian Jäger) ebnet den Weg, so dass die im Projekt entstehenden Ergebnisse alle relevanten rechtlichen Fragestellungen angemessen berücksichtigen.

Prof. Dr. Björn Eskofier vertritt das Konsortium als Sprecher. Eskofier weist einschlägige Publikationen in den Bereichen Medizintechnik, Digital Health und KI-basierte Assistenzsysteme vor. Außerdem ist er Leiter des Zentralinstituts für Medizintechnik in Erlangen und Sprecher des Departments Artificial Intelligence in Biomedical Engineering an der Friedrich-Alexander-Universität. Seit März 2017 wird seine Heisenberg-Professur von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) gefördert. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ist die drittgrößte Universität Bayerns mit rund 40.000 Studierenden.

Das Mobile Health Lab (MHL) des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS aus Erlangen in Deutschland unterstützt TEAM-X bei der Identifikation und Definition notwendiger Komponenten für die Softwarearchitektur sowie bei der Spezifikation und Implementierung eines harmonisierten Datenmodells und standardisierter Schnittstellen.

Darüber hinaus steuert es seine Expertise bei der Konzeption und Durchführung von Analysen zum technischen Qualitätsmanagement bei.

Ansprechpartner Christian Weigand, Leiter des MHL des Fraunhofer-Instituts IIS, koordiniert die Arbeiten des Konsortialpartners und ist Mitglied beim Lenkungskreis von TEAM-X.

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS betreibt internationale Spitzenforschung auf dem Gebiet mikroelektronischer und informationstechnischer Systemlösungen und Dienstleistungen. Als Teil des Fraunhofer IIS beschäftigt sich das Mobile Health Lab mit der Entwicklung telemedizinischer Lösungen für Digital Health Anwendungen sowie standardisierter Kommunikation medizinischer Daten innerhalb föderierter Datenökosysteme. Datenschutz, Patienten-Empowerment sowie Interoperabilität zu verschiedenen Digital Health Services stehen dabei

Unter dem Credo „Identity Valley. It’s all about trust.“ arbeitet die Organisation daran, ein wertebasiertes, würdiges und verantwortungsvolles Miteinander von Mensch und Maschine zu gestalten. Die Digital Responsibility Goals sind eine Hilfestellung für die verantwortungsvolle Gestaltung der Digitalen Zukunft. Jutta Juliane Meier ist Gründerin und Geschäftsführerin der Organisation und Ansprechpartnerin des Konsortialpartners.

2020 wurde die gemeinnützige Organisation Identity Valley in München gegründet. Sie vereint Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler und Bürger in Europa. Ziel von Identity Valley ist ein wertebasiertes, würdiges und verantwortungsvolles Miteinander aller Akteure im Zeitalter der Digitalisierung. Dabei steht der Schutz der Identität im Mittelpunkt. Sitz der Initiative ist seit Januar 2022 Unkel am Rhein.

Die NeuroSys GmbH mit Sitz in Ulm setzt als Konsortialpartner von TEAM-X zwei Use Cases – Digitale Pflegeplattform und Frauengesundheit – auf zwei Gaia-X-konformen Umgebungen prototypisch um.

Besonderes Augenmerk legt NeuroSys dabei auf die Schnittstellen zu digitalen Versorgungsmodellen. Sie werden am Ende des Projektes für den Bereich GaiaOne umgesetzt. In weiterer Folge beteiligt sich Neurosys an der Verschränkung von GaiaOne und GaiaCloud. Dabei werden alle Prozesse auf dem Endgerät des Patienten, inklusive der Speicherung und Synchronisation aller Endgeräte untereinander, ermöglicht. Beteiligt sind Martin Mayr, Geschäftsführer von NeuroSys sowie die Mitarbeiter Stefan Ringbauer, Lukas Poustka, beide Diplom-Informatiker, und Projektmanager Benjamin Hock.

Seit 2015 entwickelt die NeuroSys GmbH innovative Arzt-Patienten-Systeme, seit 2020 eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA). Das Unternehmen realisiert mit seinen Applikationen zahlreiche erfolgreiche Forschungsstudien mit großen Pharmaunternehmen sowie staatlich geförderte Studien und Projekte.

Konsortialpartner bis Ende 2023

Die ProCarement GmbH mit Sitz in Forchheim, Deutschland, war für TEAM-X bei der Ausarbeitung der Use Cases, der Validierungsstudien sowie der Akzeptanz und Geschäftsmodellentwicklung beteiligt.

Stella Carolina Müller und Jule Haske waren die Hauptansprechpartnerinnen und für Koordination und Projektmanagement zuständig. Dr. Sebastian Eckl war an der Umsetzung aus Sicht als Arzt und Geschäftsführer eines DiGA-Herstellers (Digitale Gesundheitsanwendung) beteiligt. Für Pressarbeit war Andreas Humer-Hager zuständig.

Das im Oktober 2019 gegründete Start-up ProCarement GmbH etablierte auf Basis digitaler Technologien ein integriertes, digital unterstütztes Versorgungssystem. Die Integration der individuellen Bedürfnisse der Patienten in die Versorgung stand dabei im Fokus – um die Versorgungsqualität bei gleichzeitiger Optimierung der Kosten im Gesundheitssystem zu verbessern.

Die 2017 in Nürnberg gegründete und Inhaber-geführte Refinio GmbH stellt Software her, mit der Bürger ihre Daten selbstständig und sicher lokal verarbeiten können.

Algorithmen können dabei vor ihrer Verwendung selbst oder extern überprüft werden. Daten werden nur geteilt, wenn es dafür explizit eine Autorisierung gibt. Andernfalls verbleiben sie auf den eigenen Geräten. Die Software ermöglich, beliebig viele eigene Geräte parallel zu verwenden. Dadurch sind Nutzer unabhängig von Betriebssystem- und Hardwareherstellern. Es können mehrere Kopien gleichzeitig betrieben und der Grad der Ausfallssicherheit frei definiert werden.

Ansprechpartner sind Milena Limpert, Programm Office, die die inhaltliche Arbeit von Refinio für TEAM-X verantwortet sowie Armin Bleise, CFO Refinio, der sich um die formalen Aspekte kümmert.

Am Universitätsklinikum Erlangen werden die Use Cases in den Bereichen Pflege und Medizin klinisch, technisch und anwendungsbezogen definiert und – im Rahmen von Erprobungsstudien umgesetzt – validiert.

Über das TEAM-X Inkubatorprogramm wird eine neuartige, in das Universitätsklinikum Erlangen integrierte Plattform für gesundheitsbezogene Mehrwertdienstkonzepte etabliert. Damit wird die Translationslücke von aus der Versorgung erwachsenden, innovativen, digitalen Mehrwertdienstkonzepten hin zu einem in der Anwendung evaluierbaren Minimal Viable Prototypen überwunden.

Ein interdisziplinäres Projektteam beteiligt sich an der Zusammenarbeit mit TEAM-X. Die Expertinnen und Experten kommen aus der Frauenklinik, aus der Palliativmedizin, aus dem Medizinischen Zentrum für Informations- und Kommunikationstechnik sowie aus dem Radiologischen Institut. PD Dr. med. Sebastian Bickelhaupt, Oberarzt und Clinician Scientist in der Radiologie, ist Koordinator des TEAM-X Konsortialpartners.

Das Universitätsklinikum Erlangen umfasst 50 Kliniken, selbstständige Abteilungen und Institute in allen Bereichen der modernen Medizin. Patientenversorgung, Forschung und Lehre sind auf modernstem Niveau miteinander verknüpft, neueste Behandlungsmethoden stehen Patientinnen und Patienten zur Verfügung.

9.438 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in fachübergreifenden Teams sowie umfassende Qualitätssicherungssysteme sorgen für eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Siemens Healthineers erforscht zentrale Komponenten des Projektes von TEAM-X in enger Abstimmung mit klinischen Partnern und dem gesamten Konsortium.

Geeignete Prozesse und Softwaremodule zur Schaffung von datenschutzrechtskonformen und sicheren Infrastrukturen im Umgang mit hochsensiblen Gesundheitsdaten stehen dabei im Fokus. Neben technischen Komponenten sollen auch rechtliche und ethische sowie weitere relevante Teilgebiete einbezogen werden. Die Prozesse und Konzepte sollen sich nahtlos in existierende Konzepte, z. B. der Medizininformatik-Initiative, einfügen und Gaia-X-Konformität gewährleisten. Ansprechpartner ist Dr. Daniel Stromer, bei Siemens Healthineers als Kollaborationsmager für digitale und interdisziplinäre Themen zuständig.

Siemens Healthineers ermöglicht Gesundheitsdienstleistern, den Dienst am Patienten zu optimieren. Realisiert wird das durch den Ausbau der Präzisionsmedizin, die Transformation der Leistungserbringung, die Verbesserung der Patientenzufriedenheit und die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die eingesetzten Lösungen zielen darauf ab, klinische, operative und finanzielle Ergebnisse zu verbessern. Mehr als 600.000 global verteilte Systeme bilden die Basis anhand derer die Siemens Healthineers neue Lösungen entwickelt. Datenpunkte, kombiniert mit anderen verfügbaren Quellen, werden zu wertvollen Informationen weiterverarbeitet, um dadurch Diagnostik oder Therapieverfahren zu unterstützen und zu optimieren.

Für die bestmöglichen Kooperationen führt der Digital Health Hub Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Technologien und Netzwerke mit international führenden Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus der Medizintechnik werden so auf das nächste Level gehoben und vor Ort unterstützt. Die Träger des Digital Health Hubs – der ZOLLHOF in Nürnberg, der Medizintechnik-Cluster Medical Valley und die Health Hackers Erlangen – sorgen für ein vielfältiges Angebot: Neben der Organisation von unterschiedlichen Digitalisierungsmaßnahmen verschreibt sich das Ökosystem vor allem der Förderung junger Talente. Durch eine Anregung des Wachstumsmarkts Gesundheit will der Hub die Qualität der Gesundheitsversorgung mit den Kompetenzen seines Netzwerks verbessern.

Die zunehmende Digitalisierung in der Medizin verändert die Anforderungen an eine moderne Gesundheitsversorgung, bietet aber zugleich viele Chancen für ein effizienteres Gesundheitssystem.

Insbesondere die regionale Nähe von klinischer Versorgung der höchsten Versorgungsstufe am Universitätsklinikum Erlangen, anerkannter Forschung und Wissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Medical Valley EMN und Siemens Healthineers als führendem Unternehmen der Medizintechnikbranche im Großraum Nürnberg/Erlangen bieten uns hier einzigartige Voraussetzungen zur Zusammenarbeit, um den digitalen Wandel mitzugestalten.

Mit der Gründung der Digital Health Innovation Platform (d.hip) als Kooperationsverbund aus Industrie, Hochschulmedizin und Forschung haben sich die oben genannten Institutionen daher gemeinsam zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung der Medizin und des Gesundheitswesens aktiv voranzubringen. d.hip soll dabei als Plattform für die transdisziplinäre Entwicklung neuer Produkte und Lösungen dienen. Gleichzeitig soll es den Beteiligten geeignete Rahmenbedingungen für praxisnahes Forschen und Entwickeln und mehr Schnelligkeit im Innovationszyklus ermöglichen.

Das Kommunikationshaus Bad Aussee, kurz Kommhaus, verantwortet als Kooperationspartner von TEAM-X die integrierte Kommunikationsarbeit der Initiative.

Durch geplante und kontinuierliche Umsetzung auf allen relevanten Kommunikationskanälen entsteht eine nachhaltige Beziehung für die Dialoggruppen – und eine Basis für ein gesundes Ökosystem für Menschen und Daten in der Pflege- und Gesundheitsbranche. Ansprechperson ist Geschäftsführerin Dr. Maria Schoiswohl. Sie führt das Unternehmen seit 2020 in zweiter Generation.

Das Kommhaus ist als Beratungsagentur für Organisationsentwicklung, Kommunikation und Wertewissenschaften tätig. Das Portfolio des in Bad Aussee beheimateten Unternehmens umfasst Identiting und Markenmanagement, Strategieberatung, Employer Branding, Marken- und Unternehmenskommunikation, Corporate Publishing, Content Management und Social Media. Besondere Aufmerksamkeit bei der Kommunikationsarbeit gilt der Verbindung von legislativer und exekutiver Kompetenz bei Marken und Organisationen.

Medical Valley EMN e. V. unterstützt TEAM-X bei der Projektkoordination und zeichnet verantwortlich für die nationale und internationale Vernetzung.

Darüber hinaus stellt Medical Valley seine Expertise bei der Entwicklung des Geschäftsmodells zur Verfügung. Projektverantwortlich ist Anna Werner, Mitglied der Geschäftsführung von Medical Valley EMN e. V.

Das Medical Valley EMN e. V. ist ein international führendes Cluster im Bereich Gesundheitswirtschaft. Hochspezialisierte Forschungseinrichtungen, international führende sowie heranwachsende Unternehmen sind hier aktiv. Sie kooperieren eng mit weltweit renommierten Einrichtungen der Gesundheitsforschung und finden so Lösungen für die Herausforderungen der Gesundheitsversorgung von heute und morgen. Medical Valley wurde 2010 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum nationalen Spitzencluster ernannt. 2017 folgte vom Bundeswirtschaftsministerium die Ernennung zu einem von zwölf nationalen „Digital Hubs“. Medical Valley EMN e. V. fungiert seit 2007 als Clustermanagement-Organisation. Aktuell vernetzt es rund 240 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheitsversorgung, Netzwerken und Politik.

Parmenides Stiftung

Die Parmenides Stiftung ist eine gemeinnützige Forschungs- und Lehreinrichtung mit Sitz in Pöcking am Starnberger See, die vor 20 Jahren von Albrecht von Müller in enger Kooperation mit der LMU München gegründete wurde.

Stiftungszweck ist die interdisziplinäre Grundlagenforschung rund um das menschliche Denken. Von besonderem Interesse ist die Fragestellung, wie das menschliche Gehirn mit der rasant wachsenden Komplexität unseres Zeitalters umgeht und es dabei mit der Entwicklung innovativer Methoden und Werkzeuge zu unterstützen. Um kognitive Exzellenz zu fördern, entwickelte die Stiftung u. a. den Magister Cogitationis Artium (MCA). Die Anwendung der Ergebnisse der Grundlagenforschung der Parmenides Stiftung wird in den vier Bereichen Medizin und Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft, Strategie und Finanzen sowie Demokratie und Governance umgesetzt, die ein hoher Bedarf an Innovation und das Potenzial für große humanitäre Erträge verbindet.

Für das Projekt TEAM-X wird die Parmenides Stiftung eine umfassende Studie erstellen, die die philosophischen und ethischen Aspekte des Projektes analysiert und die Umsetzung normativer Kriterien in der Durchführung validiert. Der Einsatz digitaler Tools in der medizinischen Praxis soll die Autorschaft im Sinne der Kontrolle eigenen Handelns und der Sicherung von individueller und kooperativer Kohärenz stärken. Das gilt sowohl für das medizinische Personal als auch die Patienten.

Die wissenschaftliche Leitung im Projekt TEAM-X übernimmt Prof. Dr. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D., Vorstand der Parmenides Stiftung. Carsten Freitäger ist für TEAM-X zuständiger Ansprechpartner für Finanzen und Administration.

„Gerade die Idee einer dezentralen Speicherung und Verwaltung von Gesundheitsdaten, die es dem Dateninhaber jederzeit ermöglicht, über die Zweckverwendung seiner Gesundheitsinformationen zu entscheiden, trägt dem verfassungsrechtlich geschützten Recht auf informationelle Selbstbestimmung Rechnung.“

Julian Peters & Prof. Dr. Christian Jäger
Lehrstuhl für Strafrecht der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

TEAM-X hat den Innovationspreis Reallabore 2022 des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gewonnen!

Ihr Kontakt

Sebastian Hilke
+49 911 20671-231
Leitung Innovationsnetzwerk Gesundheit, Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg