Zirkulär, lokal, nachhaltig – unsere neuen Werkzeuge für die Baupraxis

08.01.2026

Ende des Jahres kamen wir mit unseren Projektpartnerinnen und -partnern aus Frankreich, Italien, Österreich, Slowenien, der Schweiz und Deutschland im Rahmen des EU-Interreg-Projektes Bauhalps in Wien zusammen, um auf die bisher erreichten Meilensteine zurückzublicken und die nächsten Schritte des Projekts zu planen. 

Besondere Highlights dieses Treffens waren die Vorstellung des BAUHALPS-Modells, der begleitenden Methodologie sowie des Toolkits. Mit diesen Instrumenten wollen wir innovative, nachhaltige und zirkuläre Ansätze in der Transformation von Gebäuden fördern und gleichzeitig die lokale Gemeinschaft aktiv einbeziehen. Wir freuen uns, die Arbeiten nun einer breiten Öffentlichkeit vorstellen zu können und die nächste Phase des Projekts gemeinsam zu gestalten.
 

BAUHALPS-Modell

Das BAUHALPS-Modell nimmt Bezug auf die Neue Europäische Bauhaus (NEB) Initiative und beschreibt einen ganzheitlichen Ansatz zur Förderung regenerativer Systeme im Kontext des alpinen Bauens. Durch die Aktivierung von lokalem Wissen, Ressourcen und Gemeinschaften fördert das Modell die Zusammenarbeit über Disziplinen und Sektoren hinweg und stellt sicher, dass die NEB Werte Nachhaltigkeit, Schönheit und Inklusion zu greifbaren Treibern des Wandels werden. Letztlich definiert BAUHALPS die zirkuläre Architektur neu – als kulturelles Projekt, das in Ort, Identität und kollektiver Verantwortung verwurzelt ist und neue Technologien nutzbar macht. 

Download des Models

Methodologie

Die Methodologie dient als strukturierter Fahrplan, um lokale Gemeinschaften zu aktivieren und gezielt in Entscheidungsprozesse rund um die Transformation von Gebäuden einzubinden. Sie stellt Instrumente bereit, die partizipative Prozesse fördern und lokales Wissen, Bedürfnisse und Kompetenzen systematisch berücksichtigen.

Download der Methodologie

BAUHALPS-Toolkit

Das BAUHALPS-Toolkit bündelt diese Methodologie mit dem sog. Genius Loci-Online-Repository (einer regionenspezifischen Ressourcensammlung) und dem Tool zur Bewertung der zirkulären Reife von Gebäuden. Als integriertes, online verfügbares Instrument unterstützt es Akteurinnen und Akteure dabei, partizipative, kontextbezogene und zirkuläre Ansätze in der Planung und Umsetzung von Gebäudetransformationen praktisch anzuwenden.

Ausblick: Machbarkeitsstudien für zirkuläres Bauen

In der nächsten Phase des Projekts entstehen Machbarkeitsstudien zur Verbesserung der Zirkularität von Gebäuden. Unsere Partnerinnen und Partner aus Österreich, Slowenien, Italien und der Schweiz arbeiten gemeinsam an vier Studien zu öffentlichen Gebäuden und setzen dabei das entwickelte BAUHALPS-Toolkit praxisnah ein. Ergänzend entwickeln wir mit unseren französischen Partnerinnen und Partnern einen Plan zur zirkulären Bewertung von Wohngebäuden. Ziel all dieser Untersuchungen ist es, die Praxistauglichkeit des Toolkits zu testen und konkrete, umsetzbare Ansätze für zirkuläres Bauen und nachhaltige Sanierungen zu liefern. Die Ergebnisse werden wertvolle Orientierung für Entscheidungen im öffentlichen wie im privaten Gebäudesektor bieten und aufzeigen wie innovative, nachhaltige Baupraktiken erfolgreich umgesetzt werden können.
 

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