Weppler Filter: Ein neuer Partner im Netzwerk Gesundheit der Bayern Innovativ GmbH
Präzision als Prinzip
09.04.2026
Weppler Filter, ein traditionsreiches Unternehmen mit über 90 Jahren Fertigungserfahrung, hat sich als führender Anbieter von hochpräzisen Mikro- und Präzisionsfiltern sowie technischen Kunststoffbauteilen etabliert. Als familiengeführtes Unternehmen, das seine Wurzeln in der Automobilindustrie hat, ist Weppler Filter bekannt für seine Zuverlässigkeit und minimalen Fehlerraten in der Großserienproduktion. Nun richtet das Unternehmen seinen Fokus verstärkt auf die Medizintechnik und verfolgt dabei eine klare strategische Ausrichtung mit hoher technologischer Tiefe.
Bereits seit den 1970er Jahren sammelte Weppler Filter wertvolle Erfahrungen im medizinischen Umfeld. In den letzten Jahren hat das Unternehmen diesen Bereich gezielt aufgebaut und professionalisiert. Ein bedeutender Schritt war die Erlangung der ISO 13485-Zertifizierung im Jahr 2020, die als Grundlage für die Entwicklung und Herstellung von Medizinprodukten dient. „Unser Anspruch ist es, nicht nur mitzuschwimmen, sondern uns als leistungsfähiger und verlässlicher Partner in der Medizintechnik zu etablieren“, betont Dr. Alexander Schulze Struchtrup, verantwortlich für Entwicklung und Medizintechnik bei Weppler Filter. „Weppler Filter ist ein Familienunternehmen, gegründet 1935. Unsere Stärke liegt dort, wo es um hohe Stückzahlen und exzellente Qualität mit extrem geringen Fehlerraten unter 0,1 ppm geht. Unser Ziel ist ganz klar: Null Fehler, für maximale Patientensicherheit und Kundenzufriedenheit.“
Hochpräzise Filterlösungen und technische Komponenten
Das medizintechnische Portfolio von Weppler Filter umfasst Mikro- und Präzisionsfilter, die insbesondere für Anwendungen in der Transfusion und Infusion, Beatmung sowie Labortechnik konzipiert sind. Ergänzt wird dieses Angebot durch hochpräzise technische Kunststoffteile mit umspritzten Einlegeteilen, beispielsweise integrierten Edelstahlkanülen. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der einzelnen Funktion, sondern vielmehr auf der Kombination aus höchster Präzision, reproduzierbarer Qualität und industrieller Skalierbarkeit. Das betont auch Schulze Struchtrup: „Unser Name sagt es schon: Filter sind unsere Hauptproduktgruppe. Darüber hinaus produzieren wir hochpräzise technische Kunststoffteile ohne klassische Filtrationsfunktion. Die Frage die uns bei jedem Projekt begleitet: Wie können wir den Mehrwert für unseren Kunden durch geschickte Bauteilgestaltung und Funktionsintegration maximieren?“
Die Expertise schöpft Weppler Filter aus jahrzehntelanger Erfahrung in automatisierten Fertigungsprozessen. Mit Sub-ppm-Fehlerraten, einem eigenen Werkzeug- und Anlagenbau sowie tiefgehender Prozesskontrolle kann das Unternehmen auch sicherheitskritische Anwendungen zuverlässig umsetzen – ein zentraler Aspekt im Hinblick auf Patientensicherheit und regulatorische Anforderungen.
Reinraumkompetenz und Qualitätssicherung
Ein weiteres Differenzierungsmerkmal ist die ausgeprägte Reinraum- und Sauberkeitskompetenz. Am Standort stehen unter anderem ein Reinraum der Klasse ISO 8 für die Filterreinigung sowie ein eigenes Restschmutzlabor, welches die Klasse ISO 6 in Anlehnung an ISO 14644 erfüllt, zur Verfügung. Bei besonders hohen Anforderungen kommen darüber hinaus Laminarflow-Arbeitsplätze der Klasse ISO 5 zum Einsatz. „Gerade bei Filtern ist Sauberkeit keine Option, sondern Grundvoraussetzung“, so Schulze Struchtrup.
Diese Infrastruktur ermöglicht es, medizintechnische Komponenten unter kontrollierten Bedingungen zu reinigen, zu prüfen und zu verpacken – und damit Anforderungen zu erfüllen, die über normative Standards hinausgehen.
Trends: Resilienz, Funktionsintegration und Nachhaltigkeit
Im internationalen Wettbewerb setzt Weppler Filter auf Kundennähe, resiliente Lieferketten, Qualität „Made in Germany“ und eine konsequente Funktionsintegration als zentrale Differenzierungsfaktoren. Neben hoher Automatisierung werden zunehmend auch Nachhaltigkeitsaspekte relevant. Energieeffiziente Prozesse, CO₂-Bilanzierungen nach GHG-Protocol sowie die Auswahl geeigneter Materialien – einschließlich Biokompatibilität nach ISO 10993 – werden gemeinsam mit den Kunden erörtert und projektspezifisch umgesetzt.
Schritt für Schritt in neue Anwendungsfelder
Ausgehend von der Komponentenfertigung produziert Weppler Filter bereits heute ausgewählte Baugruppen. Und das ist erst der Anfang, wie Schulze Struchtrup erklärt: „Unsere Perspektive reicht deutlich weiter – hin zu komplexen Baugruppen oder sogar vollständigen Anwendungen. Diesen Weg gehen wir konsequent Schritt für Schritt.“
Der Weg dorthin ist bewusst mit einem klaren Fokus auf partnerschaftliche Zusammenarbeit, belastbare Prozesse und technologische Exzellenz gelegt.
Mit diesem Ansatz bereichert Weppler Filter das Partnernetzwerk von Bayern Innovativ im Bereich Gesundheit, einem starken Partner für innovative Unternehmen und solche, die es werden wollen. Gemeinsam setzen sie neue Impulse für sichere und leistungsfähige Medizinprodukte und fördern damit die Weiterentwicklung der Medizintechnik in Deutschland.
Das könnte Sie auch interessieren
Bayern Innovativ Newsservice
Sie möchten regelmäßige Updates zu den Branchen, Technologie- und Themenfeldern von Bayern Innovativ erhalten? Bei unserem Newsservice sind Sie genau richtig!