Bayern, Proxima, IPP und RWE starten Fusions-Allianz

Memorandum of Understanding ebnet den Weg für Demonstrator „Alpha“ in Garching und kommerzielles Fusionskraftwerk „Stellaris“ in Gundremmingen

02.03.2026

Quelle: Proxima Fusion GmbH, Bayern Innovativ GmbH

In München wurde ein Meilenstein für die europäische Fusionsindustrie gesetzt: Der Freistaat Bayern, Proxima Fusion, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) und RWE AG haben ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet.

Das MoU formuliert einen klaren Fahrplan hin zu Europas erstem ans Netz angeschlossenen Magnetfusionskraftwerk und sieht ein gemeinsames Co-Finanzierungsmodell aus öffentlichen und privaten Mitteln vor.

Zwei Reaktoren als Zielbild

Die Partnerschaft verfolgt zwei zentrale Projekte:

  • Bau des Demonstrationsstellarators „Alpha“ in Garching bei München
  • Entwicklung des ersten kommerziellen Magnetfusionskraftwerks „Stellaris“ in Gundremmingen

Der Demonstrator „Alpha“ soll erstmals eine positive Energiebilanz des Plasmas erreichen und damit den technologischen und wirtschaftlichen Weg für die kommerzielle Nutzung ebnen. Proxima Fusion übernimmt Engineering und Bau, das IPP verantwortet die wissenschaftliche Leitung.

Für „Alpha“ erhält Proxima Fusion im Rahmen der bayerischen Hightech-Strategie eine Zuwendung von bis zu 400 Millionen Euro. Das Projekt gilt als zentraler Baustein, um Forschung, Industrie und Kapital systematisch zu bündeln. 

Strategischer Standort Gundremmingen

Das geplante Kraftwerk „Stellaris“ soll am ehemaligen Kernkraftwerksstandort Gundremmingen entstehen. Die bestehende Infrastruktur bietet klare Vorteile bei Genehmigung, Geschwindigkeit und Kosten. RWE bringt dabei umfassende Betreibererfahrung ein.

Im Rahmen der Investorenkonferenz FusionX: Global, die wir von Bayern Innovativ gemeinsam mit der FusionX Group erstmals nach Deutschland geholt haben, diskutierten unter anderem Tobias Gotthardt, Bayerisches Wirtschaftsministerium, Dr. Cord-Henrich Lefhalm, RWE und Francesco Sciortino, Proxima Fusion, die Bedeutung der Kooperation. Moderiert wurde das Panel von Dr. Rainer Seßner, Bayern Innovativ GmbH.

Francesco Sciortino betonte: „Dieses MoU ist ein Meilenstein, der die europäische Fusionsindustrie sichtbar auf der globalen Bühne positioniert. Es markiert den Startpunkt eines industriellen Ökosystems, das bestehendes und neues Know-how in Europa bündelt und Wertschöpfung hier verankert.“ und „Wir sind unglaublich dankbar, dass Bayern Innovativ uns und das ganze Ökosystem unterstützt. Wegen Bayern Innovativ ist die FusionX nach München gekommen und diese Veranstaltung ist das Wichtigste für die Fusion. Es trifft sich das Ökosystem mit Investoren. Ohne Bayern Innovativ hätten wir uns nicht so gut mit der bayerischen Regierung vernetzt, um eine solche Veranstaltung zusammenzubringen. Heute morgen hatten wir eine Pressekonferenz mit der bayerischen Regierung, RWE und Max Planck Institut für Plasmaphysik und wir haben da auch über die FusionX gesprochen. Ich denke, das ganze Ökosystem ist dankbar, dass jetzt das hier passiert, weil das internationale System sieht, dass jetzt etwas besonderes hier passiert.“

Industrie, Tempo und Investitionen

Die Bündelung von Politik, Wissenschaft, Industrie und Kapital soll Tempo schaffen. Das Co-Finanzierungsmodell sendet ein klares Signal an internationale Investoren. Ein Großteil der Investitionen fließt direkt in die industrielle Lieferkette, von supraleitenden Magneten über Leistungselektronik bis zur Kraftwerksinfrastruktur.

Bereits während der Bauphasen von „Alpha“ und „Stellaris“ werden mehrere tausend Arbeitsplätze erwartet. Bayern positioniert sich damit als europäischer Kernstandort für die Kommerzialisierung der Fusionsenergie.

Neben Proxima Fusion sind im Freistaat weitere Fusionsunternehmen wie Marvel Fusion und Gauss Fusion aktiv. Der Freistaat setzt bewusst auf technologische Vielfalt und will Heimat der Fusionstechnologie in Europa werden.

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