Leuchtturmprojekt: Bayern Innovativ Partner Alois Müller realisiert Heizwerk für die regionale Wärmewende

Beim neuen Fernwärmeprojekt im Allgäu spielte die Alois Müller GmbH eine zentrale Rolle bei Gebäudetechnik, Energieinfrastruktur und Wärmenetz – Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche eröffnete die Anlage offiziell

16.03.2026

Quelle: E & M powernews, Alois Müller GmbH

Mit der offiziellen Inbetriebnahme des Heizwerks Memmingen-Benningen ist im Allgäu ein bedeutendes Projekt für die regionale Wärmewende gestartet. Gemeinsam mit Projektpartnern und der Gemeinde Benningen eröffnete Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche die Anlage am 12. März.

Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung spielte der Bayern Innovativ Partner Alois Müller GmbH, die als technischer Partner maßgeblich an der Realisierung der Energie- und Gebäudetechnik beteiligt war. Gemeinsam mit dem Energie- und Planungsbüro e-con AG entstand innerhalb von rund 18 Monaten ein modernes Wärmenetzprojekt, das erneuerbare Energien, effiziente Gebäudetechnik und regionale Infrastruktur miteinander verbindet.

Ganzheitliche Energietechnik aus einer Hand

Die Alois Müller GmbH verantwortete im Projekt zahlreiche technische Gewerke, von Heizungs-, Sanitär-, Klima- und Lüftungstechnik über Elektro- und MSR-Technik bis hin zu Fernwärme und Rohrleitungsbau.

Das Heizwerk kombiniert mehrere nachhaltige Technologien zur Wärmebereitstellung:

  • 5 MW Hackschnitzelkessel
  • 1,5 MW Großwärmepumpe
  • 1 MW Power-to-Heat-Anlage
  • Backup-Kessel für Versorgungssicherheit
  • 280.000 Liter Wärmespeicher

Das dazugehörige Wärmenetz umfasst aktuell rund 5,8 Kilometer Leitungstrasse. Im Endausbau soll die Anlage eine Leistung von bis zu 50 MW erreichen.

Wärme für tausende Haushalte

Die Anlage versorgt künftig Privathaushalte sowie Industrie- und Gewerbebetriebe in Benningen und Teilen von Memmingen. Perspektivisch können bis zu 3.700 Haushalte angeschlossen werden.

Durch den Einsatz erneuerbarer Energien, unter anderem Biomasse sowie Strom aus dem nahegelegenen Solarpark am Flughafen Memmingen, sollen jährlich rund 6.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Auch industrielle Partner tragen zum wirtschaftlichen Erfolg des Projekts bei. Zu den frühen Abnehmern zählen unter anderem Unternehmen wie Rohde & Schwarz sowie Magnet-Schultz.

Fernwärme als Baustein der Wärmewende

Das Projekt zählt zu den ersten Anlagen in Deutschland, die über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) unterstützt werden. Insgesamt flossen rund 11,2 Millionen Euro Fördermittel, während die Gesamtinvestitionen der e-con AG über 30 Millionen Euro liegen.

Bei der Eröffnung betonte Ministerin Reiche die Bedeutung regionaler Projekte für die Energiewende. Gerade die Wärmewende müsse lokal geplant werden, wobei Fernwärmenetze eine zentrale Rolle spielen könnten.

Für die Region Allgäu ist das Heizwerk Memmingen-Benningen damit nicht nur ein Infrastrukturprojekt, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Kommunen, Unternehmen und Technologiepartner gemeinsam klimafreundliche Wärmeversorgung aufbauen können.