EU-Kommission startet „EU Inc.“ – neues EU-weites Unternehmensmodell für Startups

„28. Regime“ soll Gründungen, Finanzierung und Wachstum in Europa deutlich vereinfachen

22.01.2026

Quelle: tech.eu

Die Europäische Kommission hat die Einführung von „EU Inc.“ angekündigt, einer neuen, optionalen EU-weiten Unternehmensform für Startups.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte das Vorhaben beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor. Ziel ist es, Europa zu einem der attraktivsten Standorte weltweit für technologiegetriebene Gründungen zu machen.

EU Inc., auch als sogenanntes „28. Regime“ bezeichnet, ergänzt bestehende nationale Rechtsformen und schafft erstmals eine einheitliche Gesellschaftsstruktur nach EU-Recht. Startups sollen künftig grenzüberschreitend einfacher gründen, investieren und wachsen können, mit einheitlichen Regeln in allen Mitgliedstaaten.

Geplant sind unter anderem eine zentrale EU-Registrierung mit vollständig digitaler Gründung innerhalb von 48 Stunden, standardisierte Beteiligungsverträge für Investoren sowie ein europaweit einheitliches Mitarbeiterbeteiligungsmodell. Damit sollen insbesondere bürokratische Hürden und nationale Sonderregelungen reduziert werden, die bislang das internationale Wachstum europäischer Startups bremsen.

Unterstützt wird das Projekt von der Initiative EU-INC, hinter der mehr als 22.000 Gründerinnen, Gründer und Investoren stehen. Vertreter der Startup- und Venture-Capital-Szene begrüßen die Initiative als potenziellen Wendepunkt für den europäischen Innovationsstandort. Entscheidend werde jedoch sein, wie schnell und einheitlich die Mitgliedstaaten das neue Modell anwenden.