EU investiert in Fusion und SMR
Das Enterprise Europe Network informiert:
19.03.2026
Die Europäische Kommission setzt ein deutliches Zeichen für technologische Souveränität: Über das Euratom-Programm werden für die Jahre 2026/2027 insgesamt 330 Millionen Euro in die Nuklearforschung mobilisiert. Im Fokus stehen dabei der Durchbruch der Fusionsenergie sowie die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren (SMR).
Die Schwerpunkte der Investition
Das neue Arbeitsprogramm verzahnt die Forschung eng mit dem Clean Industrial Deal und zielt darauf ab, die EU als globalen Vorreiter für innovative Nukleartechnologien zu positionieren.
- Fusionsenergie (222 Mio. Euro): Der Löwenanteil fließt in das Ziel, die Fusion „vom Labor ans Netz“ zu bringen. Damit soll das Fundament für das erste kommerzielle Fusionskraftwerk in Europa gelegt werden.
- Kernspaltung & SMR (108 Mio. Euro): Hier liegt der Fokus auf der Sicherheit moderner Reaktorkonzepte (SMR), der Entsorgung radioaktiver Abfälle sowie dem langfristigen Betrieb bestehender Anlagen.
- Nuklearmedizin: Ein Teil der Mittel sichert die europäische Autonomie bei der Herstellung medizinischer Isotope für neuartige Krebstherapien.
Strategische Unabhängigkeit im Blick
EU-Kommissarin Ekaterina Sachariewa betonte die Bedeutung dieser Investitionen für die Energieunabhängigkeit und CO2-Neutralität bis 2050. Um diesen Fortschritt zu sichern, setzt die EU verstärkt auf die Gewinnung von Talenten – unter anderem durch Marie-Sklodowska-Curie-Stipendien und den offenen Zugang zu über 230 Forschungseinrichtungen.
Hintergrund
Das Programm ist ein zentraler Baustein des Clean Industrial Deals und der Netto-Null-Industrie-Verordnung. Es unterstützt die von Kommissionspräsidentin von der Leyen im März 2026 vorgestellte SMR-Strategie sowie die kommende EU-Fusionsstrategie. Ziel ist es, die europäische Energieunabhängigkeit zu sichern und die technologische Führungsrolle beim Übergang zur Klimaneutralität bis 2050 zu behaupten.
Quelle: Europäische Kommission