Diese digitalen Trends sollten Energieunternehmen 2026 kennen

09.02.2026

Die Energiebranche befindet sich in einem tiefgreifenden digitalen Wandel. Neue Technologien verändern nicht nur die Art und Weise, wie Energie erzeugt, verteilt und gehandelt wird, sondern auch, wie stabil, effizient und sicher das gesamte Energiesystem funktioniert. Der Trendradar Energie 2025 zeigt, welche digitalen Entwicklungen für Energieunternehmen besonders relevant sind und welche Trends mit Blick auf das Jahr 2026 hohe Priorität besitzen.

Smart Grids: Intelligente Stromnetze für ein flexibles Energiesystem

Smart Grids sind durch digitale Informations- und Kommunikationstechnologien weiterentwickelte Stromnetze. Sie ermöglichen eine dezentrale und dynamische Steuerung von Erzeugern und Verbrauchern und gleichen Angebot und Nachfrage in Echtzeit aus. Auf diese Weise können erneuerbare Energien zuverlässig integriert werden. Gleichzeitig tragen Smart Grids dazu bei, das Energiesystem insgesamt stabiler, flexibler und effizienter zu gestalten. Die befragten Expertinnen und Experten messen diesem Trend einen sehr hohen Einfluss auf die Energiebranche bei und ordnen ihm eine hohe Priorität zu.

Kognitive Energiesysteme: KI als Steuerzentrale der Energieflüsse

Kognitive Energiesysteme nutzen Künstliche Intelligenz, um Energieflüsse selbstlernend und adaptiv zu steuern. Sie sind in der Lage, komplexe Energiestrukturen digital zu simulieren und daraus optimale Steuerungsentscheidungen abzuleiten. Dadurch lassen sich erneuerbare Energien besser integrieren, Schwankungen im System ausgleichen und die Effizienz sowie Stabilität des Energiesystems weiter erhöhen. Auch hier sehen die Expertinnen und Experten sowohl einen hohen Einfluss auf die Energiebranche als auch eine hohe Priorität.

Predictive Analytics & Maintenance: Ausfälle erkennen, bevor sie entstehen

Predictive-Analytics- und Predictive-Maintenance-Technologien basieren auf dem digitalen Zwilling und gegebenenfalls auf dem Internet of Things. Ein kontinuierlicher Datenfluss ermöglicht es, den Zustand von Anlagen und Systemen permanent zu überwachen. So lassen sich Vorhersagen treffen, wann beispielsweise ein Ausfall bevorsteht und wie frühzeitig präventiv reagiert werden kann. Diese vorausschauende Instandhaltung erhöht die Versorgungssicherheit und senkt langfristig Kosten. Die Expertinnen und Experten bewerten diesen Trend ebenfalls mit hohem Einfluss und hoher Priorität für die Energiebranche.

Digitale Handelsplattformen: Energiehandel in Echtzeit

Digitale Handelsplattformen ermöglichen durch Datenerhebung und -verarbeitung in Echtzeit einen kurzfristigen und virtuellen Energiehandel. Sie stärken insbesondere die Direktvermarktung von Energie und binden eine stetig steigende Zahl an Prosumern ein, etwa private Anlagenbetreibende. Dadurch wird der Energiemarkt flexibler, transparenter und dezentraler. Auch diesem Trend schreiben die Expertinnen und Experten einen hohen Einfluss auf die Energiebranche zu.

Cybersecurity: Schutz kritischer Energieinfrastrukturen

Mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung wächst auch die Bedeutung der Cybersecurity im Energiesektor. Sie umfasst den Schutz der digitalen Energieinfrastruktur vor Cyberangriffen, um die Versorgungssicherheit jederzeit zu gewährleisten. Kritische Systeme müssen durch Mindeststandards abgesichert und kontinuierlich an neue Bedrohungslagen angepasst werden. Entsprechend der hohen Relevanz stufen die Expertinnen und Experten der bayerischen Energielandschaft Cybersecurity als Trend mit sehr hohem Einfluss auf die Energiebranche und hoher Priorität ein.

Die Publikation zum Trendradar Energie 2025 können Sie als kostenfreien Download herunterladen. 

Im Innovationsnetzwerk Energie und Bau der Bayern Innovativ GmbH wird der Trendradar Energie als ein wertvolles Instrument zur Ausrichtung der thematischen Netzwerkarbeit genutzt. Die Aufbereitung der Ergebnisse und die Analyse der Trenddynamiken ermöglichen die Auswahl zielgerichteter Netzwerkaktivitäten, um die Innovationskraft der bayerischen Energielandschaft zu stärken. 

Den interaktiven Trendradar 2025 finden Sie hier.

Den interaktiven Trendradar 2023 finden Sie hier.