UNECE R155: Cyber-Security Richtlinie

28.09.2022

Autos sind nicht mehr einfach nur Autos – es sind Hightech-Computer und dadurch angreifbar für Hacker. Das Fahrzeug muss Cyber-Angriffen standhalten können, um die Sicherheit aller im Straßenverkehr zu gewährleisten. Daher investieren Autohersteller Milliardenbeträge, um Autos sicher gestalten zu können.

Seit Juli 2022 sind Regelungen der UNECE (Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen) verbindlich in Kraft getreten, um für mehr Sicherheit zu sorgen. In vorerst 56 Ländern fordert die sogenannte UN Cybersecurity-Regulation R155 von den Automobilherstellern jetzt ein zertifiziertes Cyber-Security Management System als Voraussetzung, neue Fahrzeugtypen registrieren zu können. Diese Vorschriften gelten für alle neuen Fahrzeugtypen und in zwei Jahren auch für alle Neufahrzeuge, darunter fallen PKWs, Kleintransporter, LKWs und Busse.

Die Fortschritte der Umsetzung schwanken in den verschiedenen Ländern jedoch deutlich. Dabei ist die Gefahr sehr real, denn bereits 2015 schafften es Hacker, durch eine Sicherheitslücke des Unterhaltungssystems eines Wagens in das System einzudringen und ihn teilweise fernzusteuern. Daraufhin mussten 1,4 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen werden, um die Sicherheitslücke zu schließen. Trotz der vor Jahren schon implementierten Cyber-Security Projekte in der Automobilindustrie sind viele Firmen noch in der Entwicklungsphase, da Fachkräfte aus dem IT-Bereich fehlen oder interne Prozesse zu einer verzögerten Umsetzung führen.

Die ZD.B Themenplattform Cybersecurity plant am 21. November 2022 eine Online-Veranstaltung zur UN Cybersecurity-Regulation R155 und deren Auswirkungen auf Automobilherstellen und –zulieferer. Haben Sie Fragen zum Thema oder zur Veranstaltung? Dann melden Sie sich gerne bei uns!


Ihr Kontakt

Bianca Sum
Dr. Robert Couronné