Erneuerbaren-Zuschuss liegt bei 17 Milliarden Euro im nächsten Jahr

28.10.2024

Der EEG-Finanzierungsbedarf beträgt für das nächste Jahr rund 17 Milliarden Euro. In diesem Jahr muss der Bund etwa 18,4 Milliarden Euro zuschießen.

Seit dem vergangenen Jahr erfolgt die Förderung erneuerbarer Energien nicht mehr über die EEG-Umlage, sondern aus Mitteln des Bundeshaushalts. Für das nächste Jahr wird von einem Finanzierungsbedarf von 17 Milliarden Euro ausgegangen. Das haben die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50 Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW auf der Webseite Netztransparenz.de als Pflichtmeldung veröffentlicht.

Die Übertragungsnetzbetreiber haben weiter mitgeteilt, dass der EEG-Kontostand zum Jahresende wohl bei rund 0,5 Milliarden Euro liegen wird. Damit würde der Finanzierungsbedarf 2025 bei gut 16,5 Milliarden liegen.

Der Erneuerbaren-Finanzierungsbedarf wird in diesem Jahr Prognosen zufolge bei rund 19 Milliarden Euro liegen. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) hatte zwar schon Mitte Januar dieses Jahres von den Übertragungsnetzbetreibern erfahren, dass sie für 2024 von einem Finanzierungsbedarf von 18,4 statt 10,6 Milliarden Euro ausgehen, aber erst im Mai beim Finanzressort (BMF) die über planmäßige Ausgabe von 8,8 Milliarden Euro im Klima- und Transformationsfonds (KTF) beantragt (wir berichteten).

9,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr

Der gestiegene Bedarf auf dem EEG-Konto ist unter anderem den sinkenden Stromgroßhandels-Erlösen aus der Vermarktung desgeförderten Ökostroms geschuldet. Im ersten Halbjahr summierten sich diese Zuschüsse auf 9,8 Milliarden Euro − fast so viel wie der Etatansatzfürs Gesamtjahr. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres lag derdurchschnittliche Strom-Spotpreis bei 7 Cent/kWh − im Herbst 2023hatten die ÜNB noch 12 Cent vorhergesagt.

Hierfür wird nun jährlich im Voraus der Finanzierungsbedarf nach dem Energiefinanzierungsgesetz (EnFG) bestimmt, teilen die vier ÜNB dazu mit.  Die Finanzierung soll die Differenz aus den Einnahmen und den Ausgaben der Übertragungsnetzbetreiber decken.

Autor: Heidi Roider
Energie & Management GmbH

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