Start mit MINI E für Testnutzer in München

• Vorhaben von BMW und TU München erstes Schaufenster Projekt bundesweit
• BMW übergibt mit Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel 25 MINI E Test-Nutzer
• Bayern Innovativ als Projektleistelle begleitet den Start des Schaufensters in der BMW Welt

Am 06.08.2012 wurde das erste Projekt des Schaufensters „ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET" Bayern-Sachsen offiziell gestartet. In der BMW Welt München übergab die BMW Group im Beisein von Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel 25 MINI E an Privat- und Flottennutzer. Ziel des MINI E-Projekts ist die wissenschaftliche Analyse des Fahrverhaltens von Nutzern, die zusätzlich zu einem Elektrofahrzeug ein konventionelles Fahrzeug fahren. Die Begleitforschung für das Mini E-Projekt erfolgt durch die Technische Universität München. Das Projekt wird aus Mitteln des Freistaates Bayern gefördert. Die Bayern Innovativ als Projektleitstelle war durch Prof. Dr. Josef Nassauer und Dr. Johann Schwenk vertreten.

Am 3. April 2012 haben Bayern/Sachsen, Baden-Württemberg, Berlin/Brandenburg, und Niedersachsen den Zuschlag für Ihre Konzepte rund um die Verbindung von Elektrofahrzeug, Energiesystem und Verkehrssystem für ein Schaufenster Elektromobilität der Bundesregierung erhalten. In den kommenden drei Jahren werden sie damit zu den Zielen der Nationalen Plattform Elektromobilität Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter zu etablieren, einen wichtigen Beitrag leisten. Dabei soll ein maßgeblicher Input zur Marktvorbereitung und dem Markthochlauf für entsprechende Technologien in Deutschland geleistet werden. Die Schaufenster dienen der heimischen Industrie und Wirtschaft als groß angelegte Demonstrationsvorhaben mit FuE-Charakter für modernste Antriebstechnologien und zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten.

„Mit seinen starken Firmen ist Bayern bereits heute Leitanbieter für Elektromobilität. Unser Ziel ist es, den Wirtschafts- und Forschungsstandort Bayern mit seinen hervorragenden Unternehmen und einer weltweit anerkannten Forschungslandschaft weiter zu stärken und der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Dies können wir aber nur schaffen, wenn wir die Kundenbedürfnisse vor dem geplanten Markthochlauf genau untersuchen und verstehen. Deswegen freut es mich besonders, dass mit der heutigen Übergabe der 25 MINI E an Privat- und Flottennutzer das erste Forschungsprojekt im Rahmen des Schaufensters startet", betonte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel anlässlich des am 6. August 2012 offiziell gestarteten Mini E-Projekts.

In rund 70 Projekten mit über 150 Partnern und einem Gesamtvolumen von ca. 150 Millionen Euro führt das Schaufenster ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET synergetisch die Stärken der beiden Freistaaten Bayern und Sachsen zusammen. Wissenschaftliche Zielsetzung des Mini E-Projektes ist die Analyse von Änderungen des Fahrverhaltens von Nutzern, die zusätzlich zu einem Elektrofahrzeug ein konventionelles Fahrzeug fahren. Dazu wurden 15 MINI E zu Testzwecken an Privatnutzer übergeben, der Flughafen München und die Stadtwerke München gliedern jeweils 5 weitere Mini E in ihre Flotte ein. Datenlogger geben Auskunft zu wichtigen Parametern wie der gefahrenen Strecken und Geschwindigkeit, zusätzlich führt die Technische Universität München regelmäßige Befragungen mit den Fahrern der rein elektrisch angetriebenen MINI E durch.

Prof. Dr. Josef Nassauer, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH unterstrich in diesem Zusammenhang nochmals die große Bedeutung des Projektes für Deutschland, den Freistaat Bayern und die Bayern Innovativ GmbH. „Die Bayern Innovativ GmbH, Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer des Freistaates ist für dieses Schaufenster Projektleitstelle gemeinsam mit der SAENA, der sächsischen Energieagentur. Wir sind dabei für die Projekte auf bayerischer Seite zuständig. Auch bei dieser Gelegenheit nochmals Dank an Staatssekretärin Hessel für die Übertragung der Projektleitstelle ", so Prof. Nassauer. Die Bayern Innovativ ist für diese Aufgabe bestens gerüstet durch ihre langjährige erfolgreiche Netzwerk- und Clustertätigkeit im Bereich Automobil , aber auch durch das Management der Cluster Energietechnik und Neue Werkstoffe sowie der Netzwerke in Elektronik oder Technische Textilien, alles Themenfelder von großer Relevanz für E-Mobilität bzw. E-Fahrzeuge.

„Eine Förderung erfährt das Schaufenster mit bis zu 50 Mio. Euro vom Bund sowie mit jeweils 15 Mio. Euro durch die beiden Freistaaten Bayern und Sachsen. Die Industrie leistet mit ihrem Eigenanteil einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung", so Dr. Johann Schwenk von der Projektleitstelle, der anschließend über deren Koordinationsaktivitäten im Rahmen des Schaufensters berichtete. Als nächste wichtige Schritte seien vor allem die gemeinsame Einzel-Antragsstellung mit den Projektpartner, der auf Oktober 2012 terminierte Hochlauf der meisten Projekte sowie die Öffentlichkeitsarbeit genannt. Im Rahmen der eCarTec 2012 beispielsweise präsentieren sich zum gemeinsamen bundesweiten Auftakt ihrer Projekte erstmals alle vier Schaufenster.

Dr. Julian Weber, Leiter Innovationsprojekte Elektromobilität der BMW Group freut sich auf weitere Erkenntnisse durch das MIN E-Projekt: „Der MINI E läuft seit 2009 in der Landeshauptstadt. In den bisherigen Forschungsprojekten haben unsere Nutzerinnen und Nutzer demonstriert, dass die E-Mobilität im Alltag hervorragend funktioniert. Die Münchner Fahrer des MINI E dürfen sich zu Recht als Pioniere der E-Mobilität fühlen und werden uns weitere wichtige Erkenntnisse liefern, die in die Serienentwicklung einfließen."

Nach einem weiteren Vortrag durch die verantwortlichen Projektleiter an der TU München, Magnus Helmbrecht und bei der BMW AG, Dr. Roman Vilimek zu Realisierung, Inhalten und den wissenschaftlichen Spezifika des Projektes stellten zwei der Test-Nutzer ihre Erwartungen und Zielsetzungen mit der 6-monatigen Testphase vor. Anschließend fand die Übergabe der 25 MINI-E an die 15 Privatnutzer sowie an den Flughafen München und die Stadtwerke München für Flottennutzung statt.

Man konnte die Freude der Gewinner und das Interesse der Teilnehmer richtig spüren , auch einmal einen Mini E fahren zu dürfen. Hierzu ergab sích für Staatsekretärin Katja Hessel unmittelbar die Möglichkeit . In größerem Rahmen wird sich diese ergeben. wenn im September 2012 die nächsten 15 Privat-Nutzer ausgelost werden.