Der Weg zu klimaneutralen Gebäuden

Das Umweltbundesamt hat untersucht, wie Deutschlands Gebäudebestand bis 2050 klimaneutral werden könnte.
nach Quelle: E&M PowerNews, 14. November 2017


Bildquelle: Fotolia©Marco

Das Umweltbundesamt hat sich damit befasst, wie bis zum Jahr 2050 ein klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden könnte. Dazu wurden zwei Fragestellungen formuliert. Auf die Frage, welche weiteren Energieeffizienzpotenziale in der eingesetzten Gebäudetechnik schlummern, erklären die Forscher, dass 2050 Einsparungen von 35 bis 58 % verglichen zum Jahr 2008 möglich seien.
Besonders in Nicht-Wohngebäuden sei das Energiesparpotenzial hoch.
 
Die zweite Frage lautete: Welche Auswirkungen könnte der Klimawandel im Jahr 2050 auf den Energieverbrauch der Gebäude haben? Hierzu befindet das Umweltbundesamt, dass die Erderwärmung den Heizenergieverbrauch spürbar verringern wird. Gleichzeitig steige der Verbrauch für die Kühlung von Gebäuden dank guter Isolierung nicht so sehr an. Im Ergebnis könne der Endenergieverbrauch der Gebäude daher um 47 bis 65 % im Vergleich zu 2008 sinken.
 
Alles in allem könne der Primärenergieverbrauch der Gebäude in den nächsten 32 Jahren um 79 bis 84 % und die CO2-Emissionen um 81 bis 86 % verringert werden, so das Umweltbundesamt. Dazu seien jedoch zusätzliche Anstrengungen wie der Einsatz von mehr und hochwertigeren Materialien und Weichenstellungen von Seiten der Politik erforderlich.
 
Autor: Jonas Rosenberger