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Kooperationsforum

Fahrerassistenzsysteme

Car-to-X Communication und Umfelderfassung

07. Mai 2009, Stadthalle Aschaffenburg

Themenschwerpunkte

Fahrerassistenzsysteme im Automobil der Zukunft

Fahrerassistenzsysteme der nächsten Generation haben das Ziel, das Autofahren sicherer, effizienter sowie komfortabler und auch dynamischer zu gestalten. Bei diesem weiten Anspruch ist auf das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Maschine zu achten.
Über den Fokus der Betrachtung des einzelnen Fahrzeuges hinaus sind sowohl die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander als auch mit Infrastruktureinrichtungen Gegenstand aktueller Entwicklungsprojekte. Zusammen mit neuer Umgebungssensorik ergeben sich vielfältige neue Anwendungen.

Fahrerassistenz durch kooperierende Fahrzeuge (Car-to-Car Communication)

Aufgaben und initiierte Projekte des Car-2-Car Communication Consortiums werden vorgestellt: Road Map, nächste Schritte und die internationale Zusammenarbeit im Kontext der Standardisierung besprochen.
Für verkehrsrelevante Informationen oder Nachrichten kam bislang dem Mobilfunk eine große Bedeutung zu; für zeitkritische, stark lokal fokussierte Informationen wie z.B Gefahrenbremsungen oder andere Verkehrswarnungen müssen neue Lösungen in Betracht gezogen werden. Das Projekt Cooperative Cars gibt hierauf Antworten, die Simulationen, eine prototypische Erprobung sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen miteinbeziehen.

Applikationen von Fahrerassistenzsystemen

Sowohl durch Austausch von Informationen mit der umgebenden Infrastruktur als auch die Einbindung von bereits im Fahrzeug vorhandener Sensortechnik eröffnen neue Umsetzungen für Sicherheit und Fahrkomfort.
Diverse Anwendungen der Car-to-X-Technologie wie Konvoi und Kreuzungsassistent als auch aktuelle Forschungsprojekte zeigen eine Vielfalt an möglichen Einsatzgebieten für Car-to-X-Anwendungen.

Zur Realisierung von Fahrerassistenzsystemen findet man in Kraftfahrzeugen häufig 24GHz-Radarsensorik. Vorausschauende Anwendungen hingegen stellen aufgrund der größeren Reichweite höhere Anforderungen an die Sensorik. Die Umsetzung einer kostengünstigen Radarsensorik mit hoher Reichweite für das mittlere, hochvolumige Fahrzeugsegment stellt hier eine Alternative dar.
Neben Radar rücken seit der DARPA URBAN CHALLENGE inzwischen auch Laserscannersysteme zur Umgebungserfassung in den Blick der Öffentlichkeit.
Sie liefern eine umfangreiche Beschreibung der Umgebung in Form von Objekten und können flexibel auf verschiedenste Gefahren- und Verkehrssituationen reagieren. Das Thema Datenfusion mit anderen Sensorsystemen ist hier eine der Herausforderungen neben der kostengünstigen, hochvolumigen Produktion.
Die Vorteile einer navigationsgestützten Fahrerassistenz bzgl. Effizienz liegen klar auf der Hand: 3D-Attribute aus vorhandenen Geodaten werden für die Routenkalkulation ausgewertet und mit der Kenntnis, wo Berge und Täler sind,  können "grüne" Routen vorgeschlagen und realisiert werden. Der Vorteil zeigt sich nicht nur aktuell beim Sprit sparen, sondern auch beim zukünftigen Batterie-Management für Elektrofahrzeuge: wo können Batterien aufgeladen bzw. entleert werden – für ein optimales Energiemanagement.

Car-to-Infrastructure und darüberhinaus

Car-to-X Communication wird allgemein als einer der nächsten Meilensteine bei der Entwicklung der Verkehrssicherheit und der Fahrerassistenzsysteme gesehen und wird deshalb weltweit in verschiedenen Forschungsprojekten und Standardisierungsgremien entwickelt.
Detailliert wird auf Traffic Management Lösungen basierend auf Car-to-X eingegangen: die Möglichkeit zur Optimierung des Verkehrsflusses und die Verbesserung der Mobilität durch Datensammlung der einzelnen Verkehrsteilnehmer und deren Auwertung steht hier im Mittelpunkt.
Einen Ausblick in diesem Kontext gibt das Projekt TRAVOLUTION: ein Ampelsystem, das bereits im Feld erprobt wird. Es umfasst eine netzweite Optimierung der Ampel-Steuerungen zur Dynamisierung des innerstädtischen Verkehrs unter Nutzung eines evolutionären Algorithmuses. Zusätzlich wurde die personalisierte Grüne Welle mit Hilfe der Ampel-Fahrzeug-Kommunikation entwickelt.

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