Kostenexplosion durch Energiewende

Laut einer Studie kostet die Energiewende bis 2025 rund 520 Mrd. Euro, ein Großteil davon entfällt auf die EEG-Umlage. .
nach Quelle: Energie & Management Powernews, 11. Oktober 2016
Vor diesem Hintergrund streiten Verbände um die Zukunft des EEG. Im Vorfeld der offiziellen Bekanntgabe der neuen EEG-Umlage 2017 durch die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) häufen sich die Spekulationen, auf welchen Wert die EEG-Umlage von derzeit 6,354 Ct/kWh steigen könnte. So berichten verschiedene Medien am 11. Oktober unter Berufung auf ÜNB-Kreise, dass die Umlage bei 6,88 Ct/kWh liegen wird. Laut anderen Prognosen könnte der Wert bis auf 10 Ct/kWh klettern. Als Hauptursache für den Anstieg an sich wird der deutlich gesunkene Börsenstrompreis genannt, der eine hohe Differenz zu den Vergütungsausgaben verursacht. Entsprechend mehren sich auch die kritischen Stimmen zum Förderregime der erneuerbaren Energien und der Energiewende.
Nach einem Gutachten des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomik (Dice) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ergab, dass sich die Kosten für die Energiewende bis zum Jahr 2025 auf rund 520 Mrd. Euro aufsummieren werden. Etwa 408 Mrd. Euro entfallen dabei auf die EEG-Umlage. Diese hohen Kosten und die Belastungen durch die EEG-Umlage nahm die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) zum Anlass, die Abschaffung des EEG zu fordern. "Wenn die Politik dieser Entwicklung nicht endlich einen Riegel vorschiebt, werden sich Unternehmen verstärkt nach günstigeren Produktionsbedingungen im Ausland umsehen. Wir brauchen kurzfristig eine Strompreisbremse. Mittelfristig müssen unsere Strompreise ein international wettbewerbsfähiges Niveau erreichen. Das geht nur, wenn wir die vollständige Marktintegration der erneuerbaren Energien zügig vorantreiben und uns vom EEG verabschieden“, betont vbw-Präsident Alfred Gaffal.
Vom "Exportschlager Energiewende" könne angesichts der hohen Belastungen keine Rede sein, so der Verband weiter. Zwar werde es begrüßt, dass mit der jüngsten EEG-Novelle und den künftigen Ausschreibungen für erneuerbare Energien Wettbewerb entstehe. Allerdings entstehe weiterhin eine hohe Differenz durch den niedrigen Strompreis an der Börse, der die steigende EEG-Umlage verursache. "Das zeigt einmal mehr: Wir brauchen einen Systemwechsel und endlich ein schlüssiges energiepolitisches Gesamtkonzept", so Gaffal.
 
 
Andreas Kögler

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