PV-Zubau in Europa rückläufig

Global betrachtet hat sich die installierte Solarleistung in wenigen Jahren verdoppelt. Bereits im vergangen Jahr entfielen 32 Prozent der neu installierten Leistung auf Photovoltaik.
nach Quelle: E&M PowerNews, 31. Mai 2017


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Im vergangenen Jahr sind insgesamt 75 000 MW Photovoltaik neu ans Netz gegangen. Zum Vergleich: Die neu hinzugekommene Windkapazität betrug 55 000 MW, die von Kohle 54 000 MW und Gas 37 000 MW. „Das ist weltweit eine gute Entwicklung“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar).
In diesem Jahr dürften weitere 80 000 MW hinzukommen. Das globale Wachstum ist vor allem getrieben durch den Zubau in China, USA, Japan und Indien.
 
Die derzeit weltweit installierte Kapazität beträgt 306 500 MW. Das geht aus dem aktuellen „Global Market Outlook“ hervor, der auf der Intersolar vorgestellt worden ist. Auch in weiteren Ländern wird sich nach den Prognosen des Berichts, der jährlich vom Dachverband der europäischen Solarwirtschaft (Solarpower Europe) herausgegeben wird, der Markt "dynamisch wachen". Dazu zählen beispielsweise Argentinien, Mexiko, Chile, Marokko, Jordanien oder auch Tunesien und Ägypten.
 
In Europa zeigt die Entwicklung hingegen nach unten. Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen hat im Jahr 2016 nur 6 700 MW betragen. Dies sind 21 Prozent weniger als im Vergleich zum Jahr 2015. Dieser Rückgang sei vor allem auf die Marktentwicklung in Großbritannien zurückzuführen. Der Solarpower-Europe-Geschäftsführer Christian Westermeier meinte jedoch auf der Intersolar Europe in München, dass der europäische Photovoltaik-Zubau in diesem Jahr 8 000 MW betragen könnte. Die Branche hofft dabei auf die Märkte in Deutschland, in Frankreich und in der Türkei. Weitere Lichtblicke in Europa seien Spanien, Portugal und die Ukraine. Skandinavien und EU-Osteuropa würden hingegen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.
 
Autroin: Heidi Roider