Netze BW testet Messtechnik für Netzplanung

In einem sogenannten „Netzlabor“ erforscht die EnBW-Tochtergesellschaft wie intelligente Technik beim effizienten Ausbau des 20-kV-Mittelspannungsnetzes helfen kann.
nach Quelle: E&M PowerNews, 7. September 2017

Wie Netze BW mitteilt, wurde ein Feldtest im von hoher PV-Einspeisung geprägten Oberschwaben gestartet, für den in etwa 50 Ortsnetzstationen Lastgangzähler mit Fernauslesung eingebaut wurden. Diese sollen detailliert Aufschluss darüber geben, ob und wann beispielsweise eine Lastumkehr vorliegt und ob die Toleranzen bei den Spannungsbändern eingehalten werden. Betrachtet werden zwei getrennte Stromkreise, über die aus dem Umspannwerk Unteropfingen bei Memmingen die Gemeinden Aitrach und Tannheim versorgt werden.

Über ein Jahr hinweg sollen nun sekundengenaue Zeitreihen erhoben werden. Erste Erkenntnisse erhoffen sich die Verantwortlichen allerdings schon Ende 2017. Dann wollen sie eine Einschätzung vornehmen, ob die Methode auch in anderen Gebieten mit hoher dezentraler Einspeisung erfolgversprechend ist.

Mit dem neuen Testgebiet für den Ausbau des Mittelspannungsnetzes gibt es nun sechs „Netzlabore“ bei Netze BW. Analysiert werden in ausgewählten Netzregionen beispielsweise die Auswirkungen der Elektromobilität auf das Verteilnetz, die Integration von Wärmestromanlagen oder die Betriebsmittel für die Netze. 

Autor: Fritz Wilhelm

Weitere Informationen:
https://www.netze-bw.de