Erneuerbare schaffen 330 000 Arbeitsplätze

Insbesondere im Norden und Osten Deutschlands gibt es viele Arbeitsplätze, die durch den Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen wurden.
nach Quelle: E&M PowerNews, 27. Juni 2017


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Insgesamt zählt eine Untersuchung der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), Osnabrück, im Jahr 2015 in Deutschland rund 330 000 Menschen, die direkt und indirekt mit dem Ausbau erneuerbarer Energien (Wind-, Bio- und Solarenergieanlagen, Wasserkraft und Geothermie) beschäftigt waren.

Die meisten dieser Arbeitsplätze sind in den großen Flächenstaaten entstanden: Niedersachsen führt dabei mit über 53 000 Erneuerbaren-Jobs vor Bayern (50 460) und Nordrhein-Westfalen (44 030). Allerdings ging im Vergleich zu den Vorjahren die Beschäftigung bundesweit zurück, vor allem durch die Entwicklungen in der Solarsparte – sowohl durch den Abbau von Fertigungskapazitäten in der Industrie wie auch durch die geringere Zahl von neu installierten Anlagen.
 
Dafür wuchs die Zahl der Arbeitsplätze durch den Ausbau der Windenergie, insbesondere im Offshore-Bereich. Deswegen konnten die Küstenländer Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern die Zahl ihrer Erneuerbaren-Arbeitsplätze gegenüber dem Jahr 2012 annähernd stabil halten, in Schleswig-Holstein und Hamburg nahmen sie sogar um 18,7 % beziehungsweise 7,5 %zu.
 
Mittlerweile wächst auch der Anteil der Arbeitsplätze, die durch den Betrieb und die Wartung der bestehenden Anlagen gesichert werden. 2015 hatte dieser Bereich bundesweit einen Anteil von 22,6 % an den Jobs der Erneuerbaren-Branche. Unter den Bundesländern war der Anteil dieser Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz mit 33,1 % sowie in Schleswig-Holstein mit 27,4 % am höchsten.
 
Nicht Teil dieser Statistik sind weitere Auswirkungen auf die Arbeitsplätze durch die Digitalisierung der Energieversorgung, die Elektromobilität oder die Verbesserung der Energieeffizienz.

Autor: Armin Müller