Nordsee-„Windernte“ des ersten Halbjahrs 2017 übertrifft das erste Halbjahr 2016 um 50 Prozent

Nordsee-Wind erreicht starke 16,5 Prozent an der Gesamt-Windstromerzeugung in Deutschland. Maximalwert der Einspeisungsleistung der Offshore-Windparks in der Nordsee erreicht im Juni 4010 Megawatt
nach Quelle: Pressemitteilung TenneT, 28 August 2017


Bildquelle: Fotolia©Nightman

Im ersten Halbjahr 2017 stieg die vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT von der Nordsee an Land übertragene Windenergie auf 7,77 Terawattstunden (TWh)*). Im Halbjahresvergleich übertrifft das Ergebnis des ersten Halbjahrs 2017 das erste Halbjahr 2016 (5,18 TWh) um 50 Prozent und entspricht gleichzeitig rund 72 Prozent der Gesamterzeugung des Jahres 2016 (10,83 TWh). 

Lex Hartman, Mitglied der TenneT-Geschäftsführung, sagte: „Der Nordsee-Windstrom hat inzwischen einen Anteil von starken 16,5 Prozent an der gesamten Windstromerzeugung in Deutschland und stellt damit schon fast ein Sechstel der Gesamterzeugung der Windenergie.

Dass zugleich die Kosten bei Windparks und Anbindungssystemen künftig sinken werden, zeigt die große wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf, die Offshore mittlerweile erreicht hat. Auch für die Zukunft erwarten wir die Fortsetzung dieses Trends.“
 
Insgesamt hat TenneT inzwischen neun Offshore-Netzanschlusssysteme mit zusammen 5.221 Megawatt Kapazität zur Übertragung von Offshore-Windenergie am Netz. Drei weitere Anbindungssysteme wird TenneT bis Ende 2019 fertigstellen, sodass dann 7.132 Megawatt an Übertragungskapazität in der Nordsee zur Verfügung stehen werden. Bis 2025 sind noch einmal   vier Anbindungen geplant, wodurch die Übertragungskapazität in der Nordsee bis dahin auf über 10.000 Megawatt steigen wird. Der Maximalwert der Einspeisungsleistung der Offshore-Windparks in der Nordsee wurde am 07. Juni 2017 mit 4.010 Megawatt erreicht. Der Kapazitätsausbau der OffshoreWindparks in der Nordsee kam am Stichtag 30.06.2017 auf 4.399 Megawatt.
„Die Kapazitäten der Offshore-Windparks in der Nordsee betrugen im ersten Halbjahr 2016 knapp 3.000 Megawatt und liegen per Ende Juni 2017 bei knapp 4.400 Megawatt. Dieser Zubau erklärt zwar einerseits das gegenwärtige Wachstum der Erzeugungsmenge – wesentliche Voraussetzung für das erfolgreiche Einbringen der ‚Windernte‘ war aber der kontinuierliche Ausbau der Übertragungskapazitäten von TenneT, bei denen wir bereits seit Februar 2016 mehr als 5.200 Megawatt bereitstellen. Damit erfüllt TenneT schon jetzt mehr als 80 Prozent des Ausbauzieles der Bundesregierung, das Offshore-Windkapazitäten von 6.500 Megawatt bis zum Jahr 2020 vorsieht“, sagte Hartman.   
 
Die Windenergieanlagen in der Ostsee (nicht TenneT-Netzgebiet) haben 0,7 Terawattstunden*) im ersten Halbjahr 2017 erzeugt, sodass der gesamte Offshore-Ertrag Deutschlands bei 8,47 Terawattstunden*) lag. Zuzüglich 38,74 Terawattstunden*) erzeugter Onshore-Windenergie kommt der Gesamtertrag auf 47,21 Terawattstunden*).

Weitere Informationen: https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-uebertraegt-im-ersten-halbjahr-2017-rund-777-terawattstunden-windenergie-aus-der-nordsee-an-la-1/
 
*) Finanziell geförderte Strommengen nach EEG, ohne sonstige Direktvermarktung; für 2017 als vorläufiger Ist-Wert.