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Nürnberg setzt auf Elektromobilität

Nürnberg setzt auf Elektromobilität: Im Rahmen der Wanderausstellung Elektromobilität des Schaufensters Bayern-Sachsen trafen sich am 29.01.2015 in Nürnberg über 60 Entscheider und Experten der Elektromobilität, um sich über die einschlägigen Aktivitäten der Franken-Metropole zu informieren.

In den letzten Monaten wurde die Angebotspalette für Batterie- und Hybridfahrzeuge kontinuierlich erweitert. Auch deutsche Automobilhersteller sind mit wettbewerbsfähigen E-Fahrzeugen im Markt vertreten. Damit wandern die kritischen Erfolgsfaktoren der Elektromobilität zunehmend von der Automobilindustrie in Richtung Städte und Gemeinden. Denn auch dort müssen die Weichen gestellt werden, um unserer Mobilität von Morgen den Weg zu ebnen. Nürnberg zählt hier mit zu den Metropolen, in der Elektromobilität thematisiert wird.

Daher wurde im Rahmen der Wanderausstellung Elektromobilität des Schaufensters Bayern-Sachsen (www.schaufenster-elektromobilitaet.de), die seit Mitte Januar 2015 für ca. zwei Wochen in Nürnberg gastiert, eine Informationsveranstaltung zum Thema "Elektromobilität in der Metropolregion Nürnberg" initiiert. Hierbei trafen sich am 29.01.2015 über 60 Technologieexperten, Entwickler sowie hochrangige Vertreter von Kommunen, Organisationen und Politik bei der Bayern Innovativ GmbH in Nürnberg. U.a. präsentierte Dr. Peter Pluschke (Stadt Nürnberg), Dr. Ronald Künneth (IHK Nürnberg für Mittelfranken) und Rainer Kleedörfer (N-ERGIE) ihre Sichtweisen und Aktivitäten zur Elektromobilität. Flankiert wurde die Informationsveranstaltung durch Impulse und Fachvorträge der Bayern Innovativ GmbH, die als Technologie-Fördereinrichtung des Freistaates Bayern auch die Schaufenster-Projektleitstelle leitet. Besonders erfreulich war die Teilnahme zahlreicher kommunaler Vertreter. „Aus unserer Sicht stellen insbesondere Städte und Gemeinden wesentliche Erfolgsfaktoren für die Markteinführung von Elektrofahrzeugen dar. Denn hier
liegen die geeigneten Kompetenzen und Verantwortungen, um sinnvolle Ladeinfrastrukturen und Konzepte Elektromobilität voran zu treiben", so Dr. Guido Weißmann (Bayern Innovativ), der in seinem Vortrag Elektromobilität als Megatrend vs. Modeerscheinung aus dem Blickwinkel der Projektleitstelle diskutierte und die Wanderausstellung vorstellte.

„Gerade aus Sicht des Klima- und Umweltschutzes bietet die Elektromobilität einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Antriebssystemen: bei Einsatz von Ökostrom trägt sie zur Senkung der CO2-Emissionen bei; sie ist darüber hinaus geräuscharm und nicht mit der Freisetzung von Schadstoffen verbunden. Leichtbauweise und kompaktes Design könnten darüber hinaus zur Reduzierung des Flächenverbrauchs beitragen, so dass Mensch und Natur wieder mehr Bewegungsfreiheit in der Stadt bekommen könnten. In diesem Sinne wollen wir der Elektromobilität den Weg ebnen“, so Dr. Peter Pluschke, Berufsmäßiger Stadtrat, Geschäftsbereich Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.

In der Metropolregion Nürnberg nimmt die Automobilzulieferindustrie mit mehr als 500 Industrieunternehmen eine herausragende Rolle ein. Die Elektromobilität bietet für diese Unternehmen laut Dr. Robert Schmidt und Dr. Ronald Künneth große Chancen, beispielsweise bei neuen Komponenten – wie der elektrischen Maschine, der Leistungs-elektronik oder der Traktionsbatterie. Darüber hinaus profitierten aber auch Systemanbieter aus den Bereichen Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnik. Um diese Chancen zu nutzen, bietet die IHK Nürnberg für Mittelfranken in Kooperation mit den anderen nordbayerischen IHKs den Innovations- und AnwenderClub eMobilität an.

„Wir sehen in der Elektromobilität eine zukunftsweisende Mobilitätsform“, erklärt Rainer Kleedörfer von der N-ERGIE Aktiengesellschaft. „Wir investieren bereits seit 2008 in eine bedarfsgerechte Infrastruktur in Nürnberg und der Region und ermöglichen durch unseren Ökostrom einen emissionsfreien und klimafreundlichen Betrieb der Fahrzeuge. Wir werden auch weiter in die Elektromobilität investieren: Zum Jahreswechsel haben wir zehn neue Elektroautos in unserem Fuhrpark integriert.“

Als übergreifendes Ergebnis wurde der Eindruck gewonnen; Wenngleich es heute noch einige offene Fragen gibt, ist Elektromobilität insgesamt von unserer Mobilität von Morgen nicht mehr weg zu denken. „Wir freuen uns, dass wir mit dem heutigen fachlichen Austausch die Vernetzung in der Metropolregion Nürnberg weiter vorangetrieben haben. Darüber hinaus werden wir sowohl hier in der Region, als auch im gesamten Freistaat Bayern entscheidende Themenfelder der Elektromobilität aufgreifen, verdichten und mit den geeigneten Partnern für die mobile Welt der Zukunft in die Umsetzung bringen“, so Dr. Johann Schwenk Leiter der Projektleistelle bei der Bayern Innovativ.

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